Diplomarbeit, 2004
81 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Leistungsentlohnung und nicht-finanzielle Kennzahlen
2.1. Leistungsorientierte Entlohnung
2.2. Nicht-finanzielle Kennzahlen
3. Theoretische Modellierung
3.1. Das LEN-Modell als Basis
3.1.1. Grundlagen und Annahmen des LEN-Modells
3.1.2. Theoretische Probleme des LEN-Modells
3.1.3. Rechtfertigung linearer Kompensationsschemata
3.2. Ein multiperioden LEN-Modell
3.2.1. Grundannahmen und allgemeine Rahmenbedingungen
3.2.2. Unterschiedliche Modellszenarien
3.2.3. Vergleich von kurzer und langer Vertragslaufzeit
3.2.4. Der Einfluss von Nachverhandlungen
3.2.5. Ergebnisse der Modellszenarien im Überblick
4. Weitere Einflussgrößen
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht theoretisch, inwieweit nicht-finanzielle Performance-Maße (wie z. B. Kundenzufriedenheit) in Anreizverträgen geeignet sind, Manager zu langfristig optimalen Entscheidungen zu bewegen, anstatt sie zu einer kurzfristigen Ergebnismaximierung zu verleiten. Im Zentrum steht dabei die Analyse von Multiperioden-LEN-Modellen, um den Einfluss der Vertragslaufzeit auf die Wirksamkeit solcher Anreizsysteme zu evaluieren.
3.1.1. Grundlagen und Annahmen des LEN-Modells
Das LEN-Modell von Spremann stellt ein Standard-Modell zur Analyse von Agency-Problemen dar. Die Lösungen derartiger Probleme gestalten sich oft als analytisch sehr aufwändig. Ergebnisse lassen sich bei realistischeren Annahmen aufgrund des höchst komplexen mathematischen Hintergrunds, wenn überhaupt, dann nur in Ansätzen lösen. Das LEN-Modell versucht die schlechte Handhabbarkeit der Agency-Modelle durch vereinfachende Annahmen abzuschwächen.
Daraus resultiert der Vorteil eines vertretbaren Planungsaufwandes bei Verwendung des LEN-Modells. Weiterhin trägt das Modell dazu bei, die Diskrepanz zwischen theoretischen Modellen und praktischer Anwendung zu überwinden.
Im Einzelnen geht das LEN-Modell von einer linearen Entlohnungsfunktion für den Agenten (L), einer exponentiellen Risikonutzenfunktion (E) und normalverteilten Zufallsvariablen (N) aus. Diese Annahmen prägten den Namen des LEN-Modells.
1. Einleitung: Beleuchtung des Interessenkonflikts zwischen Prinzipal und Agent (Manager) hinsichtlich langfristiger Investitionen versus kurzfristiger Anreize durch klassische Kennzahlen.
2. Leistungsentlohnung und nicht-finanzielle Kennzahlen: Diskussion der Grenzen traditioneller Finanzkennzahlen und Einführung der Balanced Scorecard als Methode zur Integration nicht-finanzieller Performance-Maße.
3. Theoretische Modellierung: Mathematische Fundierung der Anreizgestaltung mittels LEN-Modell und Analyse der Auswirkungen von Vertragslaufzeiten auf das Investitionsverhalten in einem Mehrperioden-Setting.
4. Weitere Einflussgrößen: Erweiterung der Betrachtung um Aspekte wie Karriereüberlegungen, intrinsische Motivation und Fairness, die über die Standard-Agency-Theorie hinausgehen.
5. Zusammenfassung: Synthese der Modellergebnisse, wonach nicht-finanzielle Indikatoren bei Langzeitverträgen sinnvoll zur Investitionssteuerung beitragen können, während sie bei Kurzzeitverträgen für den Investitionsanreiz essentiell sind.
Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Theorie, LEN-Modell, Managerentlohnung, Balanced Scorecard, nicht-finanzielle Performance-Maße, kurzfristige Anreize, Investitionsanreize, Vertragslaufzeit, Moral-Hazard-Problem, Risikoprämie, Kundenzufriedenheit, operative Steuerung, Agenten-Motivation, Unternehmensführung.
Es geht um die Analyse von Anreizsystemen für Top-Manager und die Frage, wie durch die Einbindung von nicht-finanziellen Performance-Maßen der Konflikt zwischen kurzfristiger Gewinnorientierung und notwendigen langfristigen Investitionen gelöst werden kann.
Die zentralen Themen sind die Prinzipal-Agenten-Theorie, die Gestaltung leistungsabhängiger Entlohnung, die Anwendung des LEN-Modells auf mehrperiodige Verträge sowie die Rolle von nicht-finanziellen Kennzahlen wie der Balanced Scorecard.
Das Ziel ist die theoretische Untersuchung, ob nicht-finanzielle Indikatoren in Anreizverträgen dazu beitragen können, das Handeln von Managern langfristig an den Interessen der Anteilseigner (Prinzipale) auszurichten.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf dem bewährten mathematischen LEN-Modell (Linear-Exponential-Normal) aufbaut, um verschiedene Vertragsszenarien zu modellieren und zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Grundlagen des LEN-Modells, die Entwicklung eines Multiperioden-LEN-Modells zur Simulation von Investitionsentscheidungen sowie die Diskussion von Szenarien mit unterschiedlichen Vertragslaufzeiten und Nachverhandlungsoptionen.
Wesentliche Begriffe sind Anreizsysteme, Agency-Problematik, nicht-finanzielle Performance-Maße, Vertragslaufzeit und Investitionsanreize.
Die Laufzeit hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie das Moral-Hazard-Problem adressiert wird. Während bei Langzeitverträgen der Cash Flow der zweiten Periode zur Steuerung genutzt werden kann, ist bei Kurzzeitverträgen der vorauseilende Indikator oft die einzige Möglichkeit, Investitionsanreize überhaupt zu generieren.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass solche Indikatoren, wie z.B. die Kundenzufriedenheit, wertvolle Informationen liefern, um die Investitionsentscheidungen der ersten Periode mit den Rückflüssen der zweiten Periode zu verknüpfen, insbesondere wenn das Moral-Hazard-Problem nicht über die Zeit hinweg stationär bleibt.
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