Bachelorarbeit, 2010
92 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung zur Entwicklung und Bedeutung von Sarkophagreliefs
2. Der Mythos Alkestis und seine literarische Überlieferung
3. Ikonographie
3.1. Alkestis in der griechischen Kunst
3.2. Alkestis in der römischen Kunst
3.2.1. Kleinkunst
3.2.2. Reliefs
3.2.3. Sarkophage
3.2.4. Wandgemälde
3.3. Erkenntnisse aus der Ikonographie
4. Die Sarkophagreliefs
4.1. Der Sarkophag der Ulpia Kyrilla in St. Aignan (Tafel 8, Abb. 23)
4.1.1. Beschreibung
4.1.2. Szeneneinteilung und Komposition
4.1.3. Benennung und Deutung der Figuren und Szenen
4.2. Der Euhodus-Sarkophag im Vatikan (Tafel 8, Abb. 24)
4.2.1. Beschreibung
4.2.2. Szeneneinteilung und Komposition
4.2.3. Benennung und Deutung der Figuren und Szenen
4.2.4. Die Porträtierung – Vermischung von Wirklichkeit und Mythos
4.3. Alkestissarkophag der Villa Albani in Rom (Tafel 9, Abb. 25)
4.3.1. Beschreibung
4.3.2. Szeneneinteilung und Komposition
4.3.3. Benennung und Deutung der Figuren und Szenen
4.4. Alkestissarkophag, ehemals in Cannes (Tafel 9, Abb. 26)
4.5. Resultate aus den Vergleichen
5. Deutung des Alkestismythos auf sepulkraler Ebene
6. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Darstellung des griechischen Mythos der Alkestis auf kaiserzeitlichen Sarkophagreliefs des 2. Jahrhunderts n. Chr. Das primäre Ziel ist es, die Ikonographie, Komposition und inhaltliche Deutung der vier vollständig erhaltenen Hauptdenkmäler zu analysieren und deren Bedeutung im sepulkralen Kontext sowie ihre Funktion als Ausdruck für Tugend und Totenlob zu erschließen.
4.2.4. Die Porträtierung – Vermischung von Wirklichkeit und Mythos
Der Zeit angemessen, ist Alkestis in der Mitte mit der Haartracht der älteren Faustina (Tafel 16, Abb. 48 und 49) und mit Porträtzügen, wahrscheinlich denen der Metilia Acte, ausgestattet. Passend zur Verschleierung in der Szene mit Herakles und der damit verbundenen Annahme, dass Alkestis noch als Schatten angesehen wird, trägt sie hier den idealisierten Kopf einer jungen Frau und nicht etwa ein Porträt, welches ihre Enthüllung suggerieren würde (Tafel 16, Abb. 53).
Admetos wird in der Haar- und Barttracht des Mark Aurel gezeigt, ähnlich wie auch die Diener, und trägt wohl Züge des Euhodus (Tafel 16, Abb. 50 und 51). Auch die Amme trägt eine zeitgenössische Frisur und porträthafte Züge (Tafel 16, Abb. 52). Robert leugnet das dreimalige Auftauchen des Euhodus-Admetos mit der Begründung, dass der Gesichtstypus vom mittleren und linken Vertreter ein anderer wäre. Es würden die vorspringende, eckige Stirn, die platte Nase und die hochgezogenen Brauen fehlen. Auch Abweichungen im Haar- und Bartschnitt wären vorhanden. Man muss allerdings beachten, dass solche Abweichungen fast irrelevant werden, wenn man bedenkt, in welch kleiner Ausführung die Porträts angefertigt wurden und wenn man zusätzlich die Tatsache mit einbezieht, dass sich die Perspektiven verändern.
Einleitung zur Entwicklung und Bedeutung von Sarkophagreliefs: Einführung in die Thematik der Alkestis-Darstellungen auf kaiserzeitlichen Sarkophagen und Abriss des allgemeinen Forschungsstandes zur römischen Sarkophagkunst.
Der Mythos Alkestis und seine literarische Überlieferung: Zusammenfassung der antiken literarischen Quellen, insbesondere des Dramas von Euripides, und Diskussion der mythologischen Vorgeschichte.
Ikonographie: Systematische Untersuchung von Darstellungen der Alkestis von der griechischen Kunst bis zur römischen Kaiserzeit, unterteilt in Kleinkunst, Reliefs, Sarkophage und Wandgemälde.
Die Sarkophagreliefs: Ausführliche Analyse der vier zentralen Alkestissarkophage sowie Einordnung von sechs weiteren Fragmenten in den kunsthistorischen Kontext.
Deutung des Alkestismythos auf sepulkraler Ebene: Interpretation der Sarkophage als Grabrhetorik, die Tugenden wie eheliche Treue und Aufopferung für den Totenkult funktionalisiert.
Zusammenfassung: Fazit zur ikonographischen Entwicklung und der Funktion der Sarkophagreliefs als Ausdruck für Tugend und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Alkestis, Sarkophagreliefs, römische Kaiserzeit, Mythologie, Admetos, sepulkraler Kontext, Ikonographie, Totenkult, Tugendlob, Grabarchitektur, Porträtierung, Euhodus, Euripides, Bestattungssitten, Trauerhilfe.
Die Arbeit befasst sich mit der ikonographischen und inhaltlichen Untersuchung des Alkestis-Mythos auf römischen Sarkophagen des 2. Jahrhunderts n. Chr.
Im Zentrum stehen die Entwicklung der Sarkophagkunst, die literarische Überlieferung des Mythos, die ikonographische Analyse der Reliefs und deren Funktion in der Grabmalerei.
Das Ziel ist es, die vier wichtigsten Alkestis-Sarkophage detailliert zu beschreiben, deren Bildsprache zu deuten und die Intention hinter der mythologischen Darstellung im Grabbau zu verstehen.
Die Autorin nutzt die kunsthistorische Ikonographie- und Stilkritik sowie den Vergleich mit literarischen Zeugnissen und anderen antiken Monumenten, um eine Typologie der Sarkophage zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von griechischen und römischen Bildquellen, gefolgt von einer ausführlichen Analyse der fünf nahezu vollständig erhaltenen Alkestissarkophage.
Die wichtigsten Begriffe sind Alkestis-Mythos, Sarkophagreliefs, sepulkraler Kontext, antike Ikonographie und Tugendlob.
Sie vermischen Wirklichkeit und Mythos, indem sie echte Verstorbene (Euhodus und Metilia Acte) in einen mythologischen Kontext setzen, um deren eheliche Treue und Tugenden hervorzuheben.
Die Geschichte der aufopferungsbereiten Frau bot eine ideale Vorlage für das römische Tugendideal der Matrona und diente den Hinterbliebenen als Trost und als symbolische Hoffnung auf ein glückliches Leben im Jenseits.
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