Bachelorarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,0
I Einleitung
II Theoretischer Teil
1 Theorie und Forschungsstand
1.1 Freizeitwissenschaft
1.1.1 Definition des Begriffs „Freizeit“
1.1.2 Geschichtliche Entwicklung der Freizeitwissenschaft
1.1.3 Verändertes Freizeitverhalten
1.2 Wissenschaft der Raumvorstellung
1.2.1 Definition Raumvorstellung und mentale Rotation
1.2.2 Forschungsstand zur mentalen Rotation
1.3 Zusammenhang zwischen Freizeitverhalten und mentaler Rotation
1.3.1 Umgang mit Spielzeugen und dessen Einfluss auf die mentale Rotation
1.3.2 Sportliche Aktivitäten bei Mädchen und Jungen
1.3.3 Einfluss sportlicher Aktivitäten auf die mentale Rotation
1.4 Geschlechterunterschiede bei der mentalen Rotation
III Empirischer Teil
2 Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Beschreibung der Stichprobe
3.2 Fragebogen und Material zur Erhebung
3.3 Vorgehensweise der Auswertung
4 Ergebnisse der empirischen Studie
4.1 Mentale Rotations-Leistung bei Mädchen und Jungen
4.2 Einfluss sportlicher Aktivitäten auf die mentale Rotation
4.2.1 Einfluss der durchschnittlichen Stundenzahl, in der wöchentlich Sport getrieben wird
4.2.2 Einfluss der Teilnahme an Sport-Wettkämpfen
4.2.3 Einfluss gewisser Sportarten
4.2.4 Vergleich der sportlichen Aktivität zwischen den Geschlechtern
4.3 Auswertung weiterer Aspekte des Fragebogens
5 Diskussion
5.1 Mentale Rotations-Leistung bei Mädchen und Jungen
5.2 Einfluss sportlicher Aktivitäten auf die mentale Rotation
5.2.1 Einfluss der durchschnittlichen Stundenzahl, in der wöchentlich Sport getrieben wird
5.2.2 Einfluss der Teilnahme an Sport-Wettkämpfen
5.2.3 Einfluss gewisser Sportarten
5.2.4 Vergleich der sportlichen Aktivitäten zwischen den Geschlechtern
5.3 Grenzen der Studie
IV Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sportlichen Freizeitaktivitäten und der Fähigkeit zur mentalen Rotation bei Fünftklässlern. Dabei wird analysiert, ob eine aktive sportliche Lebensweise, insbesondere bei wettkampforientierten Sportarten, einen positiven Einfluss auf die räumlichen kognitiven Fähigkeiten der Kinder hat.
1.3.1 Umgang mit Spielzeugen und dessen Einfluss auf die mentale Rotation
Der Zusammenhang zwischen räumlichem Spielzeug und einem guten räumlichen Vorstellungsvermögen wird in einigen Studien erläutert und belegt. Räumliche Spielwaren werden dem maskulinen Charakter zugeordnet, wohingegen sog. feminine Spielwaren keine bzw. kaum räumliche Komponenten beinhalten. Zu den maskulinen Spielzeugen gehören Lincoln logs (Holzklötze, mit denen Burgen und Hütten gebaut werden können), Tinker toys (Stäbe, die durch das Zusammenstecken und Basteln eine Figur ergeben), ring toss (Ringwurf), Fahrzeuge, mit denen sich die Kinder fortbewegen können sowie Objekte, auf denen sie klettern können (climbing/riding toys). Diese Spielwaren sind von typischem räumlichem Charakter.
Im Gegensatz dazu stehen die weiblichen Spielwaren, wie beispielsweise Puppen, Puppenmöbel, das Basteln mit Filz oder das Spielen mit Küchenutensilien. Die Beschäftigung mit diesen Spielwaren benötigt wenig räumliches Vorstellungsvermögen.
Die Aussage von Etaugh (1983) & Miller (1987) besagt: „Boys are usually given more spatially oriented toys than girls are” (Voyer, Nolan & Voyer, 2000, S. 896). In einer Umfrage gaben 37 % der Jungen an, dass Spielzeuge mit denen sie bauen können, ihre beliebtesten Beschäftigungsmittel sind, gefolgt von Fahrzeugen mit 18 % und Actionfiguren (13 %). Bei den Mädchen sind die beliebtesten Spielwaren Puppen (37 %), Plüschtiere (17 %) und an dritter Stelle bildungsorientierte Aktivitäten (15 %) (vgl. Cherney, London, 2006, S. 720).
Männliche Spielzeuge haben oftmals einen Problemlösecharakter, sie geben den Kindern eine Rückmeldung und ermutigen sie, ihre Umwelt selbstständig zu erkunden. Bei weiblichen Spielwaren lernen Kinder sich zu benehmen und Regeln einzuhalten. Sie werden womöglich daran gehindert, verschiedene räumliche Fähigkeiten zu entwickeln. Im Gegensatz zu den stereotypischen maskulinen Spielwaren wird hierbei kaum selbstständig gearbeitet, vielmehr unterstützen die Eltern ihre Kinder bei ihren Beschäftigungen (vgl. Fagot & Leinbach, 1983; zit. n. Cherney, London, 2006, S. 718).
I Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Freizeitverhaltens ein und stellt die Relevanz der Untersuchung des Einflusses von Sport auf die mentale Rotation dar.
II Theoretischer Teil: Dieser Teil beleuchtet die Grundlagen der Freizeitwissenschaft, die Konzepte der Raumvorstellung und mentalen Rotation sowie deren Zusammenhänge.
III Empirischer Teil: Hier werden Fragestellung, Hypothesen, das methodische Vorgehen und die durchgeführte empirische Studie detailliert dargelegt.
4 Ergebnisse der empirischen Studie: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten statistisch ausgewertet und die Leistungen der Probanden im Hinblick auf Sport und Rotation analysiert.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch interpretiert, mit der Literatur verglichen und die Grenzen der durchgeführten Studie aufgezeigt.
IV Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus pädagogische Konsequenzen für den Sportunterricht ab.
Mentale Rotation, Raumvorstellung, Sportliche Freizeitaktivitäten, Fünftklässler, Geschlechterunterschiede, Ballsport, Motorik, Kognitive Entwicklung, Bewegungsförderung, Sportpädagogik, Empirische Untersuchung, Vandenberg-Test, Sozialisation, Freizeitwissenschaft, Schulsport.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sportlichen Freizeitaktivitäten auf die Fähigkeit zur mentalen Rotation bei Schülern der fünften Jahrgangsstufe.
Zentrale Themen sind die Freizeitwissenschaft, die Entwicklung räumlicher Vorstellungsvermögen und der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und kognitiven Leistungen.
Es soll geklärt werden, ob sportlich aktive Kinder eine bessere mentale Rotationsleistung zeigen als weniger aktive Kinder und ob spezifische Sportarten diesen Prozess stärker fördern.
Es wurde eine empirische Studie durchgeführt, bei der ein Fragebogen zum Freizeitverhalten sowie ein standardisierter Test zur mentalen Rotation (Vandenberg-Test) bei 20 Fünftklässlern eingesetzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes und eine empirische Analyse, in der verschiedene Variablen wie Trainingsstunden, Wettkampfteilnahme und Sportarten korreliert werden.
Wichtige Begriffe sind Mentale Rotation, Raumvorstellung, Sportliche Freizeitaktivitäten, Fünftklässler, Schulsport und kognitive Entwicklung.
Nein, in Bezug auf die reine Anzahl der wöchentlichen Sportstunden konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Sportlern und Nichtsportlern festgestellt werden.
Es zeigte sich ein Trend, dass Kinder, die wettkampforientiert Sport treiben, bessere Werte in der mentalen Rotation erzielen als Kinder ohne Wettkampferfahrung.
Da mentale Rotationsfähigkeiten auch in Fächern wie Mathematik wichtig sind, kann die Lehrperson durch gezielte sportliche Aktivitäten, die Raumorientierung und Auge-Hand-Reaktion erfordern, die kognitive Entwicklung der Schüler fördern.
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