Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,3
1 Abstract
2 Einführung und Vorstellung der Arbeit
3 Theorie und Forschungsstand
3.1 Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit (Big Five)
3.2 Musikpräferenz
3.2.1 Lebensalter
3.2.2 Geschlecht
3.2.3 Innermusikalische Aspekte
3.2.4 Emotionen
3.2.5 Persönlichkeit
3.3 Musikaffinität
3.4 Forschungsstand
3.5 Forschungsfragen und Hypothesen
4 Methode
4.1 Die Stichprobe
4.2 Die Fragebögen
4.2.1 Big Five Inventory 44
4.2.2 STOMP Short Test of Music Preferences
4.2.3 Skala zur Musikaffinität
4.3 Die Durchführung der Befragung
4.4 Die Auswertung der Befragung
5 Ergebnisse
5.1 Zusammensetzung der Stichprobe
5.2 Die einzelnen Skalen
5.3 Persönlichkeit und Musikpräferenz
5.4 Musikpräferenz und Musikaffinität
5.5 Musikaffinität und Persönlichkeit
5.6 Weitere Ergebnisse
5.7 Zusammenfassung und Hypothesenüberprüfung
6 Diskussion
6.1 Musikdimensionen
6.2 Persönlichkeit, Musikpräferenz, Musikaffinität
6.3 Geschlecht und Alter
6.4 Limitierungen und Empfehlungen
6.5 Fazit
7 Literatur
8 Anhang
Anhang A: Ladung der 20 Musikstile auf vier Faktoren
Anhang B: Mittelwerte und Standardabweichung der einzelnen Musikstile
Anhang C: Umfrage
Anhang D: Eigenständigkeitserklärung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Musikpräferenzen, Persönlichkeitsmerkmalen (Big Five) und der individuellen Musikaffinität, unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht als einflussnehmende Faktoren.
3.2.1 Lebensalter
Einer der wichtigsten Einflussfaktoren ist dabei das Lebensalter (Gembris, 2005). So bleibt z.B. die in der Jugend entwickelte Musikpräferenz relativ stabil über das ganze Leben hindurch erhalten (Delsing et al., 2008; Gembris, 2005) Da jede Generation wiederum anderen populäre Musikstilen ausgesetzt ist, gibt es einen großen Unterschied zwischen den Musikpräferenzen verschiedener Generationen, wie im Verlauf dieser Arbeit noch deutlich wird. Jede Generation hat also seine eigene Musik, was auch erklärt, warum man sich beim Anhören der Musik, die man früher gehört hat, wieder ein Stück weit in die jeweilige Jugend zurückversetzt fühlt. Populäre Musik ist sogar so generationsabhängig, dass Stipp (1990, zitiert nach Gembris, 2005, S. 290) davon ausgeht, man könne das Alter einer Person anhand der Kenntnis über ihre beliebtesten Oldies zuverlässig vorhersagen.
Das passive Hören von Musik während der Kindheit kann als erster Faktor für die Entwicklung einer Musikpräferenz gelten. Zwar sind die Musikpräferenzen im Kindesalter noch unspezifisch, es konnte jedoch eine Präferenz bei Grundschülern für schnelle Musik festgestellt werden. Dies könnte sich mit dem Bewegungsdrang von Kindern in diesem Alter erklären lassen. Die Kinder sagten z.B. aus, dass sie schnelle Musik mögen, weil man gut dazu tanzen könne. Um das zehnte Lebensjahr lässt sich feststellen, dass die Kinder eine zunehmende Präferenz für Pop-Musik entwickeln und alle anderen Musikstile mehr und mehr ablehnen (Gembris, 2005).
Noch größeren Anteil an der Entwicklung der Musikpräferenz wird der Jugend mit der Identitätssuche und dem Einfluss des Freundeskreises zugeschrieben. Prägend in dieser Zeit ist die Loslösung und Abgrenzung vom Musikgeschmack der Eltern. Es findet eine hohe Emotionalisierung in der Musikpräferenz statt, die sich oft in einer begeisterten Hingabe für die präferierte Musik und deren Interpreten zeigt und in einer ebenso heftigen Ablehnung aller anderen Musikstile. Musik wird vor allem von Jugendlichen als eine Art Aushängeschild für Wertvorstellungen, Überzeugungen, Lifestyle und Persönlichkeit benutzt. Jugendliche sehen Musikgeschmack als eine Art soziale Identität, um anderen ihr persönliches Profil zu vermitteln, da sie eine bestimmte Vorstellung darüber haben, wie sie gerne gesehen werden möchten (North & Hargreaves, 1999).
Abstract: Kurzer Überblick über die Forschungsziele, die Methodik mittels Fragebögen sowie die zentralen Erkenntnisse bezüglich Persönlichkeit, Musikpräferenz und Musikaffinität.
Einführung und Vorstellung der Arbeit: Darstellung der Bedeutung von Musik im menschlichen Leben und die Relevanz der Musikpräferenz für die Identitätsbildung.
Theorie und Forschungsstand: Erläuterung der Big-Five-Persönlichkeitstheorie sowie Zusammenfassung relevanter Studien zu Musikpräferenz, Musikaffinität und deren Zusammenhängen.
Methode: Beschreibung der quantitativen Online-Befragung, der Stichprobenzusammensetzung sowie der verwendeten Messinstrumente (BFI 44, STOMP-R und Musikaffinitätsskala).
Ergebnisse: Präsentation und statistische Auswertung der gewonnenen Daten, inklusive Korrelationsmatrizen und Gruppenvergleichen hinsichtlich Alter und Geschlecht.
Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext und Diskussion von Limitationen sowie Empfehlungen für zukünftige Forschung.
Musikpräferenz, Persönlichkeitspsychologie, Big Five, Musikaffinität, STOMP-R, Musikgenres, Identitätsbildung, Altersunterschiede, Geschlechterunterschiede, Musikpsychologie, quantitative Forschung, Musikdimensionen, Lebensalter, Konsumverhalten, Korrelationsanalyse.
Die Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die Persönlichkeit eines Menschen, sein Alter und sein Geschlecht mit seinem Musikgeschmack und seiner emotionalen Bindung an Musik (Musikaffinität) korrelieren.
Die zentralen Felder sind die Persönlichkeitspsychologie (basierend auf dem Big-Five-Modell), die Musikpsychologie (Präferenzen für Musikgenres) sowie der psychologische Stellenwert von Musik im Alltag.
Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Musikpräferenzen und Persönlichkeitsmerkmalen empirisch zu prüfen und festzustellen, ob diese Befunde auch für den deutschsprachigen Raum repräsentativ sind.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie in Form einer Online-Befragung durchgeführt, bei der standardisierte Fragebögen (BFI 44, STOMP-R und eine Skala zur Musikaffinität) zur Erhebung der Daten genutzt wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Konzepte, die detaillierte Methodik sowie die statistische Auswertung der Stichprobe von 640 Personen, inklusive der Analyse von Korrelationen zwischen Musikdimensionen und Persönlichkeit.
Wichtige Begriffe sind Musikpräferenz, Big Five, Musikaffinität, Persönlichkeitsstruktur und die sozio-demografischen Faktoren Alter und Geschlecht.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Musikaffinität bei Männern höher ausgeprägt sein kann und sich im Lebenslauf in wellenförmigen Mustern verändert, wobei sie stärker mit dem Alter als mit der Persönlichkeit zusammenzuhängen scheint.
Es zeigt sich, dass Männer tendenziell eher zu "heftiger & rebellischer" Musik tendieren, während Frauen eher Musikstile aus den Dimensionen "heiter & konventionell" sowie "dynamisch & rhythmisch" bevorzugen.
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