Masterarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1. Ausgangssituation und Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3. Methodische Vorgehensweise
1.4. Aufbau der Arbeit
1.5. Stand der Literatur
2. THEORIE
2.1. Requirements Engineering
2.1.1. Definitionen
2.1.2. Sichten auf Requirements/Anforderungen
2.1.3. Arten von Requirements/Anforderungen
2.1.4. Methoden und Werkzeuge
2.1.5. Chancen und Risiken
2.2. Kleine und Mittlere Unternehmen
2.2.1. Definition KMU
2.2.2. Überblick laut Definition
2.2.3. Gliederung ÖNACE vs. WKO
2.2.4. Arbeitsplätze
2.2.5. Wirtschaftskraft
2.2.6. EU-Vergleich
2.3. Konsequenzen
2.3.1. Gewährleistung
2.3.2. Garantie
2.3.3. Schadenersatz
2.3.4. Zusammenfassung
3. PRAXIS
3.1. Qualitative Experten-Analyse Requirements Engineering
3.2. Die Auswirkungen von Requirements Engineering auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens
3.3. Zusammenfassung der Auswertungsergebnisse
4. CONCLUSIO
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, durch eine Kombination aus literarischer Recherche und einer qualitativen empirischen Studie zu untersuchen, ob der Einsatz von Requirements Engineering für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der österreichischen IT-Branche wirtschaftlich sinnvoll ist oder als unnötiger Ballast betrachtet wird. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob Unternehmen die potenziellen Risiken und Chancen kennen und wie sie diese Methodik in ihre betriebliche Praxis integrieren.
2.1.4. Methoden und Werkzeuge
Anforderungen werden ermittelt um eine gemeinsame Sicht aller beteiligten Gruppen zu schaffen. Werden Ziele klar definiert und von allen akzeptiert ist die Wahrscheinlichkeit eines Projekterfolges bzw. einer Produktumsetzung wesentlich höher. Wird auf die Definition von gemeinsamen Zielen verzichtet so läuft man in Gefahr Ressourcen zu verschwenden. Entweder werden so viele Features aufgenommen, so dass der Zeitrahmen nicht eingehalten werden kann oder der finanzielle Rahmen wird gesprengt und diese zusätzlichen Leistungen werden vom Kunden nicht bezahlt. Als weitere Möglichkeit kann ein Produkt entstehen welches weder den Vorstellungen noch den Qualitätsansprüchen des Kunden entspricht. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig gemeinsame Ziele zu definieren und hier so wenig wie möglich Interpretationsspielraum für alle beteiligten Gruppen zu ermöglichen. Um dieser Problematik entgegen zu wirken sind die Anforderungen nach Markt und Kunden zu richten. Eine Anforderungsermittlung liefert folgende Ergebnisse:
Vision des Projekts oder des Produkts
Bedürfnisse und Erwartungen an das Projekt
Kontext und Randbedingungen
Dokumentierte Anforderungen als gemeinsame Basis für Marketing, Entwicklung und Kunden [Ebe14]
Damit die aufgelisteten Ergebnisse erarbeitet werden können, sind für die Anforderungsermittlung folgende Einflüsse prägend und sollten nicht außer Acht gelassen werden. Im Zuge der Ermittlung der Anforderungen stellen sich sehr viele Fragen.
1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Notwendigkeit von Requirements Engineering in österreichischen KMUs.
2. THEORIE: Vermittelt das notwendige Basiswissen über Methoden, Werkzeuge und Prozesse des Requirements Engineerings sowie eine Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung von KMUs.
3. PRAXIS: Analysiert die Ergebnisse einer qualitativen Expertenbefragung in zwölf IT-Unternehmen hinsichtlich der praktischen Umsetzung und des Nutzens von Anforderungsmanagement.
4. CONCLUSIO: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Requirements Engineering einen positiven Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg von IT-KMUs leisten kann.
Anforderungsmanagement, Anforderung, Requirements Engineering, KMU, Wirtschaftlicher Erfolg, IT-Branche, Qualität, Risiko, Chancen, Stakeholder, Prozessoptimierung, Kostenreduktion, Österreichische Wirtschaft, Qualitative Analyse, Softwareentwicklung
Die Arbeit untersucht die Relevanz und den praktischen Einsatz von Requirements Engineering (RE) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der österreichischen IT-Branche.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Konzepte des RE, die wirtschaftliche Bedeutung und Struktur der österreichischen KMU-Landschaft sowie die praktische Anwendung von Methoden und Werkzeugen.
Die Forschungsfrage lautet, ob Requirements Engineering für IT-KMUs in Österreich sinnvoll ist oder als sinnlose und unnötige Belastung empfunden wird.
Es wurde ein zweigeteilter Ansatz gewählt: eine fundierte theoretische Literaturanalyse kombiniert mit einer qualitativen empirischen Studie in Form von zwölf Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theorieteil zu RE-Prozessen und KMU-Kennzahlen sowie einen Praxisteil, der die Analyse der erhobenen Experteninterviews darstellt.
Wichtige Schlagworte sind Requirements Engineering, Anforderungsmanagement, Wirtschaftlicher Erfolg, IT-KMU, Prozessqualität und Stakeholder-Analyse.
Die Studie deutet darauf hin, dass bei Einführung des Grundgerüsts von RE mit einem Mehraufwand von etwa 5 bis 10 % zu rechnen ist, dem jedoch eine erhebliche Reduktion der Gesamtkosten durch vermiedene Nacharbeiten gegenübersteht.
Aufgrund fehlender interner Strukturen und Wissensdefizite zeigt die Arbeit ein großes Potenzial für externe Berater auf, KMUs beim Aufbau eines für sie zugeschnittenen RE-Systems zu unterstützen.
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