Wissenschaftliche Studie, 2003
28 Seiten, Note: 2,3
1 Fragestellung
2 Hypothesen
3 Variablen und Datenaufbereitung
4 Das Modell mit mehreren unabhängigen Variablen
5 Analyse
6 Fazit
7 Literatur
Diese Abschlussarbeit untersucht den Einfluss der Mediennutzung auf die Zukunftserwartungen von Ost- und Westdeutschen sowie die Bedeutung des politischen Interesses in diesem Kontext. Ziel ist es, durch multivariate Regressionsanalysen zu prüfen, ob gruppenspezifische Unterschiede bei der Wahrnehmung der eigenen Lebenssituation und der wirtschaftlichen Lage auf unterschiedliche Mediennutzungsmuster zurückzuführen sind.
Die Menschen im Osten haben ein anderes Mediennutzungsverhalten
„Ost-West-Unterschiede des Medienverhaltens sind als Zeichen einer weiterhin differenten Lebenskultur zweier Teilgesellschaften in beachtlichem Maße ausgeprägt. Im Osten existiert die übergreifende Orientierung auf das Fernsehen als eine Art ‚Leitmedium’, hinter dem die Zuwendungen zu Zeitungen und Zeitschriften deutlich zurück bleiben.“
Das Fernsehen ist, abgesehen von den Dritten und einigen Lokalsendern, überregional. Zeitungen sind entweder Lokal oder mit Lokalteil versehen. Lokale Medien prägen - als Spiegel des regionalen Geschehens - hierbei eher die lokale Selbstwahrnehmung als national tätige Medien es tun. Doch haben Menschen im Osten ein anderes Mediennutzungsverhalten welches diese Selbstwahrnehmung verzerren könnte?
Eine Untersuchung der Wichtigkeit von Programmsparten und der Programmspartenkompetenz der Sender mittels multivariater Verfahren zeigt, dass neben den soziodemographischen Variablen wie Alter, Geschlecht und sozialer Status vor allem die unterschiedlichen materiellen Lebensbedingungen in Ost und West das abweichende Fernsehverhalten erklären.
Das Medienverhalten spiegelt die unterschiedliche Mediensozialisation in den alten und neuen Bundesländern wider.
1 Fragestellung: Einleitung in die Problematik unterschiedlicher Zukunftserwartungen im Ost-West-Vergleich und die mögliche Prägung durch Medien.
2 Hypothesen: Herleitung der Annahmen über den Einfluss von Mediennutzung und politischem Interesse auf die Einschätzung der wirtschaftlichen und persönlichen Lebenssituation.
3 Variablen und Datenaufbereitung: Erläuterung der verwendeten Datengrundlage aus der Forsa-Studie 1998 und Definition der abhängigen und unabhängigen Variablen für die Regressionsmodelle.
4 Das Modell mit mehreren unabhängigen Variablen: Grafische und inhaltliche Darstellung der Wirkungszusammenhänge zwischen Medienkonsum, politischem Interesse und Zukunftseinschätzungen.
5 Analyse: Deskriptive Betrachtung der Datensätze sowie Durchführung und Interpretation der multivariaten Regressionsanalysen.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der aufgestellten Hypothesen basierend auf den statistischen Ergebnissen.
7 Literatur: Verzeichnis der für die Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.
Mediennutzung, Ost-West-Vergleich, Zukunftserwartungen, Selbstwahrnehmung, Forsa-Studie, Politische Willensbildung, Regionale Medien, Multivariate Regression, Mediensozialisation, Wirtschaftliche Lage, Politisches Interesse, Nachrichtensendungen, Zeitungslesen.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Mediennutzung und den Erwartungen an die Zukunft bei Ost- und Westdeutschen.
Im Zentrum stehen die Mediennutzung (Fernsehen und Zeitungen), das politische Interesse und die Bewertung der wirtschaftlichen bzw. persönlichen Lebensverhältnisse.
Ziel ist es zu klären, ob sich unterschiedliche Mediennutzungsmuster (lokal vs. überregional) statistisch signifikant auf die Zukunftserwartungen der Bevölkerungsgruppen auswirken.
Die Autorin verwendet eine Sekundäranalyse von Daten der Forsa-Studie 1998, ergänzt durch multivariate Regressionsanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Hypothesenbildung, die methodische Aufbereitung der Variablen, die deskriptive Analyse der Daten sowie die Durchführung der Regressionsmodelle.
Wichtige Begriffe sind Mediensozialisation, Zukunftserwartungen, Ost-West-Vergleich und multivariate statistische Analyse.
Im Osten zeigt sich, dass häufigeres Zeitungslesen mit einem gewissen Optimismus korreliert, was auf die hohe Relevanz regionaler Medien zurückgeführt wird.
Entgegen der ursprünglichen Vermutung konnte kein positiver Effekt durch häufiges Nachrichtensehen nachgewiesen werden; teilweise korreliert es sogar mit pessimistischeren Einschätzungen.
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