Wissenschaftliche Studie, 2003
61 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Rolle von Prognosen bei Bundestagswahlen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Prognose
2.1.2 Umfrage
2.1.3 Hochrechnung und amtliches Endergebnis
2.2 Einfluss von Umfrageergebnissen
2.2.1 Manipulation durch veröffentlichte Umfrageergebnisse?
2.2.2 Einfluss auf Wahlentscheidung
2.2.3 Einfluss auf Wahlbeteiligung
2.2.4 Einflüsse auf Bundestagswahlkampf 2002
3 Prognosen und Ursachen im Bundestagswahlkampf 2002
3.1 Hinleitung
3.2 Konzeption der Inhaltsanalyse
3.3 Hypothesen
3.4 Operationalisierung
3.4.1 Medienauswahl
3.4.2 Zeitraum und Stichprobe
3.4.3 Analyseeinheit
3.4.4 Variabeln
3.4.5 Erkenntnisse aus Pre-Test
3.5 Auswertung
3.5.1 Politiker
3.5.2 Wähler
3.5.3 Journalisten, Institute und Experten
3.6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht inhaltsanalytisch, welche Ursachen von verschiedenen Akteuren (Politiker, Journalisten, Experten) in der Presse angeführt wurden, um Veränderungen der Umfragewerte im Bundestagswahlkampf 2002 zu erklären. Dabei soll geklärt werden, wie mediale Akteure das "Kopf-an-Kopf-Rennen" interpretieren und welche Faktoren zur Erklärung dieser Dynamik herangezogen werden.
3.2 Konzeption der Inhaltsanalyse
In diesem inhaltsanalytischen Teil sollen gezielt solche Aussagen von Politikern, Journalisten und Experten untersucht werden, welche sich mit Umfrageergebnissen des Bundestagswahlkampfes 2002 beschäftigen. Es soll gezeigt werden, welche unterschiedlichen Ursachen diese Akteure angeben, um Veränderungen im Stimmungsbild zu begründen. Es geht somit nicht darum, die tatsächlichen Gründe hierfür herauszufinden, sondern solche Gründe die vorgebracht, also für wichtig befunden und in der Öffentlichkeit kommuniziert wurden. Auch geht nicht darum, damalige Wirkungsprozesse sichtbar zu machen.
Interessant ist jedoch nicht die Ursachenbegründung einzelner Personen, sondern von Personengruppen. Hierzu werden die Äußerungen unterschiedlichen Sprechertypen zugeordnet. Über die Kumulation der Erklärungen der Sprecher soll ein Zahlenwerk entstehen, welches die Gemeinsamkeiten oder die Unterschiede von Ursachenbegründungen darstellt. Gruppenunterschiede, Zusammenhänge verschiedener Merkmale und dominierende Erklärungsrichtungen sollen aufgezeigt werden.
So kann das dahinterliegende „theoretische Konstrukt der Ursachenbegründung“ anhand empirischer Daten überprüft werden können. Die Ereignisse, welche zu einer Änderung der Wahlabsicht führen und damit als Ursachenbegründungen angeführt werden können, sind vielfältiger, als in anderen Lebensbereichen (z.B. im Sport), kommen plötzlich und sind von Wahl zu Wahl veränderlich. So kann theoretisch jedes Ereignis auf der Welt irgendwie zur Ursache werden, mit der eine Veränderung begründet werden kann.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Meinungsforschung im Bundestagswahlkampf und definiert das Ziel der Arbeit, die Einflüsse auf Umfrageergebnisse aus zwei Perspektiven zu betrachten.
2 Die Rolle von Prognosen bei Bundestagswahlen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe der Umfrageforschung und diskutiert theoretische Ansätze zum Einfluss von Umfragen auf Wahlentscheidung, Wahlbeteiligung und den spezifischen Verlauf des Wahlkampfes 2002.
3 Prognosen und Ursachen im Bundestagswahlkampf 2002: Der Hauptteil beschreibt die Konzeption und Operationalisierung der inhaltsanalytischen Untersuchung, stellt Hypothesen auf und präsentiert die Ergebnisse der Auswertung für Politiker, Wähler sowie Journalisten und Experten.
Bundestagswahlkampf 2002, Umfrageergebnisse, Meinungsforschung, Inhaltsanalyse, Ursachenzuschreibung, Wahlverhalten, Medienberichterstattung, Horse-Race-Journalismus, Spitzenpolitiker, Journalisten, Demoskopie, Sonntagsfrage, Wahlausgang, Wahlkampf.
Die Arbeit untersucht, wie mediale Akteure und Politiker die Dynamik der Umfragewerte während des Bundestagswahlkampfes 2002 interpretiert und erklärt haben.
Im Mittelpunkt stehen die Ursachenzuschreibungen für Veränderungen in der Wählergunst, insbesondere unter Berücksichtigung des sogenannten Horse-Race-Journalismus.
Das Ziel ist die inhaltsanalytische Untersuchung der Begründungsmuster für Stimmungsschwankungen in Umfragen durch verschiedene Akteure.
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von drei Zeitungen (FAZ, Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung) im Zeitraum vom 01.09.2002 bis 23.09.2002 durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption und die anschließende Auswertung der Äußerungen von Politikern, Wählern, Journalisten und Experten zu den Ursachen von Umfrageveränderungen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Bundestagswahlkampf, Demoskopie, Inhaltsanalyse, Umfrageergebnisse und Ursachenzuschreibung definieren.
Es zeigten sich deutliche Unterschiede: Während bei der FAZ ein hoher Anteil der Ursachenerklärungen auf der Titelseite erschien, war dies bei der Süddeutschen Zeitung kaum der Fall.
Sonderthemen wurden unterschiedlich stark als Begründungsmuster genutzt; das Hochwasser spielte für Journalisten eine größere Rolle als für die großen Parteien, die dieses Thema eher mieden.
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