Masterarbeit, 2009
132 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Hintergrundentwicklungen und Zusammenhänge
2.1 Struktureller Wandel der Gesellschaft am Beispiel von Globalisierung
2.2 Der Zusammenhang von HipHop und Globalisierung
3. Die Kulturwirtschaft in Deutschland
3.1. Der Stellenwert von Arbeit für den Menschen
3.2 Die Struktur von Kulturberufen
3.3 Die Organisation von Berufen in der Kulturwirtschaft
4. Die deutsche Musikwirtschaft
4.1 Theoriegeleitete Einführung in das Thema „Musikwirtschaft“
4.2 Zahlen und Fakten zur Musikwirtschaft in Deutschland
4.3 Die Struktur der Plattenmärkte
4.4 Die Funktion von Medien für eine Rap-Karriere
4.5. Entwicklungschancen von Rappern, die eine kommerzielle Karriere anstreben
5. Der Ursprung, die Geschichte und die Struktur von HipHop und Rap
5.1 Die Szene als posttraditionale Form der Gemeinschaftsbildung von Jugendlichen am Beispiel von HipHop
5.2 Die Ursprünge von HipHop und Rap in den USA
5.3 Der kommerzielle Durchbruch von Rap in den USA
5.4 Der Entstehungshintergrund und die Geschichte von HipHop und Rap in Deutschland
6. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rap-Karriere in Deutschland aus Akteursperspektive
6.1 Die Funktion von Identität bei Rappern
6.2 Die Rolle von kulturellem und sozialem Kapital für eine Rap-Karriere
6.3 Der Umgang mit Sprache in Rap-Texten
6.4 Die Rolle des Geschlechts bei der Karriere-Gestaltung im Rap
7. Empirischer Teil
7.1 Methodik
7.2 Begründung der Auswahl der Experten und Vorstellung dieser Interviewpartner
7.3 Die Auswertung der Interviews
8. Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen und Entwicklungsperspektiven für eine kommerziell erfolgreiche Rap-Karriere in Deutschland. Dabei wird analysiert, welche Rolle Identität, soziales und kulturelles Kapital, Sprachwahl sowie das Geschlecht im Kontext einer von Männern dominierten Kultur spielen und wie sich diese Faktoren in einem durch Globalisierung und Digitalisierung geprägten Musikmarkt auswirken.
2.1 Struktureller Wandel der Gesellschaft am Beispiel von Globalisierung
In den Medien ist immer wieder davon zu lesen, dass die Gesellschaften im 21. Jahrhundert im Zeitalter der Globalisierung leben. Noch gegen Ende der 80er Jahre fand der Begriff in der Fachliteratur keinerlei Beachtung (vgl. Bemerburg/Niederbacher 2007: 7). Aber in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen wird dieses Thema seitdem immer wieder aufgegriffen und diskutiert. Dementsprechend facettenreich sind auch die Definitionen dieses Begriffes. Globalisierung kann, je nach wissenschaftlicher Disziplin, aus unterschiedlichen Perspektiven definiert werden. Dabei werden oft die ökonomischen Aspekte in den Vordergrund gestellt. Das könnte den Anschein erwecken, dass es sich dabei um etwas handelt, das vor allem wirtschaftlich gesehen eine große Wirkkraft und einen ebenso hohen Stellenwert hat.
Viele Indizien untermauern den Stellenwert, der dieser Facette von Globalisierung eingeräumt wird. Der weltweite Export verdreifachte sich zwischen 1981 und 2001 von ca. 2.031 auf 6.112 Mrd. Dollar (vgl. Hirsch-Kreinsen 2005: 217). Parallel dazu erhöhte sich das Volumen der internationalen Direktinvestitionen ins Ausland von ca. 54 auf rund 621 Mrd. Dollar. Doch damit wird der Blick einseitig auf die wirtschaftlichen Aspekte dieses Prozesses gelenkt. Die Entwicklung erfasst nahezu alle Lebensbereich des Menschen. Die Qualität des Phänomens lässt sich grob in sechs Dimensionen unterteilen: Technologie, Ökonomie, Politik, Soziales, Kultur und Ökologie (vgl. Kromer 2008: 77). Laut Anthony Giddens gibt es drei Eigentümlichkeiten, die der Globalisierung innewohnen. Als ersten Punkt nennt er die räumlich-zeitliche Ausdehnung von sozialen Beziehungen zwischen unterschiedlichsten Orten und deren spezifischen Handlungssituationen. Im zweiten Punkt verweist er auf die fortlaufende Intensivierung der sozialen Beziehungen zwischen verschiedenen Lokalitäten. Drittens zeigen, laut Giddens, auch die bestehenden Wechselwirkungen zwischen den voneinander entfernten Plätzen, wie Globalisierung im 21. Jahrhundert funktioniere. Allgemein spielt die Beschreibung darauf an, dass Ereignisse durch Vorgänge geprägt werden können, die sich an viele Kilometer voneinander entfernten Örtlichkeiten abspielen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftlichen Herausforderungen der Musikbranche und führt die zentrale Forschungsfrage ein, welche Voraussetzungen für eine Rap-Karriere in Deutschland entscheidend sind.
2. Hintergrundentwicklungen und Zusammenhänge: Dieses Kapitel erläutert den gesellschaftlichen Strukturwandel durch Globalisierung und setzt HipHop sowie Rap in den Kontext der globalen Kulturökonomie.
3. Die Kulturwirtschaft in Deutschland: Es wird die besondere Rolle von Kulturberufen im Erwerbssystem untersucht und das Konzept des Arbeitskraftunternehmers auf die Tätigkeit von Rappern übertragen.
4. Die deutsche Musikwirtschaft: Das Kapitel analysiert die Struktur des deutschen Musikmarktes, die Bedeutung der Internet-Vermarktung und die Funktion von Medien für den kommerziellen Erfolg.
5. Der Ursprung, die Geschichte und die Struktur von HipHop und Rap: Hier werden die historischen Wurzeln der HipHop-Kultur in den USA und Deutschland sowie die soziologische Bedeutung der Szene als Gemeinschaftsform dargestellt.
6. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rap-Karriere in Deutschland aus Akteursperspektive: Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Identität, kulturellem Kapital, Sprache und Geschlecht für den Karriereverlauf von Rappern.
7. Empirischer Teil: Im empirischen Teil werden Experteninterviews ausgewertet, um die theoretischen Annahmen zu validieren und spezifische Erfolgsfaktoren in der Praxis zu identifizieren.
8. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, um abschließend die Erfolgsfaktoren für eine Rap-Karriere – wie Talent, Medienpräsenz und Netzwerkbildung – zu resümieren.
HipHop, Rap-Karriere, Musikwirtschaft, Globalisierung, Arbeitskraftunternehmer, Kulturwirtschaft, Identität, kulturelles Kapital, soziale Netzwerke, Marketing, Medialisierung, Musikindustrie, Geschlechterhierarchie, Karriereplanung, empirische Untersuchung.
Die Arbeit analysiert die Bedingungen, unter denen ein Rapper in Deutschland heute kommerziell erfolgreich werden kann, und betrachtet dabei sowohl wirtschaftliche als auch soziologische Faktoren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Musikwirtschaft, den Strukturen von HipHop als Subkultur, dem Arbeitskonzept des "Arbeitskraftunternehmers" sowie dem Einfluss von Medien und Netzwerken auf den Markterfolg.
Das Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren für Rapper zu identifizieren und die Frage zu beantworten, wie ein Musiker im heutigen, von Globalisierung und Digitalisierung geprägten Umfeld, eine nachhaltige Karriere aufbauen kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch soziologische Konzepte (z.B. Bourdieu, Butler) sowie einer empirischen Untersuchung mittels leitfadengestützter Experteninterviews mit Vertretern der Musikindustrie und Rappern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über Kulturberufe und die Musikindustrie sowie eine detaillierte Analyse der Akteursperspektive, einschließlich Themen wie Identität, Sprachwahl und der geschlechtsspezifischen Dynamiken im Rap.
Neben HipHop und Musikwirtschaft sind dies vor allem Identität, kulturelles Kapital, Globalisierung und Karriereplanung.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Rap eine männlich dominierte Kultur mit festgefahrenen Rollenbildern ist, in der Frauen oft auf Klischees reduziert werden, was den Markteintritt und die Akzeptanz als Rapperin erschwert.
Die Arbeit betont, dass das Internet (insbesondere soziale Netzwerke und Plattformen) heutzutage das essenzielle Marketing-Element für jeden Rapper darstellt, da traditionelle Radio-Airplays für Newcomer schwer zu erreichen sind.
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