Bachelorarbeit, 2013
70 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung
2 Grundlagen
2.1 Funktion und Bedeutung der Kapitalkosten
2.2 Die Effizienzmarkthypothese
2.3 Das Capital Asset Pricing Model
2.4 Die Arbitrage Pricing Theory
3 CAPM, APT und die Effizienzmarkthypothese in der Diskussion
3.1 Wissenschaftliche Diskussion
3.1.1 Theoretische Fundierung der Modelle
3.1.2 Empirische Untersuchungen
3.2 Nutzbarkeit der Modelle in der Praxis
4 Implied Cost of Capital als zukunftsorientierte Alternative zu CAPM und APT
5 Kritische Würdigung
6 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des Capital Asset Pricing Model (CAPM) und der Arbitrage Pricing Theory (APT) als Modelle zur Bestimmung von Kapitalkosten. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Auseinandersetzung mit der theoretischen Fundierung, der empirischen Validität und der praktischen Nutzbarkeit dieser Modelle vor dem Hintergrund effizienter Märkte.
3.1.1 Theoretische Fundierung der Modelle
An economist, an engineer and a chemist were stranded together on a desert island with a large tin of ham but no tin opener. After various exercises in applied science by the engineer and chemist aimed at opening the tin, they turned to the economist who all the while had been wearing a superior smile. "What would you do?" they asked, "let us assume we have a tin opener", came the unruffled reply (D.P. O'Brian: Inaugural lecture - the University of Durham, zitiert nach: Ryan, 1982, S. 443).
Das CAPM und die APT basieren zweifelsohne auf einigen unrealistisch erscheinenden Annahmen. Schon Sharpe (1964, S. 434) und Lintner (1965, S. 25) waren sich dessen bewusst. Besonders relevant und diskussionswürdig sind in diesem Zusammenhang die Annahmen eines effizienten Marktes und perfekt diversifizierter Anleger, welche im Falle des CAPM zudem allesamt das gleiche Portfolio an riskanten Wertpapieren halten. Auch die Annahme, dass Investoren generell risikoavers sind und rein rationale Entscheidungen treffen, die allein darauf abzielen, ihren finanziellen Nutzen zu maximieren, ist fragwürdig. Gerade die im CAPM angenommene μσ-Entscheidungsregel scheint bei der Komplexität der realen Entscheidungssituation diskussionswürdig. Bevor die drei Stufen der Effizienz und die empirischen Tests der Asset-Pricing Modelle näher betrachtet werden, sollen in diesem Teil der Arbeit die Annahmen der Modelle diskutiert werden. Hierbei wird untersucht, inwieweit sich die Theorie mit den tatsächlichen Marktbedingungen vereinbaren lässt.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz der Kapitalkosten für die Unternehmenspraxis und führt in die Kritik am CAPM und der APT ein.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente des CAPM, der APT sowie die Hypothese effizienter Märkte dargestellt und abgegrenzt.
3 CAPM, APT und die Effizienzmarkthypothese in der Diskussion: Dieses zentrale Kapitel analysiert kritisch die theoretischen Annahmen, diskutiert empirische Studienergebnisse und beleuchtet die Nutzbarkeit der Modelle in der Praxis.
4 Implied Cost of Capital als zukunftsorientierte Alternative zu CAPM und APT: Es wird der ICC-Ansatz vorgestellt, der zukunftsorientierte Daten nutzt, um die Schwächen vergangener Rendite-Proxys zu vermeiden.
5 Kritische Würdigung: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die wissenschaftliche Forschungsweise kritisch und beantwortet die initial gestellten Forschungsfragen.
6 Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel liefert eine prägnante Übersicht der wesentlichen Erkenntnisse der Bachelorarbeit.
Kapitalkosten, CAPM, APT, Effizienzmarkthypothese, Wertorientiertes Management, Behavioural Finance, Implied Cost of Capital, Beta-Faktor, Marktanomalien, Unternehmensbewertung, Kapitalmarktgleichgewicht, Risikoanpassung, Portfoliotheorie, Empirische Validität, Finanzwissenschaft.
Die Arbeit widmet sich der kritischen Prüfung von Kapitalkostenmodellen, insbesondere des CAPM und der APT, und untersucht deren Anwendbarkeit in der Unternehmenspraxis sowie ihre wissenschaftliche Belastbarkeit.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Modelle, die Diskussion der Effizienzmarkthypothese, die kritische Würdigung empirischer Anomalien sowie die Herausforderungen bei der Bestimmung von Kapitalkosten in der Unternehmensführung.
Das Ziel ist es, den Stellenwert wissenschaftlicher Kritik für die Unternehmenspraxis zu evaluieren. Dabei soll geklärt werden, welches Modell für die Praxis am besten geeignet ist und in welche Richtungen sich die zukünftige Forschung konzentrieren sollte.
Es erfolgt eine fundierte Literaturanalyse und der Vergleich verschiedener theoretischer Ansätze (CAPM, APT, ICC) sowie eine kritische Auswertung empirischer Studien und Umfrageergebnisse aus der Finanzpraxis.
Im Hauptteil werden die Modelle CAPM und APT theoretisch eingeführt, ihre Annahmen (z.B. Rationalität, Markteffizienz) hinterfragt, die empirische Beweislage anhand von Anomalien diskutiert und schließlich die ICC als zukunftsorientierte Alternative analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalkosten, Markteffizienz, Risiko, Behavioural Finance, CAPM, APT und Implied Cost of Capital definiert.
Der Autor steht der unreflektierten Suche nach statistischen Zusammenhängen ("data mining") sehr kritisch gegenüber, da diese häufig zu zufälligen Ergebnissen führen, die keine robuste Aussagekraft für die Zukunft besitzen.
Der Autor konstatiert, dass die Dominanz des CAPM in der Praxis vor allem auf die einfache theoretische Herleitung, die leichte Anwendbarkeit und die hohe Nachvollziehbarkeit zurückzuführen ist, die es für Entscheider in Unternehmen und Business Schools attraktiv macht.
Die Forschung soll sich stärker an den Bedürfnissen der Unternehmenspraxis orientieren, anstatt sich in abstrakter Mathematisierung und ökonometrischen Modellen zu verlieren, die kaum Mehrwert für reale Unternehmensentscheidungen bieten.
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