Bachelorarbeit, 2013
105 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Definitionen und Begriffsabgrenzungen
2.1 Corporate Social Responsibility (CSR)
2.2 Corporate Citizenship (CC)
2.3 Corporate Sustainability (CS)
3 CSR – Theorien
3.1 M. Friedman: Shareholder-Theorie
3.2 R.E. Freeman: Stakeholder-Theorie
3.3 A.B. Caroll: CSR-Pyramide
4 Einflussfaktoren und Erfolgswirkungen von CSR
4.1 Moralische Beweggründe
4.2 Externe und interne Einwirkungen auf Unternehmen
4.2.1 Unternehmenscharakteristika und Geschäftsumfeld
4.2.2 Einfluss von Anspruchsgruppen
4.3 CSR als Erfolgsfaktor
4.3.1 Außerökonomische Erfolgswirkungen
4.3.1.1 Image- und Soziale Ziele: Macht, Prestige und Bekanntheitsgrad
4.3.1.2 Positive Reputation, Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung
4.3.1.3 Gesellschaftspolitische Ziele
4.3.1.4 Risikoabbau
4.3.1.5 Produkt- und Prozessinnovation
4.3.2 Ökonomische Erfolgswirkungen
4.3.2.1 Wettbewerbsvorteile und Resource Based View
4.3.2.2 Kostensenkungen
4.3.2.3 Steigerung der finanziellen Performance
4.4 Problematik eines CSR-Engagements
4.4.1 Finanzieller und zeitlicher Aufwand
4.4.2 Zieldefinition, Instrumentalisierung und Erfolgsmessung
4.4.3 Fehlende Unterstützung durch Anspruchsgruppen
5 Fazit
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Corporate Social Responsibility (CSR) einen tatsächlichen Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen darstellt und welche betriebswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemstellungen mit einer solchen Strategie verknüpft sind.
4.3.1.2 Positive Reputation, Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung
Die Reputation eines Unternehmens gehört zum immateriellen Vermögen und ist Teil des Unternehmenswertes. Sie reflektiert, wie ein Unternehmen von seinen Anspruchsgruppen unter Berücksichtigung vergangener und angehender Faktoren wahrgenommen wird und hängt stark von den jeweiligen Stakeholdern, wie z.B. Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren, ab, die als sozio-kulturelles Umfeld bezeichnet werden. Die vier Dimensionen Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Verantwortung kennzeichnen eine positive Reputation.
Durch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung kann eine Ausweitung der Reputation und demzufolge eine steigende positive Wahrnehmung erreicht werden. Zudem kann eine Steigerung des Ansehens die Rentabilität positiv beeinflussen. Die Bestimmung essentieller Werte in der Unternehmensphilosophie ist für eine nachhaltige Wahrung von Reputation unumgänglich. Dabei werden die grundlegenden Werte eines Unternehmens, die nicht nur in einem Unternehmensleitbild niedergeschrieben sind, sondern auch gelebt werden, in anwendungsbezogenen Tätigkeiten präzisiert und mit den Stakeholdern kommuniziert. Hierzu ist wiederum ein gut funktionierendes Kommunikationsmanagement von großer Bedeutung. Zudem spielt die Glaubwürdigkeit eine große Rolle, wenn es darum geht, das Ansehen des Unternehmens bei den Anspruchsgruppen zu verstärken.
Da Stakeholder die Reputation eines Unternehmens stark beeinflussen können, werden im Folgenden ausgewählte Interessengruppen im Zusammenhang mit Reputation beschrieben.
Die Mitarbeiter sind das wichtigste Bindeglied zwischen der Gesellschaft und dem jeweiligen Unternehmen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen und Definition der zentralen Forschungsfrage.
2 Definitionen und Begriffsabgrenzungen: Klärung der Begriffe CSR, Corporate Citizenship und Corporate Sustainability sowie Abgrenzung der Konzepte.
3 CSR – Theorien: Überblick über theoretische Ansätze, insbesondere Shareholder-Theorie, Stakeholder-Theorie und die CSR-Pyramide nach Carroll.
4 Einflussfaktoren und Erfolgswirkungen von CSR: Detaillierte Untersuchung von Motiven, Einflussgruppen sowie außerökonomischen und ökonomischen Auswirkungen von CSR-Maßnahmen.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der CSR-Erfolgsfaktoren und Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts.
6 Ausblick: Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe bezüglich der Kausalität zwischen CSR und unternehmerischem Erfolg.
Corporate Social Responsibility, CSR, Stakeholder-Theorie, Shareholder-Value, Reputation, Mitarbeitermotivation, Unternehmensethik, Nachhaltigkeit, Wettbewerbsvorteil, CSR-Management, Risikomanagement, Innovationskraft, Wertschöpfungskette, Unternehmensführung, Erfolgswirkung
Die Arbeit untersucht, ob CSR ein valider Erfolgsfaktor zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ist oder ob damit signifikante Probleme und Risiken einhergehen.
Neben der CSR werden die Shareholder-Theorie nach Friedman, die Stakeholder-Theorie nach Freeman und das Pyramidenmodell nach Carroll als zentrale theoretische Säulen analysiert.
Das Ziel ist eine ganzheitliche Darstellung des Stellenwerts von CSR, unter Einbeziehung sowohl der Chancen als auch der Grenzen in der Praxis.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Studien sowie der Analyse von Praxisbeispielen, um Zusammenhänge zwischen CSR und unternehmerischem Erfolg aufzuzeigen.
Im Hauptteil werden Einflussfaktoren, moralische Beweggründe, ökonomische sowie außerökonomische Erfolgswirkungen und die Problematik bei der Implementierung von CSR-Maßnahmen intensiv erörtert.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine starke Orientierung an Stakeholder-Interessen, die Verknüpfung von Ethik und Ökonomie sowie die kritische Reflexion von CSR-Messinstrumenten aus.
Mitarbeiter werden als zentrale Anspruchsgruppe identifiziert; CSR-Maßnahmen dienen hierbei als Instrument zur Steigerung der Motivation, Zufriedenheit und Bindung an das Unternehmen.
Die Messbarkeit wird kritisch gesehen, da "weiche" soziale Faktoren schwer quantifizierbar sind und oft keine einheitlichen Indikatoren für den ökonomischen Mehrwert existieren.
Bei mangelnder Systematik oder unangemessener Kommunikation droht CSR als reine Kostenstelle wahrgenommen zu werden, was zu Imageschäden oder internen Widerständen führen kann.
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