Diplomarbeit, 2004
90 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Politischer Konsum - ein Mittel politischer Partizipation?
2.1. Definition politischen Konsums
2.2. Konsumieren und Wählen – neue politische Partizipation
3. Die Konsumgesellschaft
3.1 Definition von Konsum und Konsumgesellschaft
3.2 Gesellschaftliche Veränderungen
3.2.1. Politische, soziale und ökonomische Entwicklungen hin zur Konsumgesellschaft
3.2.2. Individualisierung
3.2.3. Veränderung der Öffentlichkeit
3.2.4. Verschmelzung des Politischen und des Unpolitischen
3.3. Philosophische Betrachtung des Konsums
3.3.1. Übersicht über Konsumtheorien
3.3.2. Die Auflösung sozialer Klassen durch den Konsum?
3.3.3. Symbolik des Konsums
3.4. Die Entwicklung des politischen Konsums
4. Politische Kultur und politischer Konsum
4.1. Politische Kultur als Grundlage politischer Partizipation
4.2. Indikatoren politischer Kultur: Sozialkapital und politisches Kapital
4.2.1. Politisches Kapital: Das Verhältnis der Bürger zu den Institutionen
4.2.2. Sozialkapital
4.2.3. Neue Soziale Bewegungen – neues politisches und soziales Kapital
4.3. Politischer Konsum, politisches Kapital und Sozialkapital
4.4. Konsumentenboykotte als Mittel politischer Konsums
4.4.1. Definition des Boykotts
4.4.2. Fehlende Kontrolle von Boykotten
5. Politischer Konsum aus der wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive
5.1. Ökonomische Grundlagen des Konsums
5.2. Politischer Konsum – Eine Frage des Marketings?
5.2.1. Der Neue Konsument
5.2.3. Cause-related Marketing
5.2.3. Exkurs: Regelungen der UNO und EU
6. Beispiele politischer Konsummöglichkeiten
6.1. Mecca Cola – « Ne buvez pas stupide, buvez engagé !»
6.2. IQ4you – Wasser für die Förderung des Nachwuchssports
6.3. Das Krombacher Regenwald Projekt
6.4. The Body Shop
6.5. Two Wings
7. Politischer Konsum – eine Antwort auf die Globalisierung?
7.1. Die Globalisierung
7.2. Der technische Fortschritt – ein demokratisches Kernproblem?
7.3. Verantwortung und Ethik des Konsums
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit Konsumhandlungen als bewusstes Instrument politischer Partizipation fungieren können. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob politischer Konsum die klassische politische Beteiligung ergänzen oder gar ersetzen kann, insbesondere vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Wandlungsprozesse wie Individualisierung und Globalisierung.
Definition politischen Konsums
“Political consumers consider the market as an arena for politics and market actors as responsible for political and social development. They attach great importance to non-economic (political, ethical, and social) attitudes and values when choosing between products, producers, and services. Political consumers embed products and services in a complex context, the politics behind products. Political consumption reflects concerns about the need for responsibility taking in society, and it may possibly even represent a new arena and tool for citizen engagement in politics.”
In dieser Definition des politischen Konsumenten sprechen Michelle Micheletti und Dietlind Stolle die Kernelemente des politischen Konsums an: Der Markt wird als Arena für politisches, ethisches und soziales Handeln gesehen. Der politische Konsument ist sich seiner Verantwortung bewusst und versucht politische, ethische und soziale Überzeugungen über seine Konsumentscheidungen in den Markt mit einzubringen. Es findet also eine Vermischung der rationalen Ebene des Konsumenten und der politischen des Bürgers statt.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema des politischen Konsums als Trend und Untersuchungsmöglichkeit politischer Partizipation.
2. Politischer Konsum - ein Mittel politischer Partizipation?: Theoretische Verortung und Definition des politischen Konsums sowie Abgrenzung zu herkömmlichen Partizipationsformen.
3. Die Konsumgesellschaft: Analyse der soziologischen und ökonomischen Wurzeln der Konsumgesellschaft, inklusive Individualisierung und der Symbolkraft von Produkten.
4. Politische Kultur und politischer Konsum: Untersuchung der Grundlagen politischer Partizipation anhand von Sozialkapital und politischem Kapital sowie deren Bedeutung für neue soziale Bewegungen.
5. Politischer Konsum aus der wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive: Beleuchtung der Unternehmensseite, insbesondere wie Marketingkonzepte auf veränderte Konsumentenbedürfnisse reagieren.
6. Beispiele politischer Konsummöglichkeiten: Vorstellung konkreter Fälle wie Mecca Cola oder das Krombacher Regenwald Projekt.
7. Politischer Konsum – eine Antwort auf die Globalisierung?: Diskussion des politischen Konsums als potenzielle Antwort auf die durch Globalisierung und technischen Fortschritt hervorgerufenen Probleme.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit und Grenzen des politischen Konsums als Mittel demokratischer Partizipation.
Politischer Konsum, Politische Partizipation, Konsumgesellschaft, Sozialkapital, Politisches Kapital, Boykott, Corporate Social Responsibility, Cause-related Marketing, Individualisierung, Globalisierung, Bürgergesellschaft, Citizen Consumer, Neue Soziale Bewegungen, Marketingstrategie, Ethischer Konsum.
Die Arbeit analysiert, inwieweit modernes Konsumverhalten – also das gezielte Bevorzugen oder Meiden bestimmter Produkte aus ethischen oder politischen Gründen – als Form der politischen Teilhabe von Bürgern verstanden werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Konsumgesellschaft, der Bedeutung von Marken für die Identitätsbildung, dem Wandel politischer Kultur sowie der Rolle von Unternehmen und NGOs in einem globalisierten Markt.
Das Ziel ist es, den "politischen Konsumenten" zu definieren und zu prüfen, ob dessen Handeln ein ernstzunehmendes Instrument der Partizipation in einer Zeit darstellt, in der das Vertrauen in klassische politische Institutionen abnimmt.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, die politikwissenschaftliche Theorien der Partizipation mit soziologischen und ökonomischen Analysen der Konsumgesellschaft verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Konsumtheorien, politische Kultur), die wirtschaftliche Perspektive (Marketing, CSR) und die empirische Betrachtung anhand von Praxisbeispielen wie Mecca Cola oder Krombacher.
Zentrale Begriffe sind Politischer Konsum, Sozialkapital, Individualisierung, Globalisierung und der Wandel vom traditionellen "Customer" hin zum "Citizen Consumer".
Das Beispiel verdeutlicht die Strategie der "Cause-related Marketings", zeigt aber auch die rechtlichen und moralischen Probleme auf, wenn eine direkte Koppelung zwischen Konsum und sozialem Mehrwert werblich inszeniert wird, ohne eine klare reale Grundlage zu haben.
Die Globalisierung verlagert Macht vom Nationalstaat auf multinationale Konzerne. Politischer Konsum wird hier als ein Reaktionsmechanismus der Bürger gesehen, um auf die Schwächen globaler Märkte und das Versagen staatlicher Steuerungsmöglichkeiten zu antworten.
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