Masterarbeit, 2015
88 Seiten, Note: Sehr gut
Vorwort
Einleitung
1. Anthropologische Überlegungen zur Begründung einer Musikdidaktik
1.1 Mensch und Musik
1.1.1 Anthropologie und Musikdidaktik
1.1.2 Das Elementare Spiel – Spielräume öffnen
1.2. Carl Orff und das Elementare
1.3. Der reformpädagogische Ansatz
1.4. Musikerleben im neuronalen Netzwerk
1.5. Persönlichkeits-und Intelligenzentwicklung durch Musik
1.6. Musik und Lernen
1.7. Musik – mit allen Sinnen spielen
1.7.1. Der visuelle Sinn
1.7.2.Der auditive Sinn
1.7.3. Der taktile Sinn
1.7.4. Der vestibuläre und kinästhetische Sinn
1.8 Ganzheitliches Lernen mit Musik
1.8.1 Kind und Bewegung
1.8.2 Kind und Wahrnehmung
1.8.3 Kind und Stimme/Sprache
1.8.4 Kind und das Spiel auf elementaren Instrumenten
1.8.5 Kind und kreatives Gestalten
2. Musikpädagogische Konzepte in Anlehnung an anthropologische Dimensionen
2.1.Aussagen des österreichischen Lehrplans in Musikerziehung
2.1.1. Der Lehrplan für Musikerziehung in der Primarstufe
2.1.2 Der Lehrstoff für Musikerziehung in der Grundstufe 1 (6 bis 8 – Jährige)
2.1.3. Lehrstoff für Musikerziehung in der Grundstufe 2 (8 bis 10-Jährige)
2.1.4 Didaktische Grundsatzformulierungen
2.1.5. Musikerziehung als Aufgabe
2.1.6. Musikvermittlerische Aspekte des Lehrplans
2.2. Musikunterricht in der Unterrichtspraxis
2.2.1. Rahmenbedingungen und Organisationsmuster
2.2.2. Unterrichtsmaterialien im Musikunterricht
2.2.3. Spiel mit elementaren Instrumenten
2.2.4. Unterrichtsmethoden und Methodenvielfalt
2.2.5. Nachhaltigkeit einer Musikpädagogik
3. Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen
3.1. Curriculare Inhalte und Zielformulierungen in Musik
3.2. Ausbildung und Qualifikation im Bereich Musik an den Pädagogischen Hochschulen
3.2.1. Curriculum NEU
3.2.2. Schwerpunktausbildung im Curriculum NEU
3.2.3 Lehrerfortbildungen
3.2.4. Musik und Alltag
3.2.5. Weiterbildungsmaßnahmen
3.2.6. Erlernen eines Instruments
3.3. Vermitteln von musikalischen Grundkompetenzen
4. Musikvermittlung als Unterrichtsprinzip
4.1. Vermittlung und Unmittelbarkeit
4.1.1. Musikvermittlung – Zugänge zur Musik öffnen
4.1.2. Musikvermittlung in der musikpädagogischen Gegenwart
4.1.3. Musikvermittlung und soziale Kompetenz
4.1.4 Pädagoginnen und Pädagogen als Musikvermittler/Musikvermittlerinnen
5. Musikvermittlung in der Schulpraxis
5.1.1. Unterrichtsbeispiel 1
5.1.2. Unterrichtsbeispiel 2
6. Zusammenfassung
Diese Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten einer ganzheitlichen und nachhaltigen Musikvermittlung in der Primarstufe aufzuzeigen. Dabei wird untersucht, wie durch die Einbindung anthropologischer Dimensionen und einen handlungsorientierten Ansatz das musikalische Verständnis von Kindern gestärkt werden kann, um Musik als bereichernden Teil ihrer Lebenswelt zu etablieren.
1.2. Carl Orff und das Elementare
Der bedeutende und anerkannte Komponist und Elementardidaktiker Carl Orff prägte bereits 1932 folgenden Leitgedanken:
Die Musik fängt im Menschen an, und so die Unterweisung. Nicht am Instrument, nicht mit dem ersten Finger oder mit der ersten Lage, oder mit diesem oder jenem Akkord. Das Erste ist die eigene Stille, das In-sich-Horchen, das Bereit-Sein für die Musik, das Hören auf den eigenen Herzschlag oder Atem. So grundlegend sollte das Hinführen zur Musik beginnen, so allgemein, so umfassend, so von innen heraus, für Kinder wie für die Großen,.... Es sei, um alle Missverständnisse von vornherein auszuschließen, betont, dass hier von keiner musikalischen Fachbildung gesprochen wird, sondern von den Gegebenheiten und der grundlegenden Stufe, die dem eigentlichen Musikunterricht und aller Musikübung vorausgehen sollte, von der Vorbereitung, dem Weg zur Musik, und der ersten Rodung, die für jeden Menschen, dem Musik etwas bedeuten soll, gleich wichtig ist.
Zudem betonte er auch immer, dass es für ihn nicht um Musik allein ginge, sondern um „Menschenbildung“.
Seine Aussagen haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil! Heute haben die engen Zusammenhänge zwischen (Menschen-)Bildung und Musik wieder an Bedeutung gewonnen und werden in enge Beziehung zueinander gebracht.
1. Anthropologische Überlegungen zur Begründung einer Musikdidaktik: Dieses Kapitel betrachtet den Menschen als ein von Natur aus musikalisches Wesen und erläutert die Bedeutung von Sinneseindrücken und Spiel für die frühe kindliche Entwicklung.
2. Musikpädagogische Konzepte in Anlehnung an anthropologische Dimensionen: Es wird der österreichische Lehrplan analysiert und dargelegt, wie die dort verankerten Gestaltungsprinzipien in einen produktiven Musikunterricht überführt werden können.
3. Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen: Dieser Abschnitt beleuchtet die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sowie die Notwendigkeit einer fachspezifischen Qualifizierung im Bereich Musik angesichts neuer Curricula.
4. Musikvermittlung als Unterrichtsprinzip: Hier wird der Begriff der Musikvermittlung im Kontext von Schul- und Lebenswelt sowie im Hinblick auf soziale Kompetenzen erörtert.
5. Musikvermittlung in der Schulpraxis: Das Kapitel bietet konkrete Unterrichtsbeispiele, die zeigen, wie ganzheitliche Musikvermittlung praktisch umgesetzt werden kann.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Bedeutung des handlungsorientierten Tuns für einen nachhaltigen Musikunterricht hervorgehoben wird.
Musikvermittlung, Primarstufe, Elementare Musikpädagogik, Anthropologie, Musikdidaktik, Ganzheitliches Lernen, Lehrplan, Unterrichtspraxis, Musikalisches Selbstkonzept, Lehrerbildung, Neuroplastizität, Handlungsorientierung, Sinnliche Wahrnehmung, Musikalische Sozialisation, Musikpraxis.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Musikerziehung in der Primarstufe und untersucht, wie Musikvermittlung nachhaltiger und effektiver gestaltet werden kann, um Kinder optimal in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Zentral sind anthropologische Grundlagen, die Analyse des österreichischen Lehrplans, die Lehrerbildung an Pädagogischen Hochschulen, die Verknüpfung von Musik und Alltag sowie praktische Unterrichtsbeispiele zur Musikvermittlung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine ganzheitliche musikalische Bildung und die bewusste Auseinandersetzung mit Musik mehr Nachhaltigkeit im Lernprozess erzielt werden kann.
Die Arbeit ist als hermeneutische Untersuchung angelegt, die theoretische Grundlagen aus Anthropologie und Musikpädagogik mit praktischen Unterrichtsbeispielen verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Betrachtungen zur menschlichen Musikalität, didaktische Grundlagen und Lehrplanvorgaben, die Ausbildungssituation der Lehrkräfte sowie praktische Beispiele für den Schulalltag.
Die zentralen Schlagworte sind Musikvermittlung, Primarstufe, ganzheitliches Lernen, Musikdidaktik, anthropologische Dimensionen und handlungsorientierter Musikunterricht.
Die Arbeit betont, dass die Persönlichkeit der Lehrperson und ihre eigene Begeisterung für das Fach entscheidend sind, um Musik im Unterricht authentisch und professionell zu vermitteln.
Orffs Ansatz, dass Musik im Menschen beginnt und nicht am Instrument, dient als anthropologisches Fundament, um Kinder durch spielerische Zugänge zu fördern und ihr natürliches Potenzial zu entfalten.
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