Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen des transatlantischen Handels
2.1 Außenhandelsbeziehungen der Automobilindustrie
2.1.1 Einführung
2.1.2 Deutsche Handelsbeziehungen innerhalb der EU
2.1.3 Deutsche Handelsbeziehungen außerhalb der EU
2.2 Handelshemmnisse
2.2.1 Tarifäre Handelshemmnisse
2.2.2 Nicht tarifäre Handelshemmnisse
2.2.3 Investitionsschutz
2.3 Historische Einordnung bilateraler Freihandelsabkommen
2.4 Bestehende Freihandelsabkommen der EU
3 Grundzüge deutscher Automobilstrukturen
3.1 Begriffsabgrenzung der relevanten Akteure
3.2 Charakteristika der Automobilhersteller
3.2.1 Deutsche Automobilhersteller im internationalen Vergleich
3.2.2 Die Bedeutung des Exports für deutsche Automobilhersteller
3.3 Charakteristika der Zulieferunternehmen
3.4 Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie für die deutsche Volkswirtschaft
3.5 Geltende Standards im transatlantischen Vergleich
3.5.1 Umweltstandards
3.5.2 Technische Vorschriften
4 Auswirkungen einer transatlantischen Partnerschaft für die deutsche Automobilindustrie
4.1 Chancen und Risiken für Automobilhersteller
4.2 Chancen und Risiken für die Zulieferunternehmen
4.3 Der Fall Volkswagen
4.4 Auswirkungen auf Drittländer
4.5 Auswirkungen auf die Konsumenten
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Auswirkungen der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) auf die deutsche Automobilindustrie, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, ob die Liberalisierung des transatlantischen Handels tatsächlich die vermuteten positiven Effekte für diesen Schlüsselindustriesektor mit sich bringt.
3.5.2 Technische Vorschriften
Ein weiteres Beispiel für unterschiedliche Regularien findet sich im Bereich der technischen Vorschriften. Abbildung 3 veranschaulicht die Unterschiede in Bezug auf die Funktionalität der Scheibenwischer und die Bedienelemente des Scheibenwischerhebels. Ebenfalls zu erkennen ist, dass die Seitenspiegel andere optische Eigenschaften haben und die Farbe der Blinker divergiert.
Konkret sind bei den einzelnen Fällen folgende Unterschiede sichtbar:
• Die Scheibenwischerblätter umfassen in den USA einen größeren Radius als die europäischen Autos. Ebenfalls sind die Bedienelemente des Scheibenwischerhebels anders. Während in den USA der Hebel mit Texten versehen ist, fordern europäische Regularien Symbolelemente zur Benutzung des Scheibenwischers.
• Die Seitenspiegel haben andere optische Eigenschaften. Der Unterschied macht sich deutlich in einer anderen Krümmung, die die Entfernung der Objekte im Spiegel unterschiedlich wahrnehmen lässt. Ergänzend dazu wird in den USA ein Warnhinweis an den Spiegeln platziert, der aussagt, dass die Objekte im Spiegel näher wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind.
• Ebenfalls gibt es technische Unterschiede im Bereich der Blinklichtfarben. Die USA statten ihre Fahrzeuge mit rotfarbenen Blinklichtern aus, während in der EU die Blinklichter orange sein müssen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Thematik der bilateralen Handelsabkommen ein und stellt die Relevanz der deutschen Automobilindustrie sowie die zentrale These der Untersuchung dar.
2 Grundlagen des transatlantischen Handels: Dieses Kapitel erläutert die bestehenden Handelsbeziehungen, definiert relevante Handelshemmnisse und bietet eine historische Einordnung bilateraler Abkommen.
3 Grundzüge deutscher Automobilstrukturen: Es erfolgt eine Charakterisierung der Automobilhersteller und Zulieferer sowie eine Analyse der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Branche und der bestehenden Standards.
4 Auswirkungen einer transatlantischen Partnerschaft für die deutsche Automobilindustrie: Das Kapitel analysiert Chancen und Risiken für Akteure, thematisiert den Fall Volkswagen, Auswirkungen auf Drittländer sowie Konsequenzen für Konsumenten.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Hypothese hinsichtlich der positiven Effekte von TTIP für die deutsche Automobilwirtschaft.
TTIP, Automobilindustrie, Außenhandel, Handelshemmnisse, Freihandelsabkommen, Wertschöpfung, Zulieferer, Automobilhersteller, Standardisierung, Zollabbau, Intra-industrieller Handel, Wirtschaftsbeziehungen, USA, Europäische Union, Innovation.
Die Arbeit analysiert die potenziellen Auswirkungen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP zwischen der EU und den USA auf die deutsche Automobilindustrie.
Zentrale Themen sind die Analyse der Handelsstruktur, die Untersuchung tarifärer und nicht tarifärer Handelshemmnisse sowie die Chancen und Risiken für Hersteller und Zulieferer.
Das primäre Ziel ist es zu prüfen, ob die Liberalisierung des transatlantischen Handels tatsächlich die erwarteten positiven wirtschaftlichen Effekte für die deutsche Automobilbranche bringt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der empirischen Untersuchung von Außenhandelsdaten (z. B. Grubel-Lloyd-Index) und dem Vergleich regulatorischer Standards.
Im Hauptteil werden die Strukturen der deutschen Automobilindustrie, die Hemmnisse im transatlantischen Handel sowie die spezifischen Auswirkungen einer Partnerschaft auf die verschiedenen Akteure detailliert diskutiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie TTIP, Automobilindustrie, Handelshemmnisse, Wertschöpfungskette und Standardisierung charakterisiert.
Der Autor sieht in der Harmonisierung nicht tarifärer Hemmnisse eine entscheidende Notwendigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit, da diese oft größere Kosten verursachen als klassische Zölle.
Der Volkswagen-Skandal wird als Komplexitätsbeispiel angeführt, welches die Verhandlungen erschweren und als Einwand gegen deutsche Importe durch US-Behörden genutzt werden könnte.
Der Autor warnt vor handelsumlenkenden Effekten, die zulasten wichtiger traditioneller Handelspartner wie China oder Russland gehen könnten.
Zulieferer könnten von vereinheitlichten Standards profitieren, stehen aber durch KMU-spezifische Markteintrittsbarrieren und potenziellen Konkurrenzdruck aus den USA vor großen Herausforderungen.
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