Diplomarbeit, 2016
39 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Einführung in die Kommunikationspsychologie
2.1 Definition
2.2 Die vier Seiten einer Nachricht
2.3 Die vier Ohren des Empfängers
2.4 Der Sachinhalt und der Empfang mit dem "Sach-Ohr"
2.5 Die Selbstoffenbarung und der Empfang mit dem "Selbstoffenbarungs-Ohr"
2.6 Die Beziehung und der Empfang mit dem "Beziehungs-Ohr"
2.7 Der Appell und der Empfang mit dem "Appell-Ohr"
2.8 Empfangsfehler
3. Ursachen von Kommunikationsstörungen in Beziehungen
3.1 Verbale Kommunikation
3.1.1 Die Beziehungssprache der Frauen
3.1.2 Die Berichtssprache der Männer
3.1.3 Störungen auf der Sachinhaltsebene
3.1.4 Störungen auf der Selbstoffenbarungsebene
3.1.5 Störungen auf der Beziehungsebene
3.1.6 Störungen auf der Appellebene
3.2 Nonverbale Kommunikation
4. Lösungsansätze und Abhilfestrategien
4.1 Paraphrase
4.2 Metakommunikation
4.3 Gewaltfreie Kommunikation
5. Ausführungen zur empirischen Studie
5.1 Bisheriger Forschungsstand
5.2 Methode
5.3 Ergebnisse
5.4 Diskussion
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob theoretisches Wissen über die Kommunikationspsychologie dazu beitragen kann, Kommunikationsstörungen in partnerschaftlichen Beziehungen zu verringern oder vollständig zu vermeiden.
2.1 Definition
Der Duden beschreibt das Wort Kommunikation als "Verständigung untereinander; zwischenmenschlicher Verkehr besonders mithilfe von Sprache, Zeichen".
Kommunikation bedeutet also vereinfacht gesagt einen Austausch von Nachrichten. Nach Friedemann Schulz von Thun gestaltet sich der "Grundvorgang der zwischenmenschlichen Kommunikation" (Schulz von Thun, 1999, S. 25) wie folgt: Ein Sender teilt einem Empfänger etwas in erkennbaren Zeichen mit. Diese Zeichen werden als Nachricht bezeichnet. Stimmen nun die gesendete Nachricht und die empfangene Nachricht überein, findet eine Verständigung statt. Stimmen die gesendete und die empfangene Nachricht nicht überein, entsteht ein Missverständnis.
Ob eine Verständigung oder ein Missverständnis vorliegt, kann der Sender der Nachricht nur durch eine Rückmeldung des Empfängers überprüfen. Der Empfänger gibt in der Rückmeldung an, wie er die erkennbaren Zeichen, also die Nachricht, entschlüsselt hat. Stimmen die Sende-Absicht und das Empfangsresultat überein, entsteht eine fehlerfreie Verständigung. Diese Rückmeldung (auch Feedback) ist also wieder eine Kommunikation untereinander, da eine Nachricht an einen Empfänger gesendet wird.
Kommunikation muss jedoch nicht immer durch das gesprochene Wort erfolgen. Paul Watzlawick (1969) stellte mehrere Grundregeln (Axiome) zur menschlichen Kommunikation auf. Das erste Axiom lautet: "Mann kann nicht nicht kommunizieren".
Es ist somit auch möglich, nonverbal zu kommunizieren. Auch durch Schweigen oder eine ablehnende Körperhaltung sendet der Sender beispielsweise die Nachricht an den Empfänger, dass er sich nicht unterhalten möchte.
1. Einleitung: Hier wird das Problem der zwischenmenschlichen Kommunikationsstörungen aufgezeigt und die Forschungsfrage definiert, ob diese durch psychologisches Fachwissen vermieden werden können.
2. Einführung in die Kommunikationspsychologie: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe und Modelle, insbesondere das Nachrichtenquadrat und die vier Ohren des Empfängers nach Schulz von Thun.
3. Ursachen von Kommunikationsstörungen in Beziehungen: Der Fokus liegt auf den Unterschieden in der Sprache von Männern und Frauen sowie auf spezifischen Störungen auf den verschiedenen Ebenen der Kommunikation.
4. Lösungsansätze und Abhilfestrategien: Es werden praktische Techniken wie die Paraphrase, Metakommunikation und die Gewaltfreie Kommunikation zur Konfliktbewältigung vorgestellt.
5. Ausführungen zur empirischen Studie: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen und die Ergebnisse einer Befragung, die den Erfolg der vermittelten Kommunikationstechniken prüfte.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Kommunikationsstörungen durch entsprechendes Hintergrundwissen zwar nicht vollständig eliminiert, aber signifikant verringert werden können.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation, insbesondere innerhalb von Liebesbeziehungen, und wie Störungen entstehen.
Die zentralen Themen sind das Nachrichtenmodell von Schulz von Thun, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Kommunikation sowie Techniken zur bewussten Verbesserung des partnerschaftlichen Austauschs.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Können Kommunikationsstörungen mit Hintergrundwissen über die Kommunikationspsychologie verhindert werden?"
Der Autor führte eine empirische Untersuchung durch, bei der 10 Personen mittels Fragebögen vor und nach einem Informationsvortrag zu ihrem Kommunikationsverhalten befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch das Nachrichtenquadrat, die Analyse typischer Störquellen in verbalen und nonverbalen Dialogen sowie die Vorstellung konkreter Lösungsansätze.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kommunikationspsychologie, Partnerschaft, Konfliktlösung und Gewaltfreie Kommunikation beschreiben.
Es verdeutlicht, dass eine Nachricht beim Empfänger auf vier verschiedenen Ebenen aufgenommen werden kann, was häufig die Ursache für Missverständnisse zwischen Sender und Empfänger ist.
Sie dient als konkrete Abhilfestrategie, die durch die Trennung von Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte dazu beitragen soll, Vorwürfe im Streit zu vermeiden.
Die Teilnehmer zeigten nach der Vermittlung von Kommunikationswissen eine Tendenz zu weniger häufigen und weniger vorwurfsvollen Streitgesprächen.
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