Lizentiatsarbeit, 2004
87 Seiten, Note: 1.5 (Schweiz: 5.5)
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Begriffsdefinition
1.2 Forschungsziel der Studie
1.3 Methodisches Vorgehen
1.3.1 Literaturanalyse
1.3.2 Umsetzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Prognoseverfahren
2.1 Ablauf des Prognoseprozesses
2.2 Arten von Prognoseverfahren
2.3 Qualitative Prognoseverfahren
2.3.1 Szenario-Technik
2.3.2 Delphi-Methode
2.4 Quantitative Prognoseverfahren
2.4.1 Zeitreihenverfahren
2.4.1.1 Verfahren des geleitenden Durchschnitts
2.4.1.2 Verfahren der exponentiellen Glättung
2.4.1.3 Box-Jenkins-Verfahren
2.4.1.4 Trendextrapolation
2.4.2 Kausalverfahren
2.4.2.1 Multiple Regressionsanalyse
2.4.2.2 Leitindikatormethode
2.4.3 Neuronale Netze
3. Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung
3.1 Systematisierungsversuche der Prognosemethoden
3.1.1 Systematisierung aufgrund quantitativer und qualitativer sowie normativer und explorativer Ausrichtung
3.1.2 Systematisierung aufgrund explorativer, projektiver, rekursiver und intuitiver Ausrichtung
3.1.3 Systematisierung nach konjekturalen, strukturmodellgestützten und zeitreihengestützten Verfahren
3.1.4 Implikation
3.2 Charakterisierungsversuche der Prognosemethoden durch Attribute
3.2.1 Charakterisierung nach Gestaltungsaspekten
3.2.2 Charakterisierung nach Anwendungsmerkmalen
3.2.3 Implikation
3.3 Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche
3.3.1 Prognosen der strategischen Unternehmensplanung
3.3.2 Prognosen im Bereich Marketing
3.3.3 Prognosen im Bereich Finanzierung
3.3.4 Prognosen im Bereich Produktion und Logistik
3.4 Stand des Einsatzes der Prognoserechnung in der Praxis
3.4.1 Betrachtung von zwei empirischen Erhebungen im deutschsprachigen Raum
3.4.2 Erkenntnisse aus den beiden betrachteten Erhebungen
4. Schlussbetrachtung
4.1 Zentrale Ergebnisse
4.2 Weiterleitende Forschungsfragen
4.3 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die verschiedenen Methoden der betriebswirtschaftlichen Prognoserechnung und systematisiert deren Anwendungsbereiche in der Unternehmenspraxis, um Entscheidungsträgern bei der Auswahl geeigneter Instrumente zur Bewältigung komplexer Zukunftsszenarien zu unterstützen.
Szenario-Technik
In der deutschen Literatur dominiert die folgende Begriffsfestlegung der Mitarbeiter des Battelle-Instituts: „Unter einem Szenario versteht man sowohl die Beschreibung einer möglichen zukünftigen Situation als auch das Aufzeigen des Entwicklungsverlaufs, der zu dieser zukünftigen Situation hinführt“ (Geschka/von Reibnitz 1983: 128). „Szenarien [..] sind [also] systematisch und nachvollziehbar aus der gegenwärtigen Situation heraus entwickelte, mögliche Zukunftsbilder.“ (Geschka 1999: 521).
Die Entwicklung der nahen Zukunft ist, abgesehen von unvorhersehbaren Ereignissen, in starkem Masse durch die gegenwärtigen Gegebenheiten (politisches System, Infrastruktureinrichtungen, Normen, Gesetze, Strukturen, Vernetzungen, Verhaltensmuster, etc.) bestimmt. Mit zunehmender Reichweite der Zukunftsbetrachtung, sinkt jedoch der Einfluss der Gegenwart und der Bereich möglicher Entwicklungen öffnet sich gleichsam wie ein Trichter (vgl. Götze/Rudolph 1994: 21 f.; Geschka 1999: 521 f.). Mit zunehmendem Prognosehorizont nehmen daher Unsicherheit und die Möglichkeit verschiedenartiger Entwicklungen zu (vgl. von Reibnitz 1989: Sp. 1984).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Prognoserechnung ein, definiert die zentralen Begriffe und erläutert das methodische Vorgehen sowie den strukturellen Aufbau der Lizentiatsarbeit.
2. Prognoseverfahren: Hier erfolgt ein umfassender Überblick über qualitative und quantitative Prognosetechniken, inklusive detaillierter Beschreibungen von Zeitreihen-, Kausal- und Neuronalen Netz-Modellen.
3. Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung: Dieser Hauptteil systematisiert Prognosemethoden und untersucht deren Einsatz in der strategischen Unternehmensplanung, im Marketing, in der Finanzierung sowie in Produktion und Logistik.
4. Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen, ordnet diese methodisch ein und formuliert weiterleitende Fragen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Prognoserechnung, Szenario-Technik, Zeitreihenanalyse, Multiple Regressionsanalyse, Neuronale Netze, Unternehmensplanung, Marketing, Finanzierung, Produktion, Logistik, Prognosemethoden, Quantitative Methoden, Qualitative Methoden, Methodenwahl, Unternehmensumwelt.
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Darstellung von Methoden der betriebswirtschaftlichen Prognoserechnung und deren praktischer Anwendung in verschiedenen Unternehmensbereichen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifizierung von Prognoseverfahren, der Analyse von mathematisch-statistischen Modellen und der Untersuchung, wie diese in der strategischen und operativen Planung eingesetzt werden.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Methodenvielfalt zu geben und Kriterien für die Auswahl des jeweils problemadäquaten Prognoseinstruments aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine sachlich-analytische Literaturanalyse sowie auf den Vergleich empirischer Erhebungen zur Prognosepraxis im deutschsprachigen Raum.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der verschiedenen Verfahren (qualitativ, quantitativ, neuronal) sowie in deren konkrete Anwendung in der strategischen Planung, im Marketing, Finanzwesen und der Produktion.
Zu den Kernbegriffen zählen Prognoseverfahren, Szenario-Technik, Regressionsanalyse, Neuronale Netze, Unternehmensplanung und betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche.
Aufgrund ihrer Flexibilität und der Fähigkeit, qualitative Aussagen sowie diskontinuierliche Entwicklungen in komplexe Zukunftsbilder zu integrieren, ist sie laut Autor prädestiniert für die strategische Unternehmensführung.
Neuronale Netze werden als leistungsfähiges mathematisches Instrumentarium für komplexe Problemstellungen hervorgehoben, insbesondere dort, wo herkömmliche lineare statistische Methoden an ihre Grenzen stoßen.
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