Masterarbeit, 2015
133 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Struktur der Arbeit
1.2 Methodik der Arbeit
2. Der Sachunterricht und sein Auftrag zur Bildung
2.1 Von der Heimatkunde zum Sachunterricht
2.2 Die naturwissenschaftliche Bildung im Sachunterricht
3. Wissenschaftliches Denken
3.1 Die traditionelle Forschung zum wissenschaftlichen Denken
3.2 Neuere Forschungen zum wissenschaftlichen Denken
4. Definition des Lernbegriffs
4.1 Präkonzepte
4.2 Conceptual Change: Lernen als Veränderung von Präkonzepten
4.2.1 Die klassische Conceptual Change Theorie
4.2.2 Weiterentwicklung der klassischen Conceptual Change Theorie
4.2.3 Widerstände gegenüber Conceptual Change
4.3 Unterrichtsgestaltung zur Förderung eines Conceptual Change
5. Die Bedeutsamkeit von Sprache im Unterricht
5.1 Alltags-, Bildungs- und Fachsprache
5.2 Scaffolding
5.2.1 Die Rolle der Lehrkraft
5.2.2 Sprachbildung durch den Scaffolding-Ansatz
5.3 Sokratische Gespräche
5.4 Wissenschaftliches Argumentieren
6. Genetisches Lehren und Lernen
6.1 Wagenscheins argumentative Begründung der genetischen Konzeption
6.2 Exemplarisch - genetisch - sokratisch
6.3 Phänomene als Ausgangspunkt von Lernprozessen
6.4 Verstehen
6.5 Vorgehen eines genetischen Unterrichts
7. Handeln, Denken, Sprechen
8. Analyse
8.1 Physikalischer Hintergrund
8.2 Kriterien der Analyse
8.3 Auswertung der transkribierten Videos
8.3.1 Zeigen die Schüler Ansätze wissenschaftlichen Denkens?
8.3.2 Trägt die kommunikative Interaktion in der Gruppe zum Verstehen bei?
8.3.3 Reflektieren die Schüler während des Experimentierens und hilft es ihnen zu verstehen?
8.3.4 Zeigen die Schüler wissenschaftliche Argumentationsprozesse und hilft ihnen dies zu verstehen?
8.3.5 Greifen die Schüler auf ihre Präkonzepte zurück und sind diese förderlich oder hinderlich für das Verstehen?
8.3.6 Tragen die Impulse der Studentinnen zum Verstehen bei?
8.3.7 Sind in den Handlungen der Schüler Ansätze zu sehen, die das Verstehen unterstützen oder zeigen?
8.3.8 Hilft die Auseinandersetzung mit dem Material den Schülern zu verstehen?
9. Ergebnisdiskussion
10. Fazit
Ziel der Masterarbeit ist es, anhand einer exemplarisch ausgewählten Unterrichtssituation in einem genetisch orientierten Sachunterricht zu identifizieren, inwiefern Denk- und Verstehensprozesse in den sprachlichen Äußerungen und Handlungen der Grundschüler sichtbar werden und ob diese Konzeption die Schüler in ihrem Verstehen unterstützt.
8.3.6 Tragen die Impulse der Studentinnen zum Verstehen bei?
Der beobachtete Unterricht ist strukturiert durch verschiedene Impulse seitens der Studentinnen und Frau K.. Zum einen sind Sequenzen zu finden, in denen die Kinder eigenständig in der Gruppe das Problem bearbeiten, zum anderen können Situationen aufgezeigt werden, in denen die Studentinnen bzw. Frau K. gemeinsam mit den Schülern das Experiment diskutieren. Die verwendeten Impulse zielen dabei auf das Verstehen der Kinder. Dies geschieht indem die Lehrkräfte die Schüler zum Beobachten und Reflektieren anregen, Erklärungen einfordern, Hinweise zu den Materialeigenschaften geben und den Bezug zum Ausgangsphänomen herstellen. Außerdem versuchen die Studentinnen im Verlauf der Stunde durch ein Gespräch mit allen Schülern gemeinsam der Lösung näher zu kommen.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema naturwissenschaftliche Bildung im Sachunterricht und Definition der Forschungsfragen.
2. Der Sachunterricht und sein Auftrag zur Bildung: Historische Entwicklung und heutige Zielsetzungen des Sachunterrichts mit Fokus auf naturwissenschaftliche Perspektiven.
3. Wissenschaftliches Denken: Darstellung traditioneller und aktueller Forschungsergebnisse zur Denkfähigkeit von Kindern.
4. Definition des Lernbegriffs: Erläuterung konstruktivistischer Lerntheorien und des Conceptual Change Ansatzes zur Wissensveränderung.
5. Die Bedeutsamkeit von Sprache im Unterricht: Analyse der Rolle von Sprache als Denkinstrument und Medium für Lernprozesse.
6. Genetisches Lehren und Lernen: Detaillierte Betrachtung der Unterrichtskonzeption nach Wagenschein und deren didaktische Bedeutung.
7. Handeln, Denken, Sprechen: Theoretische Verknüpfung der drei Handlungsebenen für den genetischen Unterricht.
8. Analyse: Qualitative Auswertung videografierter Unterrichtssequenzen anhand festgelegter Kriterien.
9. Ergebnisdiskussion: Zusammenführung der Theorie und Analyse zur Beantwortung der Forschungsfragen.
10. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der genetischen Konzeption.
Sachunterricht, naturwissenschaftliche Bildung, genetisches Lernen, Martin Wagenschein, Experimentieren, wissenschaftliches Denken, Conceptual Change, Sprache im Unterricht, Scaffolding, Sokratisches Gespräch, Lernprozesse, Grundschule, qualitative Unterrichtsforschung, Präkonzepte, Videografie.
Die Arbeit untersucht, ob und wie in einem genetisch orientierten Sachunterricht Denk- und Verstehensprozesse bei Grundschülern in ihren Handlungen und Äußerungen sichtbar gemacht werden können.
Neben den didaktischen Grundlagen des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts stehen die Themen wissenschaftliches Denken, Sprachentwicklung, konstruktivistische Lerntheorien und das Konzept des genetischen Lehrens nach Wagenschein im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, anhand einer qualitativen Analyse einer konkreten Unterrichtssituation zu prüfen, ob die genetische Konzeption Schüler effektiv in ihrem Verstehen unterstützt.
Es wird das Paradigma der qualitativen Unterrichtsforschung angewandt, insbesondere in Form einer Sequenzanalyse von Videomaterial einer Sachunterrichtsstunde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Lernbegriffen, Sprache und der genetischen Konzeption sowie einen Analyseteil, der videografierte Interaktionen einer Schülergruppe auswertet.
Zu den prägenden Begriffen gehören "Genetisches Lernen", "Conceptual Change", "Scaffolding", "Wissenschaftliches Denken" und "Qualitative Videoanalyse".
Die Schüler nutzen in solchen Phasen aktiv die bereitgestellten Regelkärtchen und reflektieren gemeinsam über Lösungsansätze, wobei sie oft versuchen, ihre Vorerfahrungen (Präkonzepte) auf die neue Situation zu übertragen.
Die Sprache dient den Schülern als Werkzeug, um Vermutungen zu artikulieren, Denkwege für die anderen Gruppenmitglieder zugänglich zu machen und um ihre Ideen im gemeinsamen Dialog zu prüfen oder zu revidieren.
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