Bachelorarbeit, 2014
75 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Einführung in die Welt des Neuromarketing
2.1 Die Entstehung des Neuromarketings
2.2 Neurowissenschaft
2.3 Die Neuroökonomie
2.4 Das Neuromarketing
2.5 Bedeutung und Relevanz des Neuromarketing
3. Neurobiologische und Neurophysiologische Grundlagen
3.1 Die Nervenzelle
3.2 Das Gehirn
3.2.1 Das Rautenhirn
3.2.2 Das Mittelhirn
3.2.3 Das Vorderhirn
3.2.3.1 Das Großhirn
3.2.3.2 Der cerebrale Cortex
3.2.3.3 Die Basalganglien
3.2.3.4 Das limbische System
4. Untersuchungsmethoden im Neuromarketing
4.1 Verfahren zur Messung der elektrischen Gehirnaktivität
4.1.1 Die Elektroencephalographie (EEG)
4.1.2 Die Magnetencephalographie (MEG)
4.2 Verfahren zur Messung der Stoffwechselvorgänge des Gehirns
4.2.1 Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
4.2.2 Die funktionelle transcranielle Doppler-Sonographie (fTCD)
4.2.3 Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)
4.2.4 Ein Vergleich der Methoden
4.3 Implizite Messverfahren
5. Erkenntnisse und Implikation für das Marketing
5.1 Die Neuentdeckung des Unbewussten
5.2 Die vier Codes
5.2.1 Sprache
5.2.2 Geschichten
5.2.3 Symbole
5.2.4 Sensorik
5.2.5 Das richtige Einsetzten der vier Codes
5.3 Das Motiv- und Emotionssystem
5.3.1 Die drei Grundmotive
5.3.2 Die Limbic Map®
5.3.3 Die Limbic Types®
5.4 Erkenntnisse zur Markenführung
5.4.1 Markenlernen und Markennetzwerke
5.4.2 Der Vorteil von Markennetzwerke und wie man diese Nutzen kann
5.4.3 Markenpositionierung
5.4.5 Markenerweiterung
5.4.6 Die zwei Effekte von starken Marken
5.4.7 Was macht eine starke Marke aus?
6. Neuromarketing in der Praxis
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Disziplin des Neuromarketings einzuführen, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse für das Marketing nutzbar zu machen und deren praktische Anwendbarkeit in der heutigen Wirtschaftswelt kritisch zu untersuchen.
3.1 Die Nervenzelle
Schon im Jahre 1846 erkannte Rudolf Virchow, dass das Nervensystem aller Tiere und das Gehirn des Menschen aus zwei Haupttypen von Zellen besteht: Den Nervenzellen oder auch Neuronen genannt und den Gliazellen. Die Nervenzellen dienen zur Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen. Die Gliazellen haben unterschiedliche Aufgaben, die aber im Zusammenhang mit dem Neuromarketing eine untergeordnete Rolle spielen und deswegen nicht genauer auf sie eingegangen wird.
Die ungefähre Anzahl der Nervenzellen wird im Allgemeinen auf mehrere Milliarden geschätzt und schon anhand dieser Zahl sieht man die Komplexität des Gehirns. Nervenzellen sind anderen Zelltypen sehr ähnlich, doch haben sie eine Funktion, die sie von den anderen Zelltypen abhebt. Sie können erhaltene Informationen auf andere Nervenzellen, mit Hilfe der Synapsen, übertragen bzw. weiterleiten und sich mit diesen verbinden. Ob eine Weiterleitung bzw. Verbindung entsteht erfolgt durch die zwei Funktionen Hemmung und Erregung. Diese Eigenschaft trägt zur hohen Funktionalität des Gehirns bei und wäre ohne diese Besonderheit auch nicht möglich. Vereinfacht kann man sagen, dass die Nervenzellen wie ein Schaltplan vernetzt sind und somit das Gehirn strukturell organisieren.
Der Schaltplan wird hierbei mittels elektrischen Impulsen gesteuert. Möglich ist dies durch Konzentrationsunterschiede zwischen dem inneren und dem äußeren Teil der Nervenzelle. Der innere Teil ist immer negativer geladen als der äußere Teil. Die Verbindung von Nervenzellen erfolgt nach einem einfachen Prinzip. Je öfter eine Verbindung zwischen zwei oder mehreren Nervenzellen hergestellt wurde, desto stärker ist die Verbindung. Bei einer sehr starken Verbindung von mehreren Nervenzellen spricht man häufig auch von einem Kern.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Herausforderungen des modernen Marketings durch den "Information Overload" und definiert das Neuromarketing als Lösungsansatz zur besseren Erforschung konsumrelevanter Entscheidungsprozesse.
2. Einführung in die Welt des Neuromarketing: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Neuromarketings nach und erläutert dessen Einbettung in die Neurowissenschaften sowie die Neuroökonomie als interdisziplinäre Forschungsfelder.
3. Neurobiologische und Neurophysiologische Grundlagen: Es werden der Aufbau und die Funktionen des menschlichen Nervensystems und Gehirns detailliert beschrieben, um die biologische Basis für neuronale Marketingreaktionen zu schaffen.
4. Untersuchungsmethoden im Neuromarketing: In diesem Teil werden gängige bildgebende Verfahren und implizite Messmethoden vorgestellt, ihre Stärken und Schwächen verglichen und ihre Eignung für die Konsumforschung bewertet.
5. Erkenntnisse und Implikation für das Marketing: Hier werden Strategien zur Markenführung erörtert, darunter der Einfluss der "vier Codes", die Segmentierung nach Limbic Types sowie Methoden zur effektiven Markenpositionierung.
6. Neuromarketing in der Praxis: Dieses Kapitel präsentiert Experteninterviews, die den Status quo, die Akzeptanz, sowie die praktischen Chancen und Hürden des Neuromarketings in Unternehmen untersuchen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Neuromarketings als aufstrebende Disziplin zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit seriöser, fachgerechter Anwendung für den zukünftigen Unternehmenserfolg.
Neuromarketing, Gehirnforschung, Konsumentenverhalten, Limbic Map, Markenführung, fMRT, EEG, implizite Messverfahren, Kaufentscheidung, Markennetzwerke, Neurowissenschaft, Autopilot, Neuroökonomie, Markenpositionierung, Multisensorik.
Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in das interdisziplinäre Feld des Neuromarketings, indem sie neurobiologische Grundlagen mit modernen Marketingstrategien verknüpft.
Zu den Schwerpunkten zählen die Gehirnforschung, die Anwendung bildgebender Verfahren, die psychologische Fundierung von Marken sowie die praktische Anwendbarkeit dieser Erkenntnisse für Unternehmen.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie neuromarketingrelevante Erkenntnisse über unbewusste Entscheidungsprozesse dazu beitragen können, Marketingmaßnahmen zielgerichteter und effizienter zu gestalten.
Die Arbeit analysiert Verfahren wie fMRT, EEG, MEG, PET und fTCD sowie implizite Testverfahren wie den Implicit Association Test (IAT).
Der Hauptteil gliedert sich in die biologische Basis des Gehirns, eine Analyse der Untersuchungsmethoden sowie eine detaillierte Erörterung, wie Erkenntnisse über "vier Codes" und Motivsysteme für eine erfolgreiche Markenführung eingesetzt werden können.
Wichtige Begriffe sind Limbic Map, Autopilot, Markennetzwerke, kortikale Entlastung und unbewusste Wahrnehmung.
Die Experteninterviews in Kapitel 6 zeigen ein grundsätzlich positives Bild; sie sehen Neuromarketing als zukunftsweisendes Modell, das jedoch aktuell durch hohe Kosten und methodische Komplexität noch vor Herausforderungen steht.
Sie dient als Modell zur Identifikation von Konsumententypen (Limbic Types®) und hilft dabei, Markenbotschaften präzise auf die verschiedenen Motiv- und Emotionssysteme der Zielgruppen auszurichten.
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