Bachelorarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Krafttraining
2.1.1 Definition der Kraft
2.1.2 Eingrenzung von Krafttraining
2.1.3 Effekte von Krafttraining
2.1.3.1 Physische Effekte von Krafttraining
2.1.3.2 Psychische Effekte von Krafttraining
2.2 Selbstwirksamkeit
2.2.1 Selbstwirksamkeit nach Bandura
2.2.2 Die vier Quellen der Selbstwirksamkeit
2.2.3 Allgemeine und spezifische Selbstwirksamkeit
2.2.4 Generalisierung
2.3 Die Beziehung zwischen Krafttraining und Selbstwirksamkeit
2.4 Hypothesen
3 Methode
3.1 Messinstrumente
3.2 Ablauf
3.3 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Stichprobe
4.2 Hypothesengestützte Ergebnisse
4.3 Explorative Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.1.1 Erste Hypothese
5.1.2 Zweite Hypothese
5.1.3 Explorative Ergebnisse
5.2 Einschränkungen der Studie
5.3 Schlussfolgerungen, Implikationen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Krafttraining und der allgemeinen Selbstwirksamkeit bei jungen Frauen. Ziel ist es herauszufinden, ob Frauen, die regelmäßig Krafttraining betreiben, über eine höhere allgemeine Selbstwirksamkeit verfügen als Frauen, die anderen sportlichen Aktivitäten nachgehen, und ob die Effektivität des Krafttrainings (in Form von Kraftsteigerungen) positiv mit der Selbstwirksamkeit korreliert.
2.1.3.2 Psychische Effekte von Krafttraining
Krafttraining hat jedoch nicht nur körperliche, sondern auch psychische Effekte. Die meisten Studien in der Sportpsychologie haben sich bisher mit den positiven Auswirkungen von Ausdauertraining auf die Psyche beschäftigt, sodass es bislang deutlich weniger und teilweise widersprüchliche Befunde gibt, die den psychologischen Nutzen von Krafttraining belegen. Arent und Golem (2012) schlussfolgern, dass „after extensive review of the literatur revolving aroung the psychological effects of resistance training it is apparent that much more research is needed“ (S. 120). Im Folgenden wird der bisherige Forschungsstand dargestellt.
Eine der ersten Studien, die den Einfluss von Krafttraining auf psychologische Variablen untersuchte, wurde von Ewart (1989) durchgeführt. Er untersuchte 52 Männer mit erhöhtem Blutdruck, die nach einem zehnwöchigen Krafttraining, das die Ober- und Unterkörperkraft sowie die sportbezogene Selbstwirksamkeit deutlich steigerte, signifikant mehr positive Affekte und weniger negative Affekte berichteten. Dabei bestand jedoch kein direkter Zusammenhang zwischen den Kraftsteigerungen und der verbesserten Stimmung, wie ursprünglich vom Autor angenommen wurde, dafür korrelierten die sportbezogene Selbstwirksamkeit und die Affekte miteinander. Tharion, Harman, Kraemer und Rauch (1991) untersuchten zusätzlich den Einfluss sechs verschiedener Trainingsprogramme auf die Stimmung von 18 Studenten, die in ihrer Freizeit Kraftsport betrieben. Dabei verbesserte sich die Stimmung am meisten bei Einheiten mit einem hohen Volumen, zehn Wiederholungen und ein-minütigen Pausen zwischen den Sätzen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Krafttrainings und das psychologische Konstrukt der Selbstwirksamkeit ein, um die Relevanz der Forschungsfrage für junge Frauen zu begründen.
2 Theorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Krafttrainings, definiert die Selbstwirksamkeit nach Bandura und diskutiert den aktuellen Forschungsstand zu deren Zusammenhang.
3 Methode: Hier werden die eingesetzten Messinstrumente (Fragebögen, Krafttests), der Ablauf der Datenerhebung für die Online- und Vor-Ort-Stichproben sowie die statistischen Auswertungsverfahren beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, einschließlich der deskriptiven Analyse der Stichprobe sowie der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch hinterfragt, Einschränkungen der Studie benannt und Implikationen für die zukünftige Forschung abgeleitet.
Krafttraining, Selbstwirksamkeit, allgemeine Selbstwirksamkeit, junge Frauen, Kraftsteigerung, Fitness, Sportpsychologie, körperliche Aktivität, psychisches Wohlbefinden, Selbstwert, Selbstregulation, Maximalkraft, Kraftausdauer, Persönlichkeitsdimensionen, Bewältigungserfahrung.
Die Arbeit untersucht, inwieweit regelmäßiges Krafttraining einen positiven Einfluss auf die allgemeine Selbstwirksamkeit bei jungen Frauen hat.
Die Arbeit verknüpft sportwissenschaftliche Aspekte des Krafttrainings mit psychologischen Theorien zur Selbstwirksamkeit nach Albert Bandura.
Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob krafttrainierende Frauen selbstwirksamer sind als Frauen, die anderen Sportarten nachgehen, und ob Fortschritte im Training direkt mit der allgemeinen Selbstwirksamkeit korrelieren.
Es wird ein quantitativer Ansatz verfolgt, bei dem Daten mittels Fragebögen (ASWE, NEO-FFI-30) und physischer Tests (Liegestütze, 5-RM-Krafttests an Beinpresse und Latzug) erhoben und mittels SPSS statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Theoriearbeit zu Kraft und Selbstwirksamkeit, eine detaillierte Beschreibung der empirischen Methodik sowie die Präsentation und Diskussion der Studienergebnisse.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Krafttraining, allgemeine Selbstwirksamkeit, Sportpsychologie und Bewältigungserfahrungen charakterisieren.
Die Wahl fiel auf ein Heidelberger Fitnessstudio, um neben den Online-Daten auch eine kontrollierte Umgebung für objektive Maximalkrafttests zu gewährleisten.
Die Autorin diskutiert, dass intensives Training mit objektiven, messbaren Fortschritten eher interne Attributionen von Erfolg begünstigt, was wiederum die Selbstwirksamkeit stärker fördern kann.
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