Diplomarbeit, 2004
69 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Vereinigten Arabischen Emirate
2.1. Allgemeine Landesinformationen
2.2. Einwohnerstruktur
2.3. Politisches System
2.4. Verhältnis zwischen Abu Dhabi und Dubai
3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Dubais
3.1. Historische Entwicklung
3.2. Binnenwirtschaft
3.3. Außenwirtschaft
4. Die Entwicklungsstrategie
4.1. Entwicklungsprobleme erdölproduzierender Länder
4.2. Analyse möglicher Diversifizierungsstrategien
4.3. Entwicklungspolitik Dubais
5. Freihandelszonen
5.1. Definition und Ziele
5.2. Freihandelszonen in Dubai
5.3. Erfolgsfaktoren
5.4. Ökonomische Effekte der Freihandelszonen
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die Strategien des Emirats Dubai zur ökonomischen Diversifizierung, um die Abhängigkeit von Erdöleinnahmen zu reduzieren und eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern die Etablierung von Freihandelszonen als Instrument der Wirtschaftspolitik dient, um ausländische Investitionen zu gewinnen und den Wissens- sowie Technologietransfer zu fördern.
3.1. Historische Entwicklung
Das Leben in den Emiraten war seit jeher geprägt durch die beschränkten Nutzungsmöglichkeiten der trockenen Wüstengebiete. Die traditionellen Wirtschaftsformen bestanden aus dem Anbau von Dattelpalmen, nomadischer Weidewirtschaft und dem Fischfang. Einziger weltmarktorientierter Sektor war die Perlenfischerei. Diese wertvollen Produkte erfreuten sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts, auch induziert durch den wachsenden Wohlstand in den britischen Kolonien, einer boomenden Nachfrage. Mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre und den neu auf den Markt drängenden japanischen Zuchtperlen brach die Perlenindustrie jedoch schlagartig zusammen. Nach einer kurzen Phase des Reichtums verarmte die Bevölkerung wieder zusehends.
Dubai hingegen durchlief eine besondere Entwicklung. Das Emirat profitierte immer von seinen vergleichsweise günstigen Siedlungsmöglichkeiten mit mehreren schiffbaren Buchten und leicht zugänglichen Süßwasserquellen. Dank der günstigen Lage im arabischen Golf galt die Stadt als Handelsdrehscheibe für die gesamte Region. Um diese Position zu stärken, wurden schon 1902 die Einfuhrzölle auf alle Transitgüter abgeschafft und Dubai zum Freihafen erklärt. Die niedrigen Zölle und eine überaus liberale Handelspolitik veranlassten viele persische Kaufleute dazu, sich in dem Scheichtum niederzulassen. Sie brachten Geld, Erfahrung sowie Handelsbeziehungen mit und trugen so wesentlich zum späteren Aufschwung der Metropole bei.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den bemerkenswerten Wandel Dubais zu einer Handelsmetropole und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Diversifizierung durch Freihandelszonen vor.
2. Die Vereinigten Arabischen Emirate: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geografie, Demografie und das politische System der VAE sowie das komplexe Verhältnis zwischen Abu Dhabi und Dubai.
3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Dubais: Hier werden die historische Entwicklung, die Binnenwirtschaft und die Bedeutung des Außenhandels als tragende Säulen der wirtschaftlichen Struktur Dubais beschrieben.
4. Die Entwicklungsstrategie: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen wirtschaftlichen Herausforderungen von Erdölländern und bewertet verschiedene Diversifizierungsansätze für Dubai.
5. Freihandelszonen: Das Kapitel definiert den Begriff der Freihandelszone, erläutert die verschiedenen in Dubai existierenden Zonen und analysiert deren ökonomische Auswirkungen und Erfolgsfaktoren.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Entwicklung Dubais und diskutiert die langfristigen Herausforderungen sowie den Konkurrenzkampf um die führende Rolle am Golf.
Dubai, Freihandelszonen, Diversifizierung, Erdöl, VAE, Wirtschaftsentwicklung, Investitionen, Außenhandel, Industrienation, Know-how, Wissensgesellschaft, Standortpolitik, Handel, New Economy, Wirtschaftswachstum
Die Arbeit untersucht den erfolgreichen Transformationsprozess Dubais von einer ölabhängigen Wirtschaft zu einer diversifizierten Handels- und Dienstleistungsmetropole unter besonderer Berücksichtigung der Freihandelszonen.
Die zentralen Felder umfassen die ökonomische Analyse des Golfraums, die Herausforderungen der Abhängigkeit von Rohstoffexporten, die Strategien zur Diversifikation und die Funktionsweise moderner Freihandelszonen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Dubai durch gezielte entwicklungspolitische Maßnahmen und die Schaffung von "Free Zones" seine wirtschaftliche Basis verbreitert und die Abhängigkeit vom ausländischen Know-how sowie vom Öl langfristig reduzieren konnte.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und ergänzt diese durch Experteninterviews mit Vertretern der Handelskammer, ausländischen Unternehmen und Rechtsanwälten vor Ort.
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomischen Grundlagen der VAE, die historische und aktuelle Wirtschaftslage Dubais, eine Analyse der Strategien gegen "Rentier-Staaten"-Phänomene sowie eine detaillierte Auswertung der Funktionsweise und Effekte der lokalen Freihandelszonen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Diversifizierung, Freihandelszonen, Dubai, wirtschaftliche Transformation, Standortvorteile, ausländische Direktinvestitionen und technologische Entwicklung.
Im Gegensatz zum ölreichen Abu Dhabi setzte Dubai frühzeitig auf eine Handelsstrategie und eine Diversifizierung weg vom Öl, da das Emirat über wesentlich geringere Ölreserven verfügt und somit unter einem höheren Handlungsdruck stand.
Da der Anteil einheimischer Fachkräfte in der Privatwirtschaft sehr gering ist, ist Dubai auf den Import von ausländischem Know-how angewiesen. Der langfristige Erfolg hängt davon ab, ob ein Wissens- und Technologietransfer von internationalen Firmen auf die lokale Bevölkerung stattfindet.
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