Masterarbeit, 2016
144 Seiten, Note: 1,245
1. EINLEITUNG
1.1. Problemstellung
1.2. Hypothesen und Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
1.4. Methodisches Vorgehen
2. GRUNDLAGEN UND DEFINITIONEN
2.1. Begriff „Immobilie“
2.1.1. Rechtlicher Faktor
2.1.2. Physischer Aspekt
2.1.3. Ökonomische Perspektive
2.1.4. Sozialer Aspekt
2.2. Immobilie und Arbeitsplatz
2.3. Begehrte Ressource Immobilie
2.4. Öffentlicher Raum und Kommunen
2.5. Green Building
2.6. Minergie-Standard
2.7. Economic Sustainability Standard
2.8. Zertifikate und Gütesiegel
3. HISTORISCHER RÜCKBLICK
3.1. Industrieller Aufbruch
3.2. Wachstumsmotor neue Energiequellen
3.3. Professionalisierte Verfahrenspraktiken
3.4. Stadtluft macht frei
3.5. Erfolgsfaktor Beschäftigung
4. AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
4.1. Industrie
4.1.1. Rascher Wandel
4.1.2. Industrie in der Gegenwart
4.2. Arbeitsplatz Büroimmobilie
4.2.1. Job Design – der gestaltete Arbeitsplatz
4.2.2. Die fünf nachgefragten natürlichen Elemente
4.2.3. Mangelware Sonnenlicht
4.3. Finanzmarkt Bank und Versicherung
4.4. Telekommunikation
4.5. Handel
4.6. Tourismus und Gastronomie
4.7. Health Care
4.8. Prozessinnovation
4.9. Robotik
4.10. Artificial Intelligence
4.11. Von der Welt zur Stadt
4.12. Urbanisierte Gesellschaft
4.13. Kultur
4.14. Religion
4.15. Bildung
5. VERTIEFENDE AUSEINANDERSETZUNG
5.1. Infrastrukturelle Anforderungen an Arbeitsimmobilien
5.1.1. Standort und Kosten – Indikatoren des Erfolges
5.1.2. Innovative Nutzungskonzepte
5.1.3. Faktor Konsum
5.2. Arbeitsplätze der Zukunft
5.2.1. Handlungsbedarf Innovation
5.2.2. Wissen – Rohstoff der Zukunft
5.2.3. Clean Desk Policy
5.2.4. Chance New Digital Business
5.2.5. Revidierte Arbeitsplatzkonzepte
5.2.6. Vom Lagerraum zur Schauzone
5.3. Arbeitsmarkt
5.3.1. Vergeudete Ressourcen
5.3.2. Virtual Recruiting
5.3.3. Collaboration-Tool Recruitings
5.4. Gesundheitswesen
5.4.1. Gesundheit – allerorts gesichert?
5.4.2. Gesundheitsgefährdung schwindet?
5.5. Nachhaltige Stadtentwicklung
5.6. Knappe Ressource Siedlungsland
5.7. Urbane soziale Integration
5.7.1. Vermiedene Segregation
5.7.2. Urbane Beschäftigungskrise
5.8. Städtische Ökologie
5.9. Urban Mining
5.10. Fossile versus erneuerbare Energiequellen
6. HYPOTHESEN
6.1. Transfer von Dienstleistungserfüllung zu Technik
6.2. Trauma Arbeitsplatzverlust
6.3. Protektionismus löst keine Probleme
6.4. Renaissance der grauen Panther
6.5. Smartphone, Cloud – anywhere
6.6. Wearable Devices – Implantat statt Büro
6.7. Exterritoriales Büro
6.8. Trendumkehr zu Kooperation
6.9. Verlagertes unternehmerisches Risiko
7. ZUSAMMENFASSUNG
7.1. Erkenntnis und Formulierung von erwarteten Szenarien
7.1.1. Ökonomische Wertebildung
7.1.2. Entfall des klassischen Arbeitsortes
7.1.3. Mobile Kommunikation – ständig und allerorts
7.1.4. Prozessinnovation
7.1.5. Innovative Arbeitszeitmodelle
7.1.6. Better Life anstatt Karriere – Beruf als Berufung
7.1.7. Patient Gesundheitswesen
7.1.8. Mangelware Fachpersonal
7.1.9. Wohlstand, adieu!
7.1.10. Entscheidungsfaktor Megacity
7.1.11. Innovative Leitenergien
7.2. Ausblick
7.3. Nicht erreichte Ziele und Ergebnisse, Schwächen der Arbeit
Die Masterthesis verfolgt das Ziel, einen Erkenntnisgewinn über die Trends und Veränderungen in der Immobilienbranche, den damit verbundenen Erwerbsprozessen sowie den Wirkungsstätten des Einkommenserwerbs im deutschsprachigen zentraleuropäischen Raum zu erlangen. Dabei wird untersucht, wie sich die Arbeitswelt und die Anforderungen an Immobilien durch technologischen Fortschritt, Prozessoptimierungen und sozio-ökonomische Entwicklungen wandeln.
4.1.1. Rascher Wandel
Zwei nur etwa eine Fahrstunde voneinander entfernte Stahlwerke in den USA wurden durch die Autoren Martin Kenney und Richard Florida verglichen. Das eine Werk bestand aus einer Unzahl verrosteter Gebäude und Schuppen, in denen hunderte durch Ruß und Schmiere verschmutzte Stahlarbeiter unter gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen in ohrenbetäubendem Lärm und Gebrüll der Vorarbeiter zwischen kaputten Gerätschaften und Chemikalien mit defekten Werkzeugen geschmolzene Metallblöcke formten. Eine saubere, glänzend weiße Anlage das andere Werk, erbaut vom japanischen Unternehmen Nippon Steel, einem Labor gleichend. Gepflegt gekleidete Mitarbeiter im klimatisierten gläsernen Kommandostand in Hallenmitte überwachten Fertigungsprozesse und programmierten moderne Maschinen, welche ohne Kontakt zu den Mitarbeitern sauber Stahlbleche fertigten.
Dieser fast vollständig automatisierte Fertigungsprozess ermöglichte die Produktion kaltgewalzten Stahls binnen einer Stunde, im Stahlwerk älteren Typs erforderte eine gleichwertige Bearbeitung 12 volle Arbeitstage. Im Joint Venture von Nippon Steel mit Inland Steel USA wurde um 400 Millionen Dollar in Gray/Indiana ein Kaltwalzwerk errichtet und sämtliche Fertigungsprozesse zu einem kontinuierlichen Ablauf vereint. Die Reduktion der Fertigungsdauer von 12 Tagen auf 1 Stunde bewirkte die Schließung zweier älterer Werke und den Arbeitsplatzverlust hunderter Mitarbeiter. 1980 beschäftigte United States Steel, größtes Stahlunternehmen der USA, noch 120.000 Mitarbeiter. Eine ungefähr gleiche Menge Stahl wurde 10 Jahre danach in computergesteuerten Abläufen von 20.000 hoch qualifizierten, in Chemie, Metallurgie und Informatik ausgebildeten Beschäftigten gefertigt.
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Immobilien als Stätten des Wohnens und der Existenzsicherung und beschreibt den Wandel der Arbeitswelt durch ökonomische und soziale Evolution.
2. GRUNDLAGEN UND DEFINITIONEN: Hier werden rechtliche, physische, ökonomische und soziale Aspekte des Immobilienbegriffs beleuchtet sowie Nachhaltigkeitsstandards und deren Bedeutung für Investitionen diskutiert.
3. HISTORISCHER RÜCKBLICK: Das Kapitel betrachtet die Entwicklung der Immobilienwirtschaft vom industriellen Aufbruch bis zur Professionalisierung von Verfahrenspraktiken und deren Auswirkungen auf Beschäftigung und Verstädterung.
4. AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND: Es wird der Stand der Technik und Innovation in verschiedenen Sektoren wie Industrie, Finanzen, Gesundheit und Bildung sowie deren Auswirkungen auf die Immobilienentwicklung untersucht.
5. VERTIEFENDE AUSEINANDERSETZUNG: Hier stehen infrastrukturelle Anforderungen, Konzepte für Arbeitsplätze der Zukunft und Themen wie nachhaltige Stadtentwicklung und soziale Integration im urbanen Raum im Vordergrund.
6. HYPOTHESEN: Dieses Kapitel skizziert Hypothesen zu Themenfeldern wie dem technischen Wandel, dem Arbeitsplatzverlust und dem Einfluss von Vernetzung auf die Arbeits- und Lebenswelt.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer erkenntnisorientierten Zusammenfassung zentraler Szenarien, einem Ausblick auf künftige Entwicklungen und einer Reflexion über die eigene Arbeit.
Immobilien, Arbeitsplatz der Zukunft, Industrialisierung, Prozessinnovation, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Beschäftigung, Wissensgesellschaft, Infrastruktur, Gesundheitswesen, Robotik, Künstliche Intelligenz, Energieeffizienz, Megastädte.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Immobilienentwicklungen und der künftigen Arbeitswelt im zentral-europäischen Raum unter Berücksichtigung technologischer und sozialer Megatrends.
Die zentralen Themen umfassen Immobilienmanagement, technologischen Fortschritt in der Industrie, die Zukunft der Büroimmobilie, Stadtentwicklung, Gesundheitswesen sowie die sozio-ökonomischen Auswirkungen der Globalisierung.
Das primäre Ziel ist es, durch eine kritische Auseinandersetzung mit vorhandener Literatur und Forschung Erkenntnisse über Trends an Immobilien und deren Einfluss auf den Einkommenserwerb zu gewinnen und künftige Szenarien zu formulieren.
Die Arbeit basiert auf einer kritischen Auseinandersetzung mit reichlich vorhandenen Quellen aus Literatur und Forschung sowie der Analyse demografischer Tabellen und Grafiken zur Untermauerung der Prognosen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen von Immobilien, einem historischen Rückblick auf industrielle Veränderungen, dem aktuellen Forschungsstand zur Industrie und Büroimmobilien sowie einer vertiefenden Analyse infrastruktureller und gesellschaftlicher Anforderungen an die Arbeitswelt.
Die wichtigsten Begriffe sind Immobilien, Arbeit der Zukunft, Prozessinnovation, Nachhaltigkeit, Urbanisierung und technologische Transformation.
Technologische Innovationen wie Automatisierung und Digitalisierung verändern sowohl die Anforderungen an die Gestaltung von Arbeitsplätzen als auch die ökonomische Bewertung von Immobilienobjekten, etwa durch den Fokus auf Energieeffizienz und Konnektivität.
Die demografische Entwicklung, insbesondere die Überalterung der Gesellschaft und die Urbanisierung, beeinflusst maßgeblich den Bedarf an Wohn- und Pflegeeinrichtungen sowie die strategische Planung von Stadtentwicklungsmodellen.
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