Examensarbeit, 2003
106 Seiten, Note: gut
1 Einleitung
2 Beschaffung
2.1 Definition
2.2 Aufgabe
2.3 Ziele
2.3.1 Sach- und Formalziele
2.3.2 Teilziele
2.3.3 Zielkonflikte
2.4 Konzepte der Beschaffung in Beschaffungsketten
2.4.1 Supply Chain
2.4.2 Just-In-Time
2.4.2.1 Begriffsbestimmung
2.4.2.2 Merkmale
2.4.2.3 Beurteilung
2.4.3 Vendor Managed Inventory
2.4.3.1 Begriffsbestimmung
2.4.3.2 Merkmale
2.4.3.3 Beurteilung
2.4.4 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
2.4.4.1 Begriffsbestimmung
2.4.4.2 Merkmale
2.4.4.3 Beurteilung
3 Anforderungen an ein Controllingsystem für Beschaffung in Ketten
3.1 Anforderungen
3.2 Matrizen
4 Controlling von Beschaffungsketten
4.1 Definition
4.2 Aufgaben
4.3 Ziele
4.4 Traditionelle Controllinginstrumente
4.4.1 Kennzahlen
4.4.2 Kennzahlensysteme
4.5 Balanced Scorecard
4.5.1 Begriffsbestimmung
4.5.2 Perspektiven
4.5.2.1 Finanzperspektive
4.5.2.2 Kundenperspektive
4.5.2.3 Prozessperspektive
4.5.2.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
4.5.3 Ursache-Wirkungsketten
4.5.4 Funktion der Kennzahlen in der Balanced Scorecard
4.5.5 Beurteilung der Balanced Scorecard
5 Balanced Scorecard in Beschaffungsketten
5.1 Notwendigkeit einer Anpassung der Balanced Scorecard
5.1.1 Inhaltliche Anpassung
5.1.2 Inhaltliche und strukturelle Anpassung
5.1.3 Integration des Kooperationsaspektes in die Balanced Scorecard
5.2 Inhaltliche Ausgestaltung der Balanced Scorecard für Beschaffungsketten
5.2.1 Finanzperspektive
5.2.2 Marktperspektive
5.2.3 Prozessperspektive
5.2.4 Kooperationsperspektive
5.2.5 Ressourcenperspektive
5.3 Exemplarisches Ursache-Wirkungsgeflecht am Beispiel von CPFR
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das Konzept der Balanced Scorecard für die Operationalisierung von Beschaffungsketten nutzbar zu machen, indem Strategien, Ziele und Kennzahlen für moderne Beschaffungskonzepte entwickelt werden. Die Forschungsarbeit analysiert, wie eine strategische Steuerung über Einzelunternehmensgrenzen hinaus erfolgen kann.
2.4.1 Supply Chain
Der Begriff der Supply Chain ist wörtlich mit Lieferanten- oder Angebotskette zu übersetzen. Dabei wird von der Vorstellung ausgegangen, dass die Wertschöpfung in Stufen stattfindet. Die Verkettung mehrerer einander folgender Unternehmen, die jeweils die Funktion des Lieferanten der nachfolgenden Stufe übernehmen, heißt Supply Chain. An ihrem Ende steht der Endkunde beziehungsweise der Konsument. Die Supply Chain wird auch als logistische Kette bezeichnet. Sie fasst einzelne Prozesse im Unternehmen und in seinem direkt mit der Leistungserstellung verbundenen Umfeld zu bereichsübergreifenden Organisations- und Informationseinheiten zusammen. Sie dehnt sich über den innerbetrieblichen Ablauf auf das Zusammenwirken mit Kunden, Lieferanten, Dienstleistern und anderen Externen aus.
Der entscheidende Unterschied zwischen der herkömmlichen Logistikkette und der Supply Chain liegt darin, dass die einzelnen Teilnehmer bisher aus ihrer isolierten Sicht nach einzelwirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden. Dagegen liegt der optimalen Supply Chain eine ganzheitliche Betrachtung der Logistikkette zu Grunde. Das Interesse der einzelnen Teilnehmer zielt auf eine Abstimmung der Güter- und Informationsflüsse aller Beteiligten ab. Diese Ausführungen verdeutlichen, dass es bei der Supply Chain um eine Zusammenarbeit aller Unternehmungen der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette geht. Dabei ist der Begriff „Kette“ irreführend, da es sich in vielen Fällen um ein integriertes Wertschöpfungsnetzwerk handelt.
1 Einleitung: Stellt die Bedeutung moderner, wertschöpfender Beschaffungsstrategien für den Unternehmenserfolg dar und führt die Balanced Scorecard als Instrument zur ganzheitlichen Steuerung von Wertschöpfungsketten ein.
2 Beschaffung: Definiert den Beschaffungsbegriff im Wandel vom reinen Einkauf hin zum externen Ressourcenmanagement und stellt aktuelle Konzepte wie JIT, VMI und CPFR vor.
3 Anforderungen an ein Controllingsystem für Beschaffung in Ketten: Analysiert die spezifischen Herausforderungen bei der Steuerung von Supply Chains, wie die Heterogenität der Akteure und die Notwendigkeit bereichsübergreifender Daten.
4 Controlling von Beschaffungsketten: Erläutert die Grundlagen des Controllings, traditionelle Instrumente und die Eignung der Balanced Scorecard als strategisches Managementsystem.
5 Balanced Scorecard in Beschaffungsketten: Diskutiert die Notwendigkeit der Anpassung der Balanced Scorecard auf Netzwerkebene und entwickelt eine netzwerkspezifische Ausgestaltung inklusive konkreter Perspektiven.
6 Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Eignung der modifizierten Balanced Scorecard als Controllinginstrument, weist jedoch auf den bestehenden Forschungsbedarf hin.
Balanced Scorecard, Beschaffungsketten, Supply Chain Management, Controlling, JIT, VMI, CPFR, Wertschöpfungskette, Strategische Planung, Kennzahlensysteme, Unternehmensnetzwerk, Ressourcenmanagement, Prozessoptimierung, Performance Measurement, Ursache-Wirkungsketten.
Die Arbeit untersucht, wie das Controlling-Konzept der Balanced Scorecard auf moderne, unternehmensübergreifende Beschaffungsketten übertragen und für diese angepasst werden kann.
Zentrale Themen sind die Beschaffung, das Supply Chain Management, die Anforderungen an ein netzwerkübergreifendes Controlling sowie die theoretische Fundierung der Balanced Scorecard.
Das Ziel ist die Entwicklung einer Netzwerk-Balanced Scorecard für verschiedene Beschaffungsstrategien (JIT, VMI, CPFR) inklusive einer Ursache-Wirkungskette, um die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wertschöpfungskette zu steuern.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und theoretische Erarbeitung von Controlling-Konzepten für Netzwerke, die in Modellen (Matrizen und Scorecards) zur Anwendung kommen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Beschaffungskonzepte, die Anforderungen an ein Supply Chain Controlling, die Grundlagen von Kennzahlensystemen und den detaillierten Entwurf einer Netzwerk-Balanced Scorecard.
Wesentliche Begriffe sind Balanced Scorecard, Supply Chain Management, Controlling, Wertschöpfungskette, Kennzahlen und strategisches Management.
Die Netzwerk-BSC erweitert die klassischen vier Perspektiven durch netzwerkspezifische Dimensionen wie Kooperations- oder Ressourcenperspektiven, um der Komplexität von Wertschöpfungsketten gerecht zu werden.
Das Geflecht visualisiert die komplexen Interdependenzen zwischen nicht-finanziellen operativen Kennzahlen und dem finanziellen Erfolg, was für die partnerschaftliche Kooperation in CPFR essenziell ist.
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