Diplomarbeit, 2003
110 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. DIE ÜBERALTERUNG DER GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND
2.1. Definition
2.2. Historische Entwicklung
2.3. Heutiger Stand und Zukunftsprognosen
3. DEFINITION DES ALTERS
3.1. Medizinisch
3.2. Altern, Alter und Altersbilder
3.3. Historischer Überblick über die Definitionen und Wertbestimmung des Alters
3.3.1. Antike
3.3.2. Mittelalter
3.3.3. Der grundlegende Wandel in der Neuzeit
3.3.4. Renaissance
3.3.5. Aufklärung
3.3.6. Das 19. Jahrhundert
3.3.7. Das 20. Jahrhundert
3.4. Verschiedene heutige Definitionsansätze
3.4.1. Biologisches Altern
3.4.2. Defizitmodell oder Maturitäts-Degenerationshypothese
3.4.3. Disengagementtheorie (Rückzugstheorie) und Aktivitätstheorie
3.4.4. Kontinuitätstheorie und Kompetenztheorie
3.5. Heutige „Wertbestimmung“ des Alters
3.6. Unterteilung des Alters in verschiedene Abschnitte
3.7. Zusammenfassung
4. ALTERNDE MENSCHEN IN DEUTSCHLAND
4.1. Politische und volkswirtschaftliche Sicht
4.1.1. Der Generationenvertrag
4.1.2. Das politische Machtpotential der „alten Wähler“
4.1.3. Die Sozialsysteme
4.1.3.1. Die Rentenversicherung
4.1.3.1.1. Historische Entwicklung
4.1.3.1.2. Das Rentenneuregelungsgesetz von 1957
4.1.3.1.3. Weitere Reformen der Rentenversicherung
4.1.3.1.4. Heutiger Zustand des Rentensystems nach der Rentenreform von 2001
4.1.3.2. Wertung und Auswirkungen der Veränderungen in der Rentenversicherung in Hinsicht auf Sicherung des Alters und Generationengerechtigkeit
4.1.4. Das Gesundheitswesen
4.1.5. Die Pflegeversicherung
4.1.6. Die Finanzierung der Alterssicherung im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang
4.1.7. Alternde Menschen im Wirtschaftskreislauf
4.1.7.1. Wohlstand im Alter und Altersarmut
4.1.7.2. Die Konsumentengruppe der Senioren
4.1.7.3. Das Geschäft mit der Pflege
4.1.8. Ältere Menschen auf dem Arbeitsmarkt
4.1.8.1. Vorruhestand
4.1.8.2. Altersarbeitslosigkeit
4.1.8.3. Neue Wertschätzung für ältere Arbeitnehmer
4.1.8.4. Fort- und Weiterbildung für Ältere
4.2. Juristische Sicht
4.2.1. Antidiskriminierungsgesetz
4.2.2. Das Altenpflegegesetz
4.2.3. Das Heimgesetz
4.2.4. Sterbehilfe
4.2.5. Patientenverfügungen
4.3. Gesellschaftliche und soziale Sicht
4.3.1. Wie sehen die letzten Lebensjahre aus?
4.3.1.1. Bringt die höhere Lebenserwartung eine längere Lebens- oder Leidenszeit?
4.3.1.2. Die Würde des pflegebedürftigen alten Menschen
4.3.1.3. Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Alter
4.3.1.4. Wohnsituation
4.3.2. Der Wandel der Familien und seine Bedeutung für die ältere Generation
4.3.3. Der Erfahrungsschatz älterer Menschen, konstanter Geschichtsblick und Wertebewusstsein und deren Bedeutung für eine Gesellschaft
4.3.4. Jugendfixierung der Gesellschaft
4.3.5. Gesellschaftliche Stellung und Aufgaben der Alten
4.3.5.1. Folgen des häufigen frühen Renteneintritts
4.3.5.2. Entwicklung der Betätigungsfelder älterer Menschen in der Gesellschaft
4.3.6. Wie werden die Älteren in der Gesellschaft wahrgenommen?
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1. Altern in der heutigen Zeit
5.2. Die Situation alternder Menschen als Herausforderung für eine alternde Gesellschaft
Die Diplomarbeit untersucht die soziologischen, politischen und ökonomischen Auswirkungen der demografischen Überalterung in Deutschland. Ziel ist es, die Herausforderungen für das soziale Miteinander, die Renten- und Gesundheitssysteme sowie die Arbeitswelt zu analysieren und Chancen für ein "Neues Miteinander" der Generationen aufzuzeigen.
Definition
Was bedeutet eigentlich die vielgenannte Überalterung einer Gesellschaft? Eine Gesellschaft überaltert, wenn deutlich weniger Kinder geboren werden, als zur zahlenmäßigen Nachfolge ihrer Elterngeneration notwendig wären. Die Elterngeneration wird nicht mehr durch die Kinder „ersetzt“.
Bleibt das niedrige Geburtenniveau auf Dauer bestehen, wie es in Deutschland der Fall ist, hat das langfristig eine sinkende Bevölkerungszahl und eine überalternde Bevölkerung zur Folge. Die Eltern rücken in ein höheres Alter auf, dass sich durch eine höhere Lebenserwartung auch über einen längeren Zeitraum erstreckt.
Die Kinder dieser Generation bilden nun eine zahlenmäßig schwächere Elterngeneration, die nun auch bei gleichbleibender Geburtenhäufigkeit insgesamt weniger Kinder zur Welt bringen wird, so dass sich die Alterspyramide von Generation zu Generation nach unten hin weiter verengt. Diese Entwicklung hat weiterhin zur Folge, dass ab einem gewissen Punkt die absolute Zahl der Sterbefälle die der Geburten übersteigt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen wird sich im zeitlichen Verlauf vergrößern, d.h. die Abnahme der Bevölkerung nimmt zu.
1. EINLEITUNG: Darstellung der demografischen Entwicklung und der Zielsetzung der Arbeit.
2. DIE ÜBERALTERUNG DER GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND: Definition der Überalterung und Analyse der historischen Entwicklung sowie Zukunftsprognosen.
3. DEFINITION DES ALTERS: Untersuchung des Alters aus medizinischer, historischer und heutiger soziologischer Sicht.
4. ALTERNDE MENSCHEN IN DEUTSCHLAND: Ausführliche Analyse der politischen, wirtschaftlichen, juristischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der alternden Bevölkerung.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Überlegungen zur heutigen Bedeutung des Alters und den Herausforderungen für eine alternde Gesellschaft.
Überalterung, Demografischer Wandel, Generationenvertrag, Rentenversicherung, Altersarmut, Pflegeversicherung, Altersbilder, Erwerbsleben, Demografischer Übergang, Altersdiskriminierung, Patientenverfügung, Altersvorsorge, Generationengerechtigkeit, Altersarbeitslosigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die zunehmende Überalterung der deutschen Gesellschaft entstehen.
Im Fokus stehen die Stabilität der Sozialsysteme, die Situation älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt, die historischen und aktuellen Altersbilder sowie ethische Fragen der Pflege und Lebensplanung.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Überalterung kritisch zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie ein zukunftsorientiertes Miteinander der Generationen gestaltet werden kann.
Der Autor nutzt eine interdisziplinäre Analyse, die historische, sozialwissenschaftliche und ökonomische Perspektiven kombiniert, um den komplexen Wandel des Alters zu beschreiben.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: die politische/volkswirtschaftliche Sicht, die juristische Sicht sowie die gesellschaftliche/soziale Perspektive auf das Altern in Deutschland.
Zentrale Begriffe sind Überalterung, Generationenvertrag, Rentensystem, Altersbilder, Sozialsysteme, Demografie, Altersarmut und Generationengerechtigkeit.
Er kritisiert die Verengung auf ein reines Rentenmodell und plädiert für einen umfassenderen "Drei-Generationen-Vertrag", der die Solidarität zwischen Kindern, Eltern und Großeltern als gesellschaftliches Fundament neu definiert.
Der Autor diskutiert die zunehmende Bedeutung privater Vorsorge als Ergänzung bzw. Ersatz zur gesetzlichen Rente und warnt vor selektiven Effekten, die soziale Unterschiede im Alter verschärfen könnten.
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