Bachelorarbeit, 2016
48 Seiten, Note: 2,3
1 Hintergrund, Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2 Corporate Social Responsibility
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Entwicklung und Diskussion
2.3 Dimensionen gesellschaftlicher Verantwortung
2.4 Gründe für ein verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen
3 Unternehmenskultur
3.1 Begriffsdefinition und Merkmale der Unternehmenskultur
3.2 Entwicklung und Diskussion über die Gestaltbarkeit von Unternehmenskulturen
3.3 Dimensionen der Unternehmenskultur
3.4 Funktion und Wirkung der Unternehmenskultur
4 Wechselwirkungen
4.1 Praxisbeispiel: Volkswagen AG
4.2 Anforderungen an die Unternehmenskultur
4.3 Wirkungen der Unternehmenskultur auf Corporate Social Responsiblity
4.4 Rückwirkungen auf die Unternehmenskultur
4.5 Wirken einer kulturell verankerten gesellschaftlichen Verantwortung auf den Unternehmenserfolg
5 Maßnahmen für eine funktionale CSR-Strategie
5.1 Gestaltungsmöglichkeiten von Unternehmenskulturen
5.2 Die Rolle von Human Resource Management
5.3 Die Rolle von Corporate Governance
5.4 Die zentrale Rolle der Kommunikation
6 Reflexion der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen Unternehmenskultur und Corporate Social Responsibility (CSR). Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine ernsthafte Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung nur dann gelingen kann, wenn CSR als fest verankerter Wert in der Unternehmenskultur integriert ist, statt nur als isolierte Strategie zu existieren.
4.1 Praxisbeispiel: Volkswagen AG
Es sollen nun anhand der Volkswagen AG die Zusammenhänge zwischen der Unternehmenskultur und CSR aufgezeigt werden. VW steht seit September 2015 in den Schlagzeilen der Medien durch die Veröffentlichung der Abgas-Affäre. Hierbei musste VW zugeben, dass bei rund neun Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingebaut wurde, die die Stickoxid-Werte während des Testbetriebs als zu niedrig auswies (Breitinger, 2016). Vor diesem Skandal galt Volkswagen generell als ein nachhaltig agierendes Unternehmen und konnte bspw., wie selbst im Nachhaltigkeitsbericht aufgezeigt, eine Mitgliedschaft im Dow Jones Sustainability World Index und dem UN Global Compact vorweisen (Volkswagen Aktiengesellschaft, 2015). Hierbei verpflichtet sich der Konzern zur Förderung von Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung und zudem über den CEO Water Mandate zu einem sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser (ebd., 2015).
Der CSR-Bericht von VW beginnt mit der Aussage „Verantwortung kennt keine Grenzen“ und Martin Winterkorn und Bernd Osterloh leiten ein mit den Worten: „Mit dem Wachstum des Konzerns wächst auch seine Verantwortung – für sichere und gute Arbeitsplätze, für die Ausbildung und die Chancen der jungen Generation, für Bildung, Wissenschaft und Kultur, für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch seine Talente entfalten kann, und vor allem auch: für eine intakte Umwelt“ (Volkswagen Aktiengesellschaft, 2012, 1 ff.). Es zeigt sich, dass die Verantwortung im Zusammenhang mit der Globalisierung und einer steigenden Unternehmensgröße gesehen wird. VW nehme diese geforderte Verantwortung wahr (ebd.). In all diesen Teilen der Verantwortung, die sie sich und dem von ihnen bezeichneten „wertorientierten“ Unternehmen zuschreiben, engagiere sich VW (ebd., 3). So laufen Projekte in Indien, Israel, der Türkei, Argentinien und Äthiopien zur Förderung der Bildung, wodurch eine Win-Win-Situation entsteht, da sie durch Fördermaßnahmen die selbst geforderten qualifizierten Fachkräfte heranbilden (ebd.). Daneben fördere VW das Engagement der Mitarbeiter im Bereich des Corporate Volunteering bei Projekten, wie bspw. in Argentinien bei dem Aufbau von Schulen oder dem Pflanzen von Bäumen für die Erhaltung der Biodiversität in Venezuela (ebd., 54, 58).
1 Hintergrund, Aufbau und Zielsetzung der Arbeit: Einleitung in die Relevanz der CSR-Thematik und Darlegung der zentralen Forschungsfrage nach dem Zusammenhang mit der Unternehmenskultur.
2 Corporate Social Responsibility: Definition und theoretische Einordnung von CSR sowie Diskussion der verschiedenen Dimensionen gesellschaftlicher Verantwortung.
3 Unternehmenskultur: Erläuterung der Merkmale, Dimensionen und Funktionen von Unternehmenskultur sowie deren Rolle für ein systemisches Verständnis im Unternehmen.
4 Wechselwirkungen: Analyse der wechselseitigen Beeinflussung von Unternehmenskultur und CSR, illustriert am Fallbeispiel der Volkswagen AG.
5 Maßnahmen für eine funktionale CSR-Strategie: Darstellung operativer Gestaltungsmöglichkeiten durch Personalmanagement, Corporate Governance und strategische Kommunikation.
6 Reflexion der Ergebnisse: Kritische Zusammenfassung der Arbeit mit der Erkenntnis, dass CSR als integraler Wert tief in der Kultur verankert sein muss, um erfolgreich zu sein.
Unternehmenskultur, Corporate Social Responsibility, CSR, gesellschaftliche Verantwortung, Unternehmensethik, Nachhaltigkeit, Stakeholder-Dialog, Business Case, Unternehmenserfolg, Corporate Governance, Human Resource Management, Wertewandel, Organisationskultur, Volkswagen AG, Change Management.
Die Arbeit analysiert die Interdependenzen zwischen der Unternehmenskultur und der Corporate Social Responsibility (CSR) in Unternehmen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von CSR und Unternehmenskultur, deren gegenseitige Beeinflussung sowie deren gemeinsamer Einfluss auf den langfristigen Unternehmenserfolg.
Es soll nachgewiesen werden, dass eine glaubwürdige und effektive CSR-Strategie nur dann gelingen kann, wenn gesellschaftliche Verantwortung als fester Wert in der Unternehmenskultur verankert ist.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse und wendet die theoretischen Erkenntnisse auf ein Praxisbeispiel (Volkswagen AG) an, um die Wechselwirkungen zu illustrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Analyse der Wechselwirkungen und konkrete Handlungsfelder wie HRM, Governance und Kommunikation.
Wichtige Begriffe sind Unternehmenskultur, CSR, Wertesysteme, Business Case, stakeholderorientierte Führung und systemische Integration.
VW dient als Beispiel für einen Konzern, der CSR-Aktivitäten nach außen kommunizierte, diese jedoch nicht hinreichend in der Unternehmenskultur verankerte, was in Krisenzeiten zu einem massiven Glaubwürdigkeitsverlust führte.
Laut Arbeit führen nur "gelebte" Werte zu einer dauerhaften Glaubwürdigkeit; wenn die Unternehmenskultur CSR entgegensteht, bleibt das Engagement eine reine PR-Maßnahme ohne tiefere Wirkung auf das Stammgeschäft.
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