Masterarbeit, 2016
70 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung aus der Praxis
1.2 Aktueller Stand der Forschung
1.3 Fragestellung und Zielsetzung
1.4 Untersuchungsmethodik und Vorgehensweise
2. Diverse Personalentwicklungsansätze
2.1 Einordnung und Definition des PE-Begriffs
2.2 Personalentwicklung in KMU
2.2.1 KMU - Begriffsverständnis und Abgrenzung
2.2.2 Berufsgruppen und Tätigkeiten in industriellen KMU
2.2.3 Umsetzung von PE-Maßnahmen in KMU
2.3 Personalentwicklung im Gesundheitswesen
2.3.1 Gesundheitswesen - Begriffsverständnis und Abgrenzung
2.3.2 Berufsgruppen und Tätigkeiten im Gesundheitswesen
2.3.3 Umsetzung der PE-Maßnahmen in Kliniken und Krankenhäusern
2.3.3.1 Fort- und Weiterbildungen in der Pflege
2.3.3.2 Fort- und Weiterbildungen im ärztlichen Dienst
2.3.3.3 Praktische Umsetzung der PE-Maßnahmen
2.4 Personalentwicklung aus Sicht der Generation Y
2.4.1 Definition Generation Y und Abgrenzung von der Generation X
2.4.2 Erwartungen und Vorstellungen der Generation Y
2.4.3 Anwendung geeigneter PE-Instrumente für die Generation Y
2.4.4 Die Generation Z
3. Mitarbeiterbindung
3.1 Die Ebenen der Mitarbeiterbindung
3.2 Mitarbeiterbindung aus Sicht des Unternehmens
3.3 Mitarbeiterbindung aus Sicht der Mitarbeiter
4. Personalfluktuation
4.1 Personalfluktuation und deren Auswirkungen für das Unternehmen
4.2 Messbarkeit der Personalfluktuation
5. Durchführung und Auswertung der Online-Befragung
5.1 Methodische Vorgehensweise
5.2 Aufbau des Online-Fragebogens
5.3 Vorstellung der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung
6.1 Fazit und Reflexion der Masterarbeit
6.2 Ausblick in die Zukunft
Die Arbeit untersucht, in welchem Grad Personalentwicklungsmaßnahmen (PE-Maßnahmen) dazu beitragen, Mitarbeiter langfristig an Organisationen zu binden und ob dadurch eine Personalfluktuation reduziert werden kann, wobei die Wirtschaftszweige Industrie und Gesundheitswesen vergleichend betrachtet werden.
1.1 Problemstellung aus der Praxis
Begrifflichkeiten, wie der demografische Wandel, die Generationen X und Y, sowie der Fachkräftemangel, sind aktuelle Themen, die in Medien und Fachkreisen diskutiert werden und immer mehr an Bedeutung gewinnen (vgl. Haag/Roßmann 2015: 253). Der demografische Wandel schreitet voran, mit der Konsequenz, dass sich das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Jung und Alt in Deutschland in den kommenden Jahren stark verändern wird (vgl. Jeschke 2013: 11). Als Gründe dafür können u.a. die niedrigen Geburtenraten der letzten Jahre, sowie der medizinische Fortschritt und demzufolge eine entsprechend höhere Lebenserwartung der Bevölkerung in Deutschland genannt werden (vgl. Rading 2010: 13). Neben der Tatsache, dass in den nächsten Jahren immer weniger qualifizierte, junge Fachkräfte ins Berufsleben einsteigen werden, wird sich auch die alternde Generation der sogenannten (sog.) "Babyboomer" (Jeschke 2013: 53) - die Geburtenjahrgänge von 1955 bis 1969 - auf Grund von Verrentungen oder Fluktuation aus gesundheitlichen Gründen verringern (vgl. Jeschke 2013: 53).
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bedeutet dies in Zahlen ausgedrückt, dass sich der Anteil der 23- bis 64-jährigen in Deutschland - verglichen mit dem Jahr 2000 - von 48,4 Millionen (Mio.) auf voraussichtlich 38,5 Mio. Menschen im Jahr 2050 verringern wird. Aktuell - Stand 2016 - können bereits nur noch 46,8 Mio. Menschen aus dieser Altersgruppe verzeichnet werden. Ebenfalls rückläufig ist die Anzahl der unter 23-jährigen. Waren es im Jahr 2000 mit insgesamt 20,2 Mio. noch ein Viertel der Bevölkerung, so werden es im Jahr 2050 voraussichtlich nur noch ca. 14,5 Mio., also 19 % sein (vgl. Statistisches Bundesamt online 2015). Bei einer genauen Betrachtung der Altersstruktur ist festzustellen, dass sich die grafische Darstellung von einer Pyramide zu einem Baum entwickelt hat (vgl. Wolf 2013: 29).
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2. Diverse Personalentwicklungsansätze: Definition von Personalentwicklung sowie Vergleich von Ansätzen in KMU, dem Gesundheitswesen und bei spezifischen Generationen.
3. Mitarbeiterbindung: Erläuterung des Konzepts der Mitarbeiterbindung, dessen Ebenen sowie Sichtweisen von Arbeitgebern und Mitarbeitern.
4. Personalfluktuation: Definition, Messbarkeit und Auswirkungen von Fluktuation auf das Unternehmen.
5. Durchführung und Auswertung der Online-Befragung: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, des Fragebogenaufbaus sowie der empirischen Ergebnisse.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit, Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Personalfluktuation, KMU, Gesundheitswesen, Generation Y, Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance, Karriereplanung, Online-Befragung, Commitment, Arbeitszufriedenheit, Qualifizierung.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung und der Vermeidung von Personalfluktuation im Kontext aktueller Herausforderungen wie dem demografischen Wandel.
Zentrale Themen sind die Personalentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie im Gesundheitswesen, der Vergleich von Generationen (X, Y, Z), Instrumente zur Mitarbeiterbindung und die Messung von Fluktuation.
Das primäre Ziel ist zu analysieren, ob und in welchem Maße PE-Maßnahmen dazu beitragen, Mitarbeiter zu binden, und kritisch zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen das Risiko bergen, Mitarbeiter auf Kosten des Arbeitgebers für den Wettbewerb zu qualifizieren.
Neben einer umfassenden theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse wurde eine empirische Online-Befragung bei 500 Teilnehmern aus verschiedenen Branchen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu PE-Ansätzen in der Industrie und im Gesundheitswesen, eine detaillierte Analyse der Mitarbeiterbindung, die Thematik der Personalfluktuation sowie die Durchführung und Auswertung der Online-Befragung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Fluktuation, Generation Y, betriebliches Gesundheitsmanagement und Fachkräftemangel geprägt.
Ja, laut der Arbeit ist das Gesundheitswesen personalintensiver, hat eine stärkere Tradition in der Fachqualifizierung und setzt aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend auf aktive, strategische Personalentwicklungsansätze, während in der Industrie oft Kapazitätsengpässe bestehen.
Die Generation Y nimmt eine zentrale Rolle ein, da sie durch hohe Wechselbereitschaft, den Wunsch nach Selbstbestimmung, Work-Life-Balance und Feedback geprägt ist, was Organisationen dazu zwingt, ihre PE-Maßnahmen anzupassen.
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