Bachelorarbeit, 2014
101 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Determinanten der Zins- und Geldpolitik
2.1 Die Europäische Zentralbank als Steuerungsinstitut
2.2 Möglichkeiten und Grenzen der Geldpolitik
2.3 Geldpolitisches Instrumentarium der EZB
2.3.1 Mindestreserve
2.3.2 Offenmarktgeschäfte
2.3.3 Ständige Fazilitäten
2.4 Darstellung der geldpolitischen Maßnahmen der EZB seit der Finanzkrise
3. Auswirkungen der Niedrigzinsen auf die volkswirtschaftliche Entwicklung
3.1 Preisniveaustabilität
3.1.1 Darstellung der Auswirkungen
3.1.2 Kritische Würdigung
3.2 Volkswirtschaftliche Komponenten
3.2.1 Darstellung der Auswirkungen
3.2.2 Kritische Würdigung
4. Auswirkungen der Niedrigzinsen auf diverse Anspruchsgruppen
4.1 Kreditinstitute
4.1.1 Darstellung der Auswirkungen
4.1.2 Kritische Würdigung
4.2 Unternehmen
4.2.1 Darstellung der Auswirkungen
4.2.2 Kritische Würdigung
4.3 Private Haushalte
4.3.1 Darstellung der Auswirkungen
4.3.2 Kritische Würdigung
5. Einschätzung und Prognose der zukünftigen Zinspolitik
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes in Deutschland und untersucht kritisch, warum die expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank nicht zu den gewünschten positiven Entwicklungen des Wirtschaftswachstums führen und welche Risiken sich für verschiedene Anspruchsgruppen ergeben.
2.3.1 Mindestreserve
Durch die Mindestreserve werden die Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet dazu verpflichtet, für ausgewählte Verbindlichkeiten einen bestimmten Prozentsatz als Einlagen beim Eurosystem zu unterhalten. Dieser Mindestreservesatz kann gemäß einer EZB-Ratsverordnung grundsätzlich zwischen null und zehn Prozent liegen und ist nach dem Prinzip der Durchschnittsbildung zu erfüllen.
Das Mindestreservesoll einer Periode lässt sich am Monatsende durch Anwendung des MR-Satzes auf die MR-Basis berechnen. Dieses wird, zur Entlastung kleinerer Institute, um einen Freibetrag von 100.000 EUR korrigiert.
Die Mindestreserve erfüllt im Wesentlichen eine Anbindungs- und Stabilisierungsfunktion. Die Anbindungsfunktion resultiert aus der Pflicht zur Unterhaltung der Mindestreserve und der damit verbundenen Zwangsnachfrage der Kreditinstitute nach Zentralbankgeld. Dies ermöglicht das Wirksamwerden weiterer geldpolitischer Instrumente.
Die Durchschnittserfüllung eröffnet den Kreditinstituten die Möglichkeit, vorübergehende Liquiditätsengpässe am Interbankenmarkt innerhalb einer Reserveerfüllungsperiode über eine Disposition der Mindestreserve zu umgehen. Dies trägt zu einer Stabilisierung der Geldmarktzinsen bei.
1. Einleitung: Die Arbeit stellt die Problemstellung und Zielsetzung dar, die kritische Auswirkungen niedriger Zinsen in Deutschland aufzeigen soll.
2. Determinanten der Zins- und Geldpolitik: Dieses Kapitel erläutert die Rolle der EZB, deren geldpolitische Instrumente sowie die Maßnahmen seit der Finanzkrise.
3. Auswirkungen der Niedrigzinsen auf die volkswirtschaftliche Entwicklung: Hier werden die Effekte auf die Preisniveaustabilität und volkswirtschaftliche Komponenten analysiert.
4. Auswirkungen der Niedrigzinsen auf diverse Anspruchsgruppen: Das Kapitel untersucht die Folgen der Zinspolitik für Kreditinstitute, Unternehmen und private Haushalte.
5. Einschätzung und Prognose der zukünftigen Zinspolitik: Es erfolgt eine Einschätzung der weiteren Zinsentwicklung basierend auf den vorangegangenen Analysen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Wirksamkeit der Geldpolitik.
Niedrigzinspolitik, Europäische Zentralbank, Preisniveaustabilität, Geldpolitik, Transmission, Zinsstrukturkurve, Kreditinstitute, Investitionen, Private Haushalte, Realzinsfalle, Deflation, Liquidität, Wirtschaftswachstum, Deutschland, Eurozone
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und kritischen Würdigung der Auswirkungen des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes in Deutschland.
Die Arbeit behandelt die geldpolitischen Instrumente der EZB, die Auswirkungen auf die Preisstabilität und volkswirtschaftliche Komponenten sowie die spezifischen Effekte auf Kreditinstitute, Unternehmen und Haushalte.
Das Ziel ist es, zu analysieren, warum niedrige Zinsen bisher kaum zu positivem Wirtschaftswachstum beigetragen haben und welche Risiken sich für die verschiedenen Akteure in Deutschland entwickelt haben.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch volkswirtschaftliche Modelle und analysiert empirische Daten, Statistiken und Umfrageergebnisse, um die Wirksamkeit der EZB-Politik zu prüfen.
Der Hauptteil analysiert die Transmissionsprozesse der Zinspolitik sowie die Folgen für Banken (insb. Fristentransformation), Unternehmen (Kreditvergabe) und Sparer.
Schlüsselwörter sind unter anderem Niedrigzinspolitik, EZB, Preisstabilität, Transmissionsmechanismen, Zinsstrukturkurve und Realzinsfalle.
Aufgrund der flachen Zinsstrukturkurve sinken die Margen aus der Fristentransformation, was die Ertragslage der Banken zunehmend belastet.
Obwohl sich die Finanzierungsbedingungen verbessert haben, ist die Kreditnachfrage aufgrund externer Krisen und einer hohen Unsicherheit verhalten, was die Wirksamkeit der Zinspolitik mindert.
Sparer leiden unter der schleichenden Entwertung ihres Vermögens durch reale Negativrenditen, da sichere Anlagealternativen kaum noch Zinserträge abwerfen.
Basierend auf der Forward Guidance der EZB wird von einem weiterhin niedrigen Zinsniveau ausgegangen, wobei unkonventionelle Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft wahrscheinlich bleiben.
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