Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel
1.3 Themenabgrenzung
2 Einführung in die Thematik
2.1 Derivate
2.2 Optionen
2.2.1 Plain Vanilla Optionen
2.2.2 Digitale Optionen
2.2.3 Barrier Optionen
2.3 Zertifikate am Beispiel des Bonuszertifikates
2.4 Knock-Out Produkte
3 Preisbewertungsmodelle für Optionen
3.1 Grundlagen zur Preisbestimmung
3.2 Cox-Ross-Rubinstein Modell
3.3 Black-Scholes Modell
3.3.1 Plain Vanilla Optionen
3.3.2 Europäische Digitale Optionen
3.3.3 Amerikanische Digitale Optionen
4 Modell zur Wahrscheinlichkeitsbestimmung
4.1 Modellannahme
4.2 In-the-money Wahrscheinlichkeit einer Option
4.3 Knock-Out Wahrscheinlichkeit eines Knock-Out Produktes
4.4 Barrieren Ereignis Wahrscheinlichkeit eines Zertifikates
5 Volatilität als Schätzparameter
5.1 Bedeutung der Volatilität für das Modell
5.2 Charakteristik unterschiedlicher Volatilitäten
5.3 Kombination der Prognosen für das Modell
6 Resümee
6.1 Umsetzbarkeit
6.2 Vorteile & Nachteile
6.3 Aktuelle Situation
6.4 Schlussbemerkung
Diese Arbeit entwickelt ein universelles finanzmathematisches Modell zur Berechnung von Moneyness- und Knock-Out-Wahrscheinlichkeiten für strukturierte Produkte. Ziel ist es, die Transparenz für Privatanleger am deutschen Derivatemarkt zu erhöhen, indem Wahrscheinlichkeiten für positive und negative Ereignisse während der gesamten Laufzeit transparent und aktuell dargestellt werden.
3.2 Cox-Ross-Rubinstein Modell
Mit Hilfe des Binomialmodells nach Cox, Ross und Rubinstein ist es möglich, den risikoneutralen Preis einer Option zu bestimmen. Das bedeutet, dass keine Aussage darüber getroffen wird, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Preis des Basiswertes fällt oder nicht. Zudem sind auch die Risikopräferenzen der Investoren nicht zu berücksichtigen, da die Wahrscheinlichkeiten von zukünftigen Preisänderungen bereits im Preis des Basiswertes berücksichtigt sind und nicht ein zweites Mal für die Bewertung der Option berücksichtigt werden dürfen. Betrachtet wird im Folgenden ausschließlich die Bewertung einer europäischen Aktienoption.
Um das Binomialmodell anwenden zu können, muss die Bedingung der Arbitragefreiheit gewährleistet sein. Es wird der heutige Wert c einer europäischen Call Option mit Laufzeit T und Basispreis K gesucht. Der aktuelle Aktienkurs beträgt S0 und kann nach Ablauf von T entweder um den Faktor u gestiegen oder um den Faktor d gefallen sein und somit entweder S0u oder S0d betragen. Der Wert des Calls beträgt somit nach T entweder cu oder cd. Das zukünftige Auszahlungsprofil des Calls lässt sich durch eine Kreditaufnahme X mit dem Zinssatz r über die Laufzeit T und durch den Kauf von ∆ Aktien replizieren. ∆ entspricht dabei der Anzahl an Aktien. D.h. cu muss am Ende der Laufzeit ∆S0u - XerT entsprechen und cd muss ∆S0d - XerT entsprechen. Durch Kombination der beiden Gleichung ergeben sich:
1 Einleitung: Analyse des Marktes für strukturierte Produkte und die Problemstellung hinsichtlich mangelnder Transparenz für Privatanleger.
2 Einführung in die Thematik: Detaillierte Darstellung der Funktionsweise von Derivaten, Optionen und strukturierten Zertifikaten.
3 Preisbewertungsmodelle für Optionen: Theoretische Herleitung verschiedener finanzmathematischer Modelle zur Preisbestimmung von Optionen als Basis für das spätere Modell.
4 Modell zur Wahrscheinlichkeitsbestimmung: Zentrale Herleitung der Berechnungsformeln für Moneyness- und Knock-Out-Wahrscheinlichkeiten.
5 Volatilität als Schätzparameter: Untersuchung der Bedeutung der Volatilität für das Modell und Analyse verschiedener Prognosemöglichkeiten.
6 Resümee: Kritische Diskussion der Umsetzbarkeit, der Stärken und Schwächen des entwickelten Modells sowie ein Ausblick auf die aktuelle Marktsituation.
Derivate, Optionen, strukturierte Produkte, Knock-Out-Wahrscheinlichkeit, Moneyness, Volatilität, Black-Scholes-Modell, Finanzmathematik, Transparenz, Risikokennzahl, Zertifikate, Binomialmodell, Marktdaten, Anlegerschutz, Preisbewertung.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Verbesserung der Transparenz bei strukturierten Finanzprodukten für Privatanleger durch ein Modell zur Wahrscheinlichkeitsberechnung.
Die Arbeit behandelt Derivate, Optionsbewertungsmodelle, die Modellierung von Wahrscheinlichkeiten bei Barriere-Produkten und die Rolle der Volatilität.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das Knock-Out-Wahrscheinlichkeiten und Moneyness-Wahrscheinlichkeiten während der gesamten Laufzeit eines Produkts aktuell berechnet.
Es werden finanzmathematische Verfahren wie das Binomialmodell von Cox-Ross-Rubinstein und das Black-Scholes-Merton-Modell angewendet und auf die Fragestellung angepasst.
Der Hauptteil befasst sich mit der mathematischen Herleitung der Preisbewertungsmodelle und der daraus abgeleiteten Berechnungsmethodik für Ereigniswahrscheinlichkeiten sowie der kritischen Analyse der Volatilität.
Wesentliche Begriffe sind Derivate, strukturierte Produkte, Volatilität, Wahrscheinlichkeitsbestimmung und Anlegertransparenz.
Die zukünftige Volatilität ist ein entscheidender Parameter, der nicht direkt beobachtbar ist, aber die Wahrscheinlichkeiten von ITM- oder Knock-Out-Ereignissen maßgeblich beeinflusst.
Das Modell ist auf Excel-basierten Systemen der Emittenten aufbaubar, die über Datenschnittstellen zu Anbietern wie Bloomberg oder Reuters mit aktuellen Marktdaten versorgt werden können.
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