Examensarbeit, 2015
85 Seiten, Note: 2
1. Überblick
2. Begriffsklärungen
2.1 Integration
2.2 Inklusion
3. Die Entwicklung - von der Exklusion zur Inklusion
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Rechtliche Grundlagen und deren Entwicklung
3.2.1 Allgemeine rechtliche Situation und deren Entwicklung
3.2.2 Grundlagen im Bundesland Bayern
4. Allgemeine Beschulungsformen
5. Die Kooperationsklasse als bayerisches Konzept
5.1 Bedeutung von Kooperation und Kooperationsklasse
5.2 Akteure der Kooperation
5.3 Kriterien, nach denen Schüler für die Kooperationsklasse ausgewählt werden
5.3.1 Allgemein
5.3.2 Kriterien der Schülerauswahl in Hinblick auf den Förderschwerpunkt
5.4 Die Aufgaben des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes in der Kooperationsklasse
6. Die Außenklasse - zwei Beispiele in Rhön-Grabfeld
6.1 Definition von geistiger Behinderung
6.2 Allgemeines zur Außenklasse
6.3 Rahmen der Zusammenarbeit an beiden Grundschulen
6.4 Entwicklung der Zusammenarbeit
7. Didaktisch-methodischer Rahmen integrativer Modelle
7.1 Vorbemerkungen
7.2 Lern- und Kooperationsformen nach Wocken
7.3 Abhängigkeit vom gewählten Curriculum
7.4 Wichtige Aspekte für die Praxis und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten
7.5 Leistungserhebung und Leistungsbewertung
7.6 Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung
7.7 Eigene Erlebnisse im Unterrichtsalltag der Außenklassen
7.7.1 Unterricht an der Grundschule Wollbach
7.7.2 Unterricht an der Besengau-Grundschule Bastheim
8. Eigene empirische Erhebungen zur Außenklasse
8.1 Erhebungsmethoden
8.1.1 Erfassung der Lehrer- und Schulleiterperspektive
8.1.2 Erfassung der Elternperspektive
8.1.3 Erfassung der Schülerperspektive
8.2 Auswertung
8.2.1 Perspektive der Schulleiter und weiterer Beteiligter der Institution Schule
8.2.2 Elternperspektive
8.2.3 Schülerperspektive
8.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
8.4 Zeitungsartikel
9. Fazit und Konfliktsituation durch das Spannungsfeld Separation und Integration im Schulsystem
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Grundschule in Bayern den Weg zur Inklusion beschreitet. Im Fokus stehen dabei die Modelle der Kooperationsklasse und der Außenklasse als zentrale Umsetzungskonzepte für den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf.
7.7 Eigene Erlebnisse im Unterrichtsalltag der Außenklassen
Durch eine über einen mehrwöchigen Zeitraum dauernde Hospitation in den beiden Außenklassen der Herbert-Meder-Schule im Schuljahr 2013/2014 wurden mir unterschiedliche Einblicke gewährt, wie Kooperation im Konzept der Außenklasse aussehen kann.
Am 24.03.2014 wurden die Außenklassen G1 und M1 gemeinsam mit ihren Partnerklassen der Grundschulen Wollbach und Bastheim an die Herbert-Meder-Schule nach Unsleben eingeladen. Dort fand aufgrund des Frühlingsanfangs eine jahreskreisspezifische Veranstaltung statt. In diesem sogenannten Frühlingskreis durften alle Kinder, die regulär die Förderschule besuchen, beide Außenklassen sowie ihre beiden Partnerklassen die ersten zwei Schulstunden gemeinsam in der Aula der Herbert-Meder-Schule verbringen. Die Kinder saßen in einem zweireihigen Stuhlkreis, teilweise auch auf Bänken, wobei deutlich zu beobachten war, dass die Außenklassen mit ihren Regelschulklassen zum Teil vermischt saßen. Es wurden Frühlingslieder gesungen und Frühlingsgeschichten erzählt. Jede Klasse hat etwas zum Thema Frühling mitgebracht. Nach dem gemeinsamen Teil gingen die Förderschulklassen wieder in ihre Klassenräume. Die Außenklassen haben die Gelegenheit genutzt, ihren kooperierenden Grundschulklassen, von denen einige Schüler zum ersten Mal das Schulhaus des Förderzentrums sahen, das Gebäude zu zeigen. Die meisten Kinder der Außenklassen besuchen im Anschluss an den Unterricht der Grundschule die Tagesstätte dieses Schulhauses und kennen sich deshalb bestens dort aus. Stolz führten sie ihre Partnerklassen durch einzelne Räume.
Im Folgenden werden die beiden Außenklassen getrennt voneinander betrachtet, da der Unterricht im Detail unterschiedlich gestaltet wird.
1. Überblick: Einführung in die aktuelle Situation der Inklusion in Bayern und Vorstellung der Konzepte Kooperations- und Außenklasse.
2. Begriffsklärungen: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe Integration und Inklusion.
3. Die Entwicklung - von der Exklusion zur Inklusion: Darstellung der historischen und rechtlichen Entwicklung der Beschulung von Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Deutschland und Bayern.
4. Allgemeine Beschulungsformen: Überblick über die verschiedenen Formen der Beschulung für Kinder mit Förderbedarf.
5. Die Kooperationsklasse als bayerisches Konzept: Detaillierte Erläuterung der Kooperationsklasse, deren Akteure und Auswahlkriterien sowie die Rolle des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes.
6. Die Außenklasse - zwei Beispiele in Rhön-Grabfeld: Vorstellung des Konzepts der Außenklasse anhand konkreter Beispiele und Definition geistiger Behinderung.
7. Didaktisch-methodischer Rahmen integrativer Modelle: Erörterung von Unterrichtsformen, Curricula und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Heterogenität.
8. Eigene empirische Erhebungen zur Außenklasse: Darstellung der selbst durchgeführten Forschung zur Akzeptanz und Umsetzung der Außenklassen aus Sicht der Beteiligten.
9. Fazit und Konfliktsituation durch das Spannungsfeld Separation und Integration im Schulsystem: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über das Spannungsfeld im bayerischen Bildungswesen.
Inklusion, Integration, Kooperationsklasse, Außenklasse, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz, Gemeinsamer Unterricht, Heterogenität, Mobiler Sonderpädagogischer Dienst, Schulpädagogik, Sonderpädagogik, Empirische Untersuchung, Geistige Behinderung, Lernentwicklung, Schulalltag.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Grundschule in Bayern den Weg in Richtung Inklusion erfolgreich beschreitet, wobei der Fokus auf den Modellen der Kooperationsklasse und der Außenklasse liegt.
Die Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen in Bayern, die historische Entwicklung der Sonderbeschulung, didaktische Methoden im integrativen Unterricht sowie die empirische Auswertung zur Akzeptanz dieser Modelle.
Das Ziel ist es, die Umsetzung der Inklusion durch die spezifischen bayerischen Konzepte (Kooperations- und Außenklasse) zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob diese als tragfähige Modelle für eine inklusive Schule dienen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Erhebung, die qualitative Interviews mit Schulleitern und Schülern sowie quantitative Fragebögen für Eltern und Lehrkräfte umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffe, Geschichte, Recht), die detaillierte Beschreibung der Kooperations- und Außenklassen-Modelle sowie die methodische Auswertung des Schulalltags und der Befragungsergebnisse.
Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Inklusion, Integration, Kooperationsklasse, Außenklasse, Sonderpädagogik, bayerisches Schulsystem und gemeinsame Lernsituationen.
Die befragten Eltern bewerten das Modell weitgehend positiv, insbesondere im Hinblick auf die soziale Entwicklung ihrer Kinder, wobei vereinzelt Bedenken hinsichtlich der kognitiven Lernziele und der personellen Ausstattung geäußert werden.
Der MSD fungiert als Informationslieferant, Berater und unterstützendes Mitglied im Klassenteam, um durch differenzierte Maßnahmen den Verbleib der Kinder in der Regelschule zu fördern.
Herausforderungen ergeben sich oft aus knappen räumlichen Kapazitäten an Regelschulen, einem hohen Organisationsaufwand für gemeinsame Projekte und der Notwendigkeit, Lehrpläne zieldifferent an die individuellen Bedürfnisse der Schüler anzupassen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

