Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Inklusion als Menschenrecht: Was bedeutet Inklusion im Schulbezug und wie wird es umgesetzt?
2.1 Inklusion - eine allgemeine Definition
2.2 Politische und rechtliche Grundlagen: Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention und der Artikel 24
2.3 Die Umsetzung im Bundesland Niedersachsen
3 Sport als Antriebsmaschine für erfolgreiche, kompetenzorientierte Inklusion im Sportunterricht?
3.1 Kompetenzorientierung im Sportunterricht?
3.2 Die Vielfalt des inklusiven Sportunterrichts nutzen
3.2.1 Umgang mit heterogenen Lerngruppen
3.2.2 Unmittelbarkeit
3.2.3 Gemeinsames Handeln
3.3 Gelingt es immer...? Problematiken des inklusiven Sportunterrichts
3.3.1 Körperliche Exponiertheit
3.3.2 Direkte Interaktion
4 Möglichkeiten eines inklusiven Sportunterrichts – Ergebnisse einer Befragung von SportlehrerInnen in X. und Y. zu Chancen, Herausforderungen und Notwendigkeiten
4.1 Fragestellungen der Untersuchung
4.2 Methodisches Vorgehen
4.2.1 Datenerhebung
4.2.2 Datenauswertung
4.3 Ergebnisse
5 Was bleibt zu tun? - Notwendige Handlungsempfehlungen als Bausteine zur Gestaltung von inklusivem, kompetenzorientiertem Sportunterricht
5.1 Und jetzt alle zusammen: Lehrende im Multipädagogensystem
5.2 Inklusives Kerncurriculum
5.3 Schaffung gemeinsamer Lernsituationen in differenzierten Lernarrangements im Sportunterricht
6 „Inklusion beginnt im Kopf" - ein Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Grenzen eines inklusiven, kompetenzorientierten Sportunterrichts unter Berücksichtigung der Sichtweisen von Lehrkräften und analysiert, inwiefern dieser Unterricht unter den gegebenen Rahmenbedingungen erfolgreich umgesetzt werden kann.
3.3.1 Körperliche Exponiertheit
Die besonderen Merkmale des Faches Sport können jedoch auch Problematiken hervorrufen. Laut Miethling und Krieger (2004, S. 227) spiegelt sich das in der Darstellung des eigenen Körpers im Rahmen von Bewegungskönnen wieder (vgl. Wolters, 2008, S. 7). Demnach kann es besonders für SuS mit sonderpädagogischen Förderbedarf zu einer erhöhten Hemmschwelle kommen und sie erleben im Sportunterricht unangenehme Situationen. Besonders beispielgebend sind dafür Unterrichtsverläufe, in denen sich die Betroffenen dem direkten Vergleich durch Leistungsbenotung stellen müssen oder durch Demonstrieren einer sportlichen Übung vor der gesamten Klasse, womöglich eine Blamage einstecken müssen. Zudem kann dadurch auch das Selbstwertgefühl erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden (vgl. ebd.). Darüber hinaus kann dieses Gefühl noch durch ein schlechtes Klassenklima oder durch unangemessene Lernarrangements seitens der Lehrkraft verstärkt werden (vgl. Miethling und Krieger, 2004, S. 232, zitiert nach Wolters, 2008, S. 7).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Inklusion im Sportunterricht ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Inklusion als Menschenrecht: Was bedeutet Inklusion im Schulbezug und wie wird es umgesetzt?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Inklusion, beleuchtet die UN-Behindertenrechtskonvention und untersucht deren Umsetzung im Bundesland Niedersachsen.
3 Sport als Antriebsmaschine für erfolgreiche, kompetenzorientierte Inklusion im Sportunterricht?: Hier wird die Kompetenzorientierung diskutiert, die Möglichkeiten inklusiven Sportunterrichts analysiert und spezifische Problematiken wie körperliche Exponiertheit beleuchtet.
4 Möglichkeiten eines inklusiven Sportunterrichts – Ergebnisse einer Befragung von SportlehrerInnen in X. und Y. zu Chancen, Herausforderungen und Notwendigkeiten: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Befragung und präsentiert die Ergebnisse der Interviews mit den Sportlehrkräften.
5 Was bleibt zu tun? - Notwendige Handlungsempfehlungen als Bausteine zur Gestaltung von inklusivem, kompetenzorientiertem Sportunterricht: Basierend auf den Ergebnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen, insbesondere zum Multipädagogensystem und zur curricularen Gestaltung, abgeleitet.
6 „Inklusion beginnt im Kopf" - ein Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendigen Bedingungen für eine gelingende Inklusion.
Inklusion, Sportunterricht, Kompetenzorientierung, Heterogenität, Sonderpädagogik, UN-Behindertenrechtskonvention, Multipädagogensystem, Team-Teaching, Förderschulwesen, Inklusionspädagogik, Schulsport, Lehrereinstellungen, Differenzierung, Menschenrechte, Bildungsgerechtigkeit.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Umsetzung von Inklusion im kompetenzorientierten Sportunterricht.
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen der Inklusion, der pädagogischen Umsetzung im Schulsport sowie den Erfahrungen und Sichtweisen praktizierender Lehrkräfte.
Ziel ist es, zu analysieren, wie unter aktuellen Rahmenbedingungen inklusiver Sportunterricht chancengerecht gestaltet werden kann und welche Barrieren dabei überwunden werden müssen.
Es wurde eine qualitative Untersuchung in Form von Leitfadeninterviews mit Sportlehrkräften an zwei Grundschulen durchgeführt.
Neben theoretischen Grundlagen zur Inklusion und Kompetenzorientierung enthält der Hauptteil die Auswertung empirischer Interviews sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung inklusiver Lernarrangements.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Sportunterricht, Heterogenität, Multipädagogensystem und Kompetenzorientierung.
Sie dient als rechtliche Grundlage, die den Anspruch auf inklusive Bildung festschreibt und den Prozess der schulischen Umgestaltung in Deutschland (insbesondere Niedersachsen) maßgeblich beeinflusst.
Das Konzept beschreibt die Zusammenarbeit verschiedener Professionen (Lehrkräfte, Sonderpädagogen, Schulbegleiter, etc.) im Unterricht, um der Heterogenität der Schülerschaft besser gerecht zu werden.
Da der Sportunterricht den Körper der Schüler unmittelbar in den Mittelpunkt stellt, können sich Kinder mit Beeinträchtigungen schneller ausgegrenzt oder bei falscher methodischer Herangehensweise bloßgestellt fühlen.
Die Lehrkräfte befürworten das inklusive Prinzip zwar grundsätzlich, bemängeln aber deutlich das fehlende Fachpersonal, unzureichende Fortbildungsmöglichkeiten und mangelnde finanzielle Ressourcen.
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