Bachelorarbeit, 2016
140 Seiten, Note: 1.0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Grundlagen der Analyse
2.1 Was ist Livestreaming?
2.1.1 Streaming Media und Streaming
2.1.2 Definition und Abgrenzung von Livestreaming
2.2 Trends
2.2.1 Definition und Abgrenzung des Trend-Begriffs
2.2.2 Entstehung von Trends
2.2.3 Trendarten
2.2.3.1 Trends und Gegentrends
2.2.3.2 Megatrends
2.2.3.3 Macro-Trends
2.2.3.4 Micro-Trends: Schwache Signale und Trendindikatoren
2.2.4 Vorgehen in der Trendforschung
2.2.4.1 Suchfelddefinition
2.2.4.2 Trendidentifikation
2.2.4.3 Trendanalyse
2.2.5 Mit Livestreaming in Zusammenhang stehende Trends
2.2.5.1 Megatrend: Konnektivität
2.2.5.2 Megatrend: Individualisierung
3 Die Analyse der Relevanz von Livestreaming
3.1 Suchfelddefinition
3.2 Auswahl der Forschungsmethoden
3.2.1 Scanning der Medien
3.2.2 Forschungsmethoden für die Trendanalyse
3.2.2.1 Desk-Research
3.2.2.2 Online-Umfrage
3.3 Trendidentifikation und -Analyse
3.3.1 Lineares OTT-TV
3.3.1.1 Lineare OTT-Angebote der Free-TV-Sender
3.3.1.2 Lineare OTT-Angebote der Pay-TV-Anbieter
3.3.1.3 Lineare OTT-TV-Plattformen
3.3.1.4 Relevante Umfrageergebnisse zu linearem OTT-TV
3.3.2 Soziale Livestreaming-Plattformen
3.3.3 Lineare OTT-Angebote der Content-Produzenten
3.3.4 Sekundärquellen zu linearem OTT-Content
3.3.5 Zusammenfassung der Analyseergebnisse
4 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Livestreaming als ein aktuelles Trendphänomen und analysiert dessen Relevanz sowie Auswirkungen auf die Medienbranche. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Bedeutung dieses Übertragungsverfahrens für Akteure der Medien- und Eventbranche zu bestimmen.
2.2.1 Definition und Abgrenzung des Trend-Begriffs
Der Begriff Trend wird in verschiedenen Kontexten inflationär verwendet. Laut Brockhaus (2006) sind Trends eine „allg. Bezeichnung für die Ausbildung einer bestimmten Richtung des Verhaltens oder des Verlaufs einer Entwicklung“ (S. 709). Der Duden definiert Trends als eine „über einen gewissen Zeitraum bereits zu beobachtende, statistisch erfassbare Entwicklung[stendenz]“ (2016b). Im alltagssprachlichen Verständnis wird der Begriff für ein modisch-aktuelles Gegenwartsphänomen mit hoher öffentlich-medialer Resonanz verwendet (Pfadenhauer, 2004, S.1). Matthias Horx (2016a) zufolge (welcher sich selbst als einflussreichsten Trend- und Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum bezeichnet) sind Trends jedoch keine Moden, da Moden kurzfristige Ideen oder saisonale Highlights seien, welche meist nach kurzer Zeit von etwas anderem Neuem ersetzt werden.
Trends haben laut Horx einen tieferen Kern, eine erläuternde Bedeutungsebene. Er definiert sie als „komplexe, mehrdimensionale gesellschaftliche Phänomene, die weite Bevölkerungskreise umfassen und Werte, Verhaltensweisen, Kaufverhalten etc. nachhaltig verändern und mindestens fünf Jahre lang aktiv sind“ (1993, S. 11f.). Im Jahr 2010, 17 Jahre nach Veröffentlichung dieser Definition, definiert Horx den Trend-Begriff jedoch generischer als eine „Veränderungsbewegung oder ein Wandlungsprozess“, welcher in „[…] unterschiedlichsten Bereichen des Lebens [vorkommt]“ und deshalb „nur `Sinn´ macht, wenn wir sie in ihren jeweiligen Umwelt- und Referenzsystemen betrachten“ (Horx, 2010).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Fernsehens ein und beleuchtet den aktuellen Wandel des Medienkonsums hin zum Internet als primäre Quelle.
2 Grundlagen der Analyse: In diesem Kapitel werden die theoretischen Fundamente gelegt, indem Livestreaming definiert und in den Kontext von Mega-, Macro- und Micro-Trends eingeordnet wird.
3 Die Analyse der Relevanz von Livestreaming: Hier erfolgt die praktische Untersuchung der Livestreaming-Branche, unterteilt in lineares OTT-TV und soziale Plattformen, ergänzt durch die Ergebnisse einer Online-Umfrage.
4 Fazit: Das Fazit bestätigt die These, dass Livestreaming ein relevantes Trendphänomen für die Medien- und Eventbranche darstellt, und bewertet die gewählten Forschungsmethoden.
Lineares Streaming, Livestreaming, Over-the-Top-Content, Trendanalyse, Live-Unterhaltung, Medienbranche, Online-Umfrage, OTT-TV, Soziale Medien, Digitalisierung, Nutzerverhalten, Content-Produktion, Authentizität, Reichweite, Echtzeit-Kommunikation
Die Arbeit analysiert die Livestreaming-Branche unter der Hypothese, dass es sich um ein trendiges Phänomen handelt, das die Medienlandschaft nachhaltig beeinflusst.
Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Trends, die technische Abgrenzung von Livestreaming sowie die Untersuchung relevanter Marktteilnehmer wie TV-Sender und soziale Plattformen.
Die Arbeit untersucht, welche Bedeutung die lineare Übertragung von Inhalten über das Internet für Akteure der Medien- und Eventbranche hat.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Desk-Research (Sekundäranalyse) und einer eigenen Online-Umfrage unter Digital Natives.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basisarbeit, die Kategorisierung der Livestreaming-Anbieter (OTT-TV, soziale Plattformen, Content-Produzenten) und die Auswertung der empirischen Daten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Livestreaming, Over-the-Top-Content, Trendanalyse und Real-Time-Entertainment geprägt.
Plattformen wie Twitch sind bereits etabliert, während andere wie Periscope oder YouNow zwar wachsen, aber teilweise durch rechtliche Rahmenbedingungen wie die Rundfunkzulassung vor Nutzungshürden stehen.
Experten und Umfrageteilnehmer bestätigen, dass der direkte, ungefilterte Dialog in Echtzeit bei Livestreams die Authentizität von Prominenten und Unternehmen gegenüber klassischem, vorproduziertem Fernsehen steigert.
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