Bachelorarbeit, 2015
38 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Weblogs
2.1 Definition und Merkmale von Weblogs
2.2 Akzeptanz von Weblogs in der Bevölkerung
2.3 Nutzungsmotive von Rezipienten
3. Weblogs in der Unternehmenskommunikation
3.1 Verortung von Weblogs in der Unternehmenskommunikation
3.2 Definition, Merkmale und Ziele von Blogger Relations
3.3 Formen der Zusammenarbeit
4. Nutzen von Blogger Relations in der PR
4.1 Potenziale von Blogger Relations
4.1.1 Blogger als neue Kommunikationspartner
4.1.2 Virtuelle Meinungsführer und Einflussnehmer
4.1.3 Weblogs und Agenda Setting
4.1.4 Digitales Reputationspotenzial und Glaubwürdigkeit
4.1.5 Blogger als Multiplikatoren und Markenbotschafter
4.2 Grenzen von Blogger Relations
4.2.1 Kontrollverlust
4.2.2 Konstituierung kritischer (Gegen-)Öffentlichkeiten
4.2.3 Verletzung von Vertraulichkeitsregeln
4.2.4 Vermittlung von Informationen unter den Bedingungen des Internets
4.2.5 Aufzuwendende Ressourcen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen von Blogger Relations als PR-Instrument innerhalb der Unternehmenskommunikation, um zu klären, wie Organisationen durch die Einbindung von Bloggern ihre Kommunikationsziele erreichen können, ohne dabei die spezifischen Potenziale und Herausforderungen der Blogosphäre zu vernachlässigen.
4.1.1 Blogger als neue Kommunikationspartner
Weblog-Autoren nehmen in den Blogger Relations eine ähnliche Rolle ein wie Journalisten in der klassischen PR. Allerdings unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Funktion, Ausbildung und Motivation. Waren die verantwortlichen Kommunikatoren von Organisationen bisher auf die Akzeptanz ihrer Botschaft von Journalisten angewiesen, die eingehende Meldungen nur selektiv (massenmedial) publizieren, können sie nun durch Beziehungen mit anderen Kommunikationspartnern im Netz gänzlich neue Formen der Verbreitung von Information erfahren (vgl. Neuberger 2007: 207). Blogger, die an dieser Stelle als Kommunikationspartner von Organisationen agieren, sind im Vergleich zu Journalisten keine Gatekeeper zur Öffentlichkeit im klassischen Sinne, sondern treten vielmehr in einer unterstützenden Funktion auf, die zentrale Informationen filtern und präsentieren (vgl. ebd.). Durch positiv konnotierte Kooperationen zwischen Bloggern und Organisationen können auf Anfrage hin Inhalte in Weblogs publiziert werden. Da Weblog-Autoren unabhängig von der journalistischen Routinen wie u.a. redaktionelle Absprachen, Erfüllung von Nachrichtenwerten und Validierung (Fischer 2006: 197) agieren, sind sie in der Lage, persönlich gefärbte Inhalte zeitunabhängig zu veröffentlichen. Blog-Einträge können demnach aktueller und unabhängig von Dritten publiziert werden.
Durch die „professionell-redaktionelle[n] Vermittlungsstrukturen“ (Neuberger 2006: 115) der traditionellen Medien, mit denen das Kommunikationsmanagement zusammenarbeitet, richtet sich die Kommunikation monologisch an ein disperses Publikum ohne Rückkopplungsschleifen.
Diese Eigenschaften, die traditionell dem klassischen Journalismus zugehören, können durch den kommunikativen Zugang von Weblogs gelöst werden (vgl. ebd.: 116). Durch den dialogorientierten Charakter von Weblogs aufgrund der Kommentar- und Trackback-Funktion kann ein Rollenwechsel zwischen Kommunikator und Rezipient erfolgen (vgl. Zerfaß/ Boelter 2005: 71). Blogger Relations sind folglich in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung der klassischen Pressearbeit mit Journalisten. Für Organisationen eröffnen diese ergänzenden Kommunikatoren zusätzliche Publikationsräume, kurzfristigere Umsetzungszeiten von organisationsspezifischen Inhalten sowie eine persönlicher ausgeprägte Berichterstattung aufseiten der Blog-Autoren als es bei traditionellen Medien der Fall ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Wachstum und die Bedeutung von Weblogs als demokratisierendes Element im Mediensystem ein und definiert das Forschungsziel der Arbeit.
2. Weblogs: Das Kapitel bietet eine grundlegende Definition von Weblogs, analysiert ihre Akzeptanz in der Bevölkerung und beleuchtet die psychologischen Nutzungsmotive der Rezipienten.
3. Weblogs in der Unternehmenskommunikation: Hier wird die Rolle von Weblogs innerhalb der Organisationskommunikation verortet, das Konzept der Blogger Relations definiert und verschiedene Formen der Zusammenarbeit vorgestellt.
4. Nutzen von Blogger Relations in der PR: In diesem Hauptkapitel werden detailliert die Potenziale wie Reputationssteigerung und Meinungsführerschaft den Risiken wie Kontrollverlust und Ressourcenbedarf gegenübergestellt.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Chancen und Risiken und empfiehlt ein strategisches Vorgehen für Unternehmen bei der Implementierung von Blogger Relations.
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Die Arbeit analysiert die Rolle und den Nutzen von Blogger Relations als strategisches Instrument innerhalb der Unternehmenskommunikation.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Weblogs, der Motivation der Nutzer, der Verortung in der Online-PR sowie den Chancen und Grenzen bei der Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Bloggern.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu eruieren, welchen konkreten Nutzen Blogger Relations als PR-Instrument für den Erfolg einer Organisation in der modernen Medienlandschaft stiften können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen des Web 2.0 mit PR-Modellen verknüpft und empirische Studien zur Argumentation heranzieht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Weblog-Nutzung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Potenziale, wie z.B. Vertrauensbildung, und der Grenzen, wie z.B. Kontrollverlust, im Rahmen professioneller Blogger Kooperationen.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Blogger Relations, Online-PR, Reputation, Meinungsführerschaft und Authentizität definiert.
Es beschreibt ein Phänomen im Social Web, bei dem sich Internetnutzer bei Konflikten mit einem Unternehmen häufig auf die Seite eines einzelnen Blog-Autors stellen und diesen gegen die Organisation verteidigen.
Bei einer engen Zusammenarbeit mit Bloggern besteht das Risiko, dass sensible interne Informationen oder Geschäftsabläufe nach außen dringen und somit dem Unternehmen durch Kritik oder Reputationsverlust schaden könnten.
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