Bachelorarbeit, 2015
59 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Entwicklung und Identität
2.1 Definitionen und Begriffe
2.2 Theorie
2.3 Einzelaspekte der Identitätsbildung
2.3.1 Familie
2.3.2 Schule
3 Neue Medien und Medienpädagogik
3.1 Definitionen und Begriffe
3.2 Historie - Von damals bis heute
3.3 Theorie
3.4 Methodik und Didaktik
3.4.1 Lineare Medienpädagogik
3.4.2 Interaktive Medienpädagogik
4 Identität und Medienpädagogik
4.1 Mediale Situation junger Menschen
4.2 Identitätsbildung in der Medienwelt
4.3 Identitätsfördernde Chancen von Medienpädagogik
5 Neue Medien und Schule
5.1 Schulprojekt Spandau
5.1.1 Idee und Konzept
5.2 Experteninterview
5.2.1 Methode und Expertenauswahl
5.2.2 Auswertung des Interviews
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Identitätsprozessen und medienpädagogischen Mitteln. Das primäre Ziel ist es zu erforschen, ob und wie medienpädagogische Interventionen die Identitätsbildung positiv beeinflussen können, insbesondere unter Berücksichtigung der heutigen Medienwelt und schulischer Rahmenbedingungen.
Eriksons „Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung“
Ein bedeutender Vertreter der Entwicklungspsychologie war der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker Erik H. Erikson, welcher bekannt wurde durch sein „Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung“, auch „Ich-Identität“ genannt. Darin beschreibt Erikson die psychosoziale Entwicklung des Menschen in acht Stufen bzw. Stadien. Er geht davon aus, dass sich der Mensch als Individuum mit zunehmendem Alter immer wieder neu psychisch und sozial orientieren und entwickeln muss, da seine Wünsche und Bedürfnisse in Spannung mit den Anforderungen der Gesellschaft stehen. Jede der acht Stufen stellt eine Krise dar, mit der das Individuum sich aktiv auseinandersetzt.
In Bezug auf die Identitätsbildung, wird laut Erikson bereits im zweiten Stadium „Autonomie versus Scham und Zweifel“, also zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr, der Grundstein für die Entwicklung einer solchen gelegt. Durch zunehmende Autonomieerfahrungen des Kindes und deren Bedeutung, manifestiert sich nach Erikson langsam ein positives Selbstkonzept, also eine Identität. Die Bedingung für Autonomie allerdings wurzelt in einem festen Vertrauen in die Bezugspersonen und sich selbst, setzt also die Bewältigung der ersten Phase „Vertrauen versus Misstrauen“ voraus. Das Kind muss das Gefühl haben, explorieren oder seinen Willen durchsetzen zu dürfen, ohne dass dadurch der erworbene „Schatz“ des Vertrauen-Könnens und Geborgen-Seins in Gefahr gerät.
1 Einleitung: Die Autorin legt ihr Interesse an entwicklungspsychologischen Themen dar und formuliert die zentrale Fragestellung zur positiven Beeinflussbarkeit von Identitätsprozessen durch Medien.
2 Entwicklung und Identität: Dieses Kapitel behandelt theoretische Definitionen von Entwicklung und Identität, insbesondere den Wandel von der Moderne zur Postmoderne unter Einbeziehung von Modellen wie Eriksons Stufenmodell und Keupps Patchwork-Identität.
3 Neue Medien und Medienpädagogik: Es werden zentrale Begriffe definiert und die historische Entwicklung der Medienpädagogik sowie die Rolle von Medien im Erziehungs- und Bildungswesen beleuchtet.
4 Identität und Medienpädagogik: Dieses Kapitel verknüpft die mediale Situation junger Menschen mit der Identitätsbildung und diskutiert identitätsfördernde Chancen pädagogischer Medienarbeit.
5 Neue Medien und Schule: Am Beispiel eines konkreten Berliner Schulprojekts werden die Möglichkeiten und Herausforderungen beim Einsatz neuer Medien im schulischen Alltag analysiert.
6 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Medien ein zentraler, nicht mehr wegzudenkender Faktor für die Identitätsbildung sind und eine aktive, handlungsorientierte Medienpädagogik für die Unterstützung dieses Prozesses unerlässlich ist.
Identitätsbildung, Medienpädagogik, Neue Medien, Entwicklung, Identitätsarbeit, Medienkompetenz, Schule, Sozialisation, Postmoderne, Medienaneignung, Patchwork-Identität, Experteninterview, Bildung, Tablet-PCs, Identität
Die Arbeit untersucht, wie medienpädagogische Mittel genutzt werden können, um Identitätsprozesse bei Kindern und Jugendlichen positiv zu begleiten und zu unterstützen.
Die zentralen Themen umfassen die psychologische Identitätsentwicklung, die Bedeutung und Wirkung neuer Medien sowie medienpädagogische Ansätze und deren Integration in schulische Kontexte.
Die Forschungsfrage lautet: „Ist es möglich, in Identitätsprozesse positiv einzugreifen anhand medienpädagogischer Mittel?“
Neben einer tiefgehenden Literatur- und Theorieanalyse (u.a. Erikson, Keupp, Baacke) führt die Autorin ein Experteninterview mit einer Lehrerin an einer Berliner Grundschule durch, um praxisnahe Einblicke in die Medienintegration zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Entwicklung und Identität, die Definition von Medien und Medienpädagogik, die Analyse des Medienumgangs bei Heranwachsenden sowie die praktische Erprobung in einem Schulprojekt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Identitätsbildung, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Patchwork-Identität, Sozialisation und der aktive Umgang mit neuen Medien.
Tablets dienen in dem Projekt als Werkzeuge zur Förderung von Bildungsprozessen, wobei ihr Einsatz spielerisch und motivierend gestaltet wird, um die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von Medienkompetenz zu unterstützen.
Medien sind heute eine wesentliche Grundlage für die Identitätsbildung. Die Autorin schlussfolgert, dass die Medienpädagogik weg von rein bewahrenden Ansätzen hin zu interaktiven, subjektorientierten Methoden gelangen muss, um das kreative Potenzial Heranwachsender zu entfalten.
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