Masterarbeit, 2016
109 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Vorgehensweise
1.5 Abgrenzung der Arbeit
1.6 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen und aktueller Forschungsstand
2.1 Die prozessorientierte Organisation im Spital
2.1.1 Der Prozessbegriff
2.1.2 Abgrenzung prozessorientierte Organisation
2.1.2.1 Funktions- vs. Prozessorientierung
2.1.2.2 Zwei Sichtweisen der Prozessorganisation
2.1.2.3 Die prozessorientierte Organisation
2.1.3 Charakteristiken einer prozessorientierten Organisation
2.1.3.1 Fokus auf Geschäftsprozesse
2.1.3.2 Kundenorientierung
2.1.3.3 Empowerment
2.1.4 Aktuelle Prozessorientierung in den Schweizer Akutspitälern
2.1.4.1 Hemmer der Prozessorientierung
2.1.4.2 Befähiger der Prozessorientierung
2.1.4.3 Fazit der aktuellen Prozessorientierung
2.1.5 Einfluss der Prozessorientierung auf die Operations Performance
2.2 Lean Management im Akutspital
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.1.1 Lean Management
2.2.1.2 Lean Hospital
2.2.2 Abgrenzung zu bestehenden Ansätzen des Qualitätsmanagements im Spital
2.2.3 Aktueller Forschungsstand zur Anwendbarkeit von Lean Hospital
2.2.4 Beispiele Lean Hospital in der Praxis
3 Methodik
3.1 Forschungsmodell
3.2 Operationalisierung
3.3 Durchführung der Befragung
3.4 Stichprobe
4 Ergebnisse
4.1 Prozessorientierung im Akutspital
4.1.1 Aktuelle Prozessorientierung
4.1.1.1 Übersicht aktuelle Prozessorientierung
4.1.1.2 Prozessorientierung nach Trägerschaft
4.1.1.3 Prozessorientierung nach Krankenhaustypologie
4.1.2 Einfluss der Prozessorientierung auf die Operations Performance
4.2 Lean Management im Akutspital
4.2.1 Aktuelle Anwendung des Lean Hospital-Ansatzes
4.2.2 Bewertung der Verschwendungsarten
4.2.3 Einfluss von Lean Hospital auf die Operations Performance
4.2.3.1 Indirekter Einfluss auf die Operations Performance
4.2.3.2 Direkter Einfluss auf die Operations Performance
4.3 Zusammenfassung
5 Diskussion
6 Handlungsempfehlungen
7 Limitationen und zukünftige Forschungsfragen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Prozessorientierung und Lean Management auf die Operations Performance in Schweizer Akutspitälern, um zu klären, ob diese Methoden zur Steigerung der Effizienz und Qualität beitragen können.
2.1.3.1 Fokus auf Geschäftsprozesse
Wie in Kapitel 2.1.2.1 bereits erläutert wurde, orientiert sich die prozessorientierte Organisation an Geschäftsprozessen anstatt an Funktionen. Alle Aktivitäten, die es braucht, um eine bestimmte Leistung zu erstellen, werden in einem Geschäftsprozess zusammengefasst. Durch die Fokussierung auf die Wertschöpfungskette, die sich über Funktionen und Abteilungen erstreckt, erkennt der Mitarbeiter, wie sich sein Handeln auf den Gesamtprozess und auf das Prozessergebnis auswirkt. Im Zentrum steht die Optimierung der gesamten Wertekette und nicht mehr die effiziente Erfüllung einzelner Aufgaben (Schmelzer & Sesselmann, 2008, S. 75).
Die horizontale Aufgabenzusammenführung, die durch die Prozessorientierung impliziert wird, führt zu weniger Hierarchiestufen und reduziert Schnittstellen, was zu weniger Koordinations- und Kontrollaufwand führt (Schmelzer & Sesselmann, 2008, S. 73ff.). Denn wie Jung (2002, S. 24) aufzeigt, geht an den Schnittstellen durch die Übergabe von Arbeiten viel Wissen verloren. Ebenfalls kommt es zu einer Verzögerung der Arbeit und Verantwortlichkeiten sind oft unklar geregelt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel legt die Ausgangslage, Problemstellung und Zielsetzung dar und erläutert den Aufbau der Untersuchung zur Anwendbarkeit von Lean Management im Akutspital.
2 Grundlagen und aktueller Forschungsstand: Hier werden die theoretischen Grundlagen der prozessorientierten Organisation sowie des Lean Management-Ansatzes im Kontext des Spitalwesens erarbeitet und Hypothesen abgeleitet.
3 Methodik: Dieses Kapitel visualisiert das Forschungsmodell und beschreibt das gewählte Erhebungsinstrument der schriftlichen Befragung sowie die Durchführung der Studie in Schweizer Akutspitälern.
4 Ergebnisse: Hier werden die empirisch erhobenen Daten statistisch ausgewertet, um die Hypothesen zur Prozessorientierung und zum Lean Management-Ansatz zu prüfen.
5 Diskussion: Die erzielten Ergebnisse werden im Kontext der Forschungsfragen und der bestehenden Literatur kritisch reflektiert.
6 Handlungsempfehlungen: Auf Basis der Erkenntnisse werden konkrete Empfehlungen für das Management von Spitälern zur Implementierung einer prozessorientierten Organisation gegeben.
7 Limitationen und zukünftige Forschungsfragen: Das Kapitel reflektiert die methodischen Grenzen der Arbeit und zeigt Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen auf.
Prozessorientierung, Lean Management, Lean Hospital, Operations Performance, Spitalmanagement, Akutspitäler, Prozessmanagement, Wertschöpfungskette, Effizienz, Qualität, Fallpauschalen, DRG, Prozessoptimierung, Veränderungsmanagement, Empowerment.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von prozessorientierten Organisationsformen und dem Lean Hospital-Ansatz auf die Operations Performance in Schweizer Akutspitälern.
Die zentralen Themen sind Prozessmanagement, Lean Hospital, die Messung von Operations Performance, die Finanzierung im Gesundheitswesen (DRGs) und die organisatorische Struktur von Spitälern.
Das Hauptziel ist zu ermitteln, ob Prozessorientierung und Lean Management tatsächlich zu einer Leistungssteigerung in Spitälern führen und ob Lean Management in diesem Sektor anwendbar ist.
Die Autorin führt eine empirische quantitative Studie durch, basierend auf einer schriftlichen Befragung von Verantwortlichen in 46 Schweizer Akutspitälern, gefolgt von statistischen Auswertungen.
Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen, die Operationalisierung der Konstrukte, die statistische Analyse der Ergebnisse zur Prozessorientierung und zum Lean Management sowie eine kritische Diskussion der Erkenntnisse ab.
Die wichtigsten Begriffe sind Prozessorientierung, Lean Management, Operations Performance, Akutspitäler, Qualität, Effizienz und Veränderungsmanagement.
Die empirische Analyse zeigt, dass private Spitäler in der Stichprobe signifikant prozessorientierter agieren als öffentliche Spitäler.
Nein, die Studie konnte keinen signifikanten positiven direkten Einfluss der Lean-Anwendung auf die Operations Performance bei den untersuchten Spitälern feststellen.
Die Autorin identifiziert kulturelle Widerstände, eine ausgeprägte funktionale Spezialisierung (insbesondere der Ärzteschaft), Silo-Denken und komplexe interne Strukturen als zentrale Hemmnisse.
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