Diplomarbeit, 1993
92 Seiten, Note: 2,7
I. Die politischen Verhältnisse im Nachkriegs-Deutschland
a) Deutschland und die Besatzungsmächte
b) Die SMAD in der Sowjetzone
c) Die Entstehung von Parteien und Massenorganisationen in der SBZ
1. Die KPD
2. Die SPD
3. Die CDU
4. Die LDPD
5. Die Massenorganisationen
6. Die "Einheitsfront der antifaschistisch-demokratischen Parteien"
7. Die SMAD und die Parteien
II. Die Bodenreform
a) Die ideologischen Voraussetzungen
1. Die Voraussetzungen in der marxistischen Ideologie
2. Die katholische Soziallehre als Fundament für die Bodenreform
3. Die Bodenreform und die Theorie Raiffeisens
b) Vorbereitung und Durchführung der Bodenreform
1. Der Bodenfonds
2. Die Aufteilung des Bodenfonds
3. Die Ergebnisse der Bodenreform
c) Die Parteien und die Bodenreform
1. Die KPD
2. Die CDU
3. Die LDPD
III. Die politischen Veränderungen in der SBZ bis 1947
a) Die Gründung der SED
b) Die SED und die Führungsrolle im Parteiensystem
c) Die Abstimmung zu den Enteignungen in Sachsen 1946
d) Die Deutsche Wirtschaftskommission (DWK)
IV. Die Umwandlungen in der Industrie der Sowjetzone
a) Reparationen und Demontagen
1. Die Reparationsansprüche aus dem Potsdamer Abkommen
2. Reparationszahlungen
3. Demontagen
b) Die SAG-Betriebe in der Sowjetzone
1. Die rechtliche Grundlage der SAG-Betriebe
2. Die Verwaltungsstruktur der SAG-Betriebe
3. Die Bedeutung der SAG's in der Sowjetzonenwirtschaft
4. Materialversorgung der SAG-Betriebe und der Verbleib ihrer Produkte
c) Die Entstehung des Volkseigentums
1. Der SMAD-Befehl Nr. 124 als Grundlage für die Sequestrierung
2. Die Überführung in Volkseigentum
d) Die Parteien und das Volkseigentum
1. Die SED
2. Die CDU
3. Die LDPD
Diese Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen der Eigentumsverhältnisse in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) in Deutschland zwischen 1945 und 1949, mit einem besonderen Fokus auf die damit verbundenen politischen Konsequenzen und Machtstrukturen.
Die SMAD in der Sowjetzone
Am 9. Juni 1945 wurde mit Befehl Nr. 1 die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) gebildet. Die SMAD sollte das Oberste Machtorgan in der sowjetischen Besatzungszone sein, die wiederum Befehlsempfängerin des Rates der Volkskommissare (später: Ministerrat) bzw. der "Politischen Hauptverwaltung" der Armee war. Rechtsgrundlage hierfür war wiederum die Berliner Feststellung über das Kontrollverfahren vom 5. Juni 1945, das die oberste Gewalt der Oberbefehlshaber in der eigenen Besatzungszone vorsah.
An die Spitze der SMAD kam Marschall G. K. Schukow. General W. D. Sokolowskij wurde erster Stellvertreter. Er leitete von April 1946 bis März 1949 die SMAD. Neben dem ersten Stellvertreter wurde auch ein Stellvertreter für die Ziviladministration geschaffen, wo Generaloberst I. A. Serow zu ernannt wurde.
I. Die politischen Verhältnisse im Nachkriegs-Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die Machtstrukturen im besetzten Deutschland und den politischen Rahmen in der SBZ.
II. Die Bodenreform: Hier werden die ideologischen Voraussetzungen und die Durchführung der Bodenreform sowie die Haltung der verschiedenen Parteien dazu analysiert.
III. Die politischen Veränderungen in der SBZ bis 1947: Dieses Kapitel behandelt die Gründung der SED, deren Führungsrolle und die Etablierung wirtschaftlicher Kontrollinstanzen wie der DWK.
IV. Die Umwandlungen in der Industrie der Sowjetzone: Abschließend werden die Auswirkungen von Reparationen, Demontagen, SAG-Betrieben und die Entstehung des Volkseigentums dargelegt.
Sowjetische Besatzungszone, SBZ, SMAD, Bodenreform, Enteignung, Eigentumsverhältnisse, Volkseigentum, SED, KPD, SPD, CDU, LDPD, Reparationen, Demontagen, Sowjetische Aktiengesellschaften.
Die Arbeit analysiert die grundlegenden Transformationen der Eigentumsverhältnisse in der sowjetischen Besatzungszone zwischen 1945 und 1949.
Die zentralen Themen sind die Bodenreform, die Umwandlungen in der Industrie durch Reparationen und Demontagen sowie die Rolle der Parteien bei der Schaffung des Volkseigentums.
Ziel ist es, die politischen Folgen der Eigentumsänderungen in der SBZ während der Zeit von der Kapitulation bis zur DDR-Gründung darzustellen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Quellen, Parteiaufrufen, Befehlen der Besatzungsmacht und Sekundärliteratur zur historischen Entwicklung der SBZ.
Im Hauptteil werden detailliert die Bodenreform, die politischen Veränderungen bis 1947 und die industriellen Umwandlungen durch die SMAD untersucht.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bodenreform, Volkseigentum, SMAD, SED, Reparationen und Enteignung.
Die SAGs dienten der sowjetischen Besatzungsmacht als Mittel zur Sicherung wirtschaftlicher Macht und zur Befriedigung von Reparationsansprüchen durch den Betrieb wichtiger Industrieanlagen.
Die Bodenreform diente der KPD als strategisches Mittel, um die Landbevölkerung zu gewinnen, die Macht der Großgrundbesitzer zu brechen und die ökonomische Abhängigkeit der Bauern von kommunistisch kontrollierten Organisationen zu festigen.
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