Bachelorarbeit, 2011
70 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Phänomen Autismus-Spektrum-Störungen
2.1 Anfänge der Forschung
2.2 Klassifikation und Symptomatik
2.3 Komorbidität
2.4 Prävalenz
2.5 Prognose
2.6 Ursachen
2.7 Diagnostik
3. Ausgewählte Ansätze zur Förderung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen
3.1 Evidenzbasierte Förderung
3.2 Das Picture Exchange Communication System (PECS)
3.2.1 Beschreibung des Verfahrens
3.2.2 Prinzipien
3.2.3 Durchführung
3.2.4 Empirische Studien
3.3 Der TEACCH-Ansatz
3.3.1 Beschreibung des Ansatzes
3.3.2 Prinzipien
3.3.3 Methode
3.3.4 Empirische Studien
3.4 Bewertung der Evidenz
3.5 Empfehlungen der Kultusministerkonferenz
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Eignung der Förderansätze PECS und TEACCH für einen integrativen Unterricht von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen unter Berücksichtigung der KMK-Empfehlungen. Dabei werden die Wirksamkeit der Methoden anhand empirischer Studien bewertet und die Anforderungen an eine inklusive Beschulung reflektiert.
3.2.1 Beschreibung des Verfahrens
Das Picture Exchange Communication System wurde 1985 von Lori A. Frost und Andrew S. Bondy im Rahmen des Delaware Autistic Program in den USA auf dem Hintergrund der angewandten Verhaltensanalyse und dem diskreten Lernformat entwickelt. Ursprünglich war es für den Einsatz bei Vorschülern mit Störungen innerhalb des autistischen Spektrums und anderen sozialkommunikativen Beeinträchtigungen ohne funktionale Sprache bestimmt. Inzwischen wird es jedoch auch in abgewandelter Form bei unterschiedlichen kommunikativen Störungen in verschiedenen Altersstufen eingesetzt.
Das Hauptziel von PECS besteht in der Förderung der spontanen Initiierung einer kommunikativen Interaktion mittels Bildkarten. Darüber hinaus kann PECS der Sprachanbahnung dienen. Grundsätzlich wird PECS jedoch nicht zur Sprachanbahnung eingesetzt, sondern um Kinder dabei zu unterstützen, funktionale Kommunikationsfertigkeiten zu erwerben.
Mithilfe von PECS sollen die Kinder lernen, auf einen Kommunikationspartner zuzugehen und diesem eine Bildkarte von dem gewünschten Objekt oder der gewünschten Aktivität zu übergeben. Der Kommunikationspartner spricht für das Kind, indem er die Bildkarte an seinen Mund hält und verstärkt das Verhalten des Kindes positiv durch die Erfüllung des Wunsches. PECS setzt an den häufig guten visuellen Fähigkeiten von Kindern mit einer autistischen Störung und ihren Bedürfnissen an. Nach Lechmann et al. trennt PECS „zwei für autistische Kinder problematische Aspekte der Kommunikation, nämlich die Annäherung an einen kommunikativen Partner und die verbale Äußerung“. Das Kommunikationstraining mit PECS gliedert sich in sechs Phasen, auf deren Durchführung im Teilkapitel 3.2.3 näher eingegangen werden soll.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz der Inklusionsdebatte und formuliert die Zielsetzung, Förderansätze für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen für den Regelunterricht zu evaluieren.
2. Das Phänomen Autismus-Spektrum-Störungen: Dieses Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über Symptomatik, Klassifikation, Komorbidität, Ursachen und Diagnostik von Autismus-Spektrum-Störungen.
3. Ausgewählte Ansätze zur Förderung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen: Hier werden PECS und TEACCH detailliert vorgestellt, ihre Wirksamkeit anhand empirischer Studien bewertet und die Kompatibilität mit den Empfehlungen der KMK analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Herausforderungen der inklusiven Beschulung sowie den weiteren Forschungsbedarf.
Autismus-Spektrum-Störungen, Inklusion, PECS, TEACCH, Evidenzbasierte Förderung, Sonderpädagogik, Kommunikationsförderung, Strukturierung, Visualisierung, Lehrerausbildung, Förderdiagnostik, Schulisches Lernen, Verhaltenstherapie, Empirische Studien, Kultusministerkonferenz.
Die Arbeit analysiert, wie Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung in einem integrativen oder inklusiven Schulsystem gefördert werden können, wobei der Fokus auf den zwei spezifischen Förderansätzen PECS und TEACCH liegt.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einordnung autistischer Störungen, die methodische Darstellung der Förderkonzepte sowie deren wissenschaftliche Evaluation hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Praktikabilität im Schulalltag.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, inwieweit die Methoden PECS und TEACCH für einen integrativen Unterricht im Sinne der Empfehlungen der Kultusministerkonferenz geeignet sind.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse in Verbindung mit einer Bewertung der Wirksamkeit ausgewählter Förderansätze anhand eines Systems zur Evidenzgraduierung.
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte PECS und TEACCH beschrieben, anschließend deren Evidenz durch empirische Studien belegt und abschließend die Eignung dieser Konzepte für den deutschen Schulkontext geprüft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Autismus-Spektrum-Störungen, Inklusion, Evidenzbasierte Förderung, TEACCH und PECS definieren.
PECS basiert auf der Kommunikation über Bildkarten und setzt gezielt bei der Initiierung von sozialer Interaktion an, um die fehlende Lautsprache zu überbrücken.
Der TEACCH-Ansatz bietet durch Strukturierung und Visualisierung eine methodische Hilfe für die kognitive Informationsverarbeitung, was autistischen Kindern eine bessere Orientierung und Selbstständigkeit im Unterricht ermöglicht.
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