Masterarbeit, 2014
93 Seiten, Note: 2
Einleitung
1. Theoretische Konzepte und Erkenntnisse der Motivationspsychologie
1.1 Formen von Motivation
1.2 Anspruchsniveau, Erwartungs-mal-Wert-Theorie und Risiko-Wahl-Modell
1.3 Attributionstheorie
1.4 Bezugsnormorientierungen und deren Auswirkung auf die Motivation
2. Untersuchung der Bezugsnormorientierungen angehender Lehrkräfte an der Technischen Universität Dortmund
2.1 Beschreibung der Studie von Gerdes und Wilbert (2009)
2.2 Formulierung der Hypothesen und Fragestellungen
2.3 Darstellung des Erhebungsinstruments
2.4 Auswahl der Untersuchungsteilnehmer und Ablauf der Untersuchung
2.5 Darstellung des Versuchsplans
3. Darstellung der Ergebnisse
3.1 Beschreibung der Stichprobe
3.2 Zusammenhang zwischen Beurteilungsziel, Klassenniveau und Bezugsnormorientierung
3.3 Auswirkungen der Praxiserfahrungen auf die Bezugsnorm
3.4 Auswirkungen der Kenntnis des theoretischen Konzepts von Falko Rheinberg (1980) auf die Wahl der Bezugsnorm
3.5 Interpretation der Ergebnisse und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht, welche Bezugssysteme angehende Lehrkräfte der Sonderpädagogik bei der Leistungsbewertung anwenden und ob ihnen der Zusammenhang zwischen dieser Bewertung und der Motivationsförderung bewusst ist. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Studierende besser auf ihre spätere Rolle als Lehrkräfte vorbereitet werden können, um durch eine reflektierte Bewertungspraxis die Motivation ihrer Schülerinnen und Schüler zu stärken.
1.1 Formen von Motivation
Motivation ist ein theoretisches Konstrukt, das uns dazu verhilft, bestimmte Handlungszusammenhänge zu erklären. Es geht darum zu verstehen, warum Menschen bestimmte Dinge tun bzw. warum sie bestimmte Dinge nicht tun. Der Motivation zu einer bestimmten Handlung liegt demnach ein Motiv, also ein Ziel, ein Grund oder ein bestimmter Antrieb, zugrunde. „Unter Motiven versteht man zeitlich relativ überdauernde [Hervorhebung v. Verf.] Dispositionen von Personen. Man nimmt an, daß Motive … gelernt sind, … wobei besonders die frühe Kindheit als wichtiger Lebensabschnitt für die Motiventwicklung angesehen wird.“ (Weiner, 1975, S. 14). Das bedeutet, dass abhängig von den erlernten Motiven, die gleichen Situationen bei unterschiedlichen Personen verschiedene Motivationen zur Folge haben können.
Zudem sind Motive negativ oder positiv behaftet, wodurch sich entweder eine vermeidende oder eine verfolgende Motivation mit den entsprechenden Handlungsentwürfen formt. Motivation ist demnach die Folge der Interaktion von Motiven und Zielen der Person und situativen Anreizen (Heckhausen & Heckhausen, 2010a; Vollmeyer, 2005; Wilbert, 2010).
Die wohl bekannteste Unterscheidung ist die Einteilung in extrinsische und intrinsische Motivation:
intrinsische Motivation: „Der Wunsch etwas zu tun, weil es uns Spaß macht oder weil wir es interessant finden, nicht aus Gründen des äußeren Drucks oder der Belohnung.“ (Akert, Aronson & Wilson, 2004, S. 165).
extrinsische Motivation: „Der Wunsch, etwas zu tun, weil ein äußerer Druck besteht oder eine Belohnung winkt und nicht weil es uns Spaß macht oder weil wir es interessant finden.“ (Akert et al., 2004, S. 166).
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Kritik an schulischer Leistungsmessung und betont die Notwendigkeit einer motivationsförderlichen Bewertungspraxis, insbesondere für den Förderschwerpunkt Lernen.
1. Theoretische Konzepte und Erkenntnisse der Motivationspsychologie: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen von Motivation, Leistungszielen sowie Attributionstheorien und stellt die verschiedenen Bezugsnormen vor.
2. Untersuchung der Bezugsnormorientierungen angehender Lehrkräfte an der Technischen Universität Dortmund: Hier wird das methodische Vorgehen der Studie beschrieben, angelehnt an Gerdes und Wilbert (2009), inklusive der Auswahl der Teilnehmer und des Online-Fragebogens.
3. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten zur Stichprobe sowie die empirischen Erkenntnisse über den Einfluss von Bewertungszielen, Praxiserfahrung und theoretischem Wissen auf die Bezugsnormwahl.
Bezugsnormorientierung, Leistungsbewertung, Motivationspsychologie, Förderschwerpunkt Lernen, Lehramtsstudierende, Attributionstheorie, Diagnostische Kompetenz, Sonderpädagogik, Motivationsförderung, Referenzgruppeneffekt, soziale Bezugsnorm, individuelle Bezugsnorm, sachliche Bezugsnorm, Leistungsmotivation, Schulpädagogik.
Die Arbeit analysiert, welche Bezugsnormen (sozial, individuell oder sachlich) angehende Lehrkräfte bei der Bewertung von Schülerleistungen bevorzugen und ob diese Wahl von bestimmten Kontextfaktoren abhängt.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse der Motivationspsychologie, insbesondere der Attributionstheorie, mit pädagogischen Konzepten der Leistungsbewertung und deren Auswirkungen auf die Lernmotivation von Kindern mit Lernbehinderungen.
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, ob Studierende der Sonderpädagogik an der TU Dortmund über ausreichendes Wissen verfügen, um den Zusammenhang zwischen Leistungsbewertung und Motivationsförderung professionell im Unterricht anzuwenden.
Es wird ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem mittels eines Online-Fragebogens und angelehnter Test-Szenarien (Kleine Beurteilungsaufgabe) die Bezugsnormorientierung von Studierenden erfasst und statistisch ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Motivations- und Attributionspsychologie sowie eine detaillierte Auswertung der selbst durchgeführten empirischen Untersuchung zur Bezugsnormwahl.
Bezugsnormorientierung, Leistungsbewertung, Sonderpädagogik, Motivationsförderung, Attributionstheorie und diagnostische Kompetenz.
Die aktuelle Untersuchung repliziert und erweitert die Studie von Gerdes und Wilbert, indem sie den Fokus auf eine spezifische Stichprobe an der TU Dortmund legt und zusätzlich den Einfluss von Praxiserfahrung und theoretischem Vorwissen systematisch einbezieht.
Die Studie untersuchte, ob ein höheres Maß an absolvierten Schulpraktika dazu führt, dass Lehrkräfte eher zu einer individuell-förderlichen Bezugsnorm tendieren, konnte jedoch keine signifikanten statistischen Zusammenhänge nachweisen.
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