Bachelorarbeit, 2016
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Abgrenzung und Definition zentraler Begriffe
2.1 Corporate Social Responsibility
2.2 Creating Shared Value
2.2.1 Entstehung des Konzepts
2.2.2 Abgrenzung zu CSR
2.3 Bekleidungsindustrie
3. Creating Shared Value
3.1 Ausprägungsformen von CSV
3.1.1 Produkte und Märkte neu begreifen
3.1.2 Neubewertung der Wertschöpfungsproduktivität
3.1.3 Lokale Cluster aufbauen
3.2 Leistungsindikatoren und Messbarkeit
3.3 Kritiken
4. Fallbeispiel H&M
4.1 Das Unternehmen
4.2 H&M’s Nachhaltigkeitsinitativen
4.3 Übertragung von CSV auf die Nachhaltigkeitsinitiativen
4.3.1 Kriterien
4.3.2 Produkte und Märkte
4.3.3 Neubewertung der Wertschöpfungsproduktivität
4.3.4 Lokale Cluster
4.4 Empfehlung und Handlungsbedarf für eine CSV Implikation
5. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht, wie Modeunternehmen das Konzept "Creating Shared Value" (CSV) erfolgreich umsetzen können, um sowohl unternehmerischen als auch gesellschaftlichen Mehrwert zu generieren. Ziel ist es, auf Basis einer kritischen Analyse des Modekonzerns H&M aufzuzeigen, wie bestehende Nachhaltigkeitsstrategien in das CSV-Modell integriert werden können, um eine langfristige Verbindung zwischen ökonomischer Wertschöpfung und gesellschaftlichem Wohlbefinden zu schaffen.
3.1.1 Produkte und Märkte neu begreifen
Sowohl in den Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern gibt es unbefriedigte Bedürfnisse der Gesellschaft. Seien es Gesundheit, finanzielle Sicherheit, Altenpflege, bessere Wohnmöglichkeiten und Ernährung oder der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Porter und Kramer weisen darauf hin, dass Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten zu sehr damit beschäftigt gewesen seien, die Nachfrage zu analysieren und zu erzeugen und dabei die grundsätzliche Frage vernachlässigt hätten, ob die Produkte gut für die Konsumenten seien. Würde diese Frage wieder in den Mittelpunkt gestellt werden, könnten Unternehmen neue Märkte erschließen und es würden sich Chancen für Produktinnovationen eröffnen. In benachteiligten Gesellschaften oder Entwicklungsländern sei der Bedarf am Dringendsten. Betrachtet man diese Tatsachen, ist das Bedürfnis nach Wasser eine globale Herausforderung. Sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung gehören zwar zu den Menschenrechten, doch bleibt 663 Millionen Menschen der Zugang verwehrt und 2,5 Millionen haben keine angemessene Sanitärversorgung. Die Liste der daraus resultierenden Krankheiten ist lang und jährlich gibt es schätzungsweise 842.000 Todesfälle, alleine auf Grund von Durchfallerkrankungen.
Procter&Gamble (P&G) entwickelten vor zehn Jahren ein Pulver, wodurch dreckiges, schädliches zu sauberem, trinkbarem Wasser umgewandelt wird. Damit konnten sie unterversorgte Märkte erobern und gleichzeitig Wert für ihr Unternehmen schaffen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie ein und stellt die Forschungsfrage nach der erfolgreichen Umsetzung von CSV bei Modeunternehmen am Beispiel von H&M.
2. Abgrenzung und Definition zentraler Begriffe: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von Corporate Social Responsibility (CSR) und Creating Shared Value (CSV) sowie eine Charakterisierung der Bekleidungsindustrie.
3. Creating Shared Value: Dieses Kapitel erläutert die drei Ausprägungsformen von CSV, die Bedeutung der Messbarkeit von Unternehmenswerten und diskutiert kritische Stimmen zum Konzept.
4. Fallbeispiel H&M: Der Modekonzern H&M wird hinsichtlich seiner Nachhaltigkeitsinitiativen analysiert, die Übertragbarkeit auf das CSV-Modell geprüft und konkreter Handlungsbedarf abgeleitet.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass CSV eine strategische Chance für Unternehmen bietet, jedoch eine tiefgreifende Integration und Abkehr von rein profitorientierten CSR-Modellen erfordert.
Creating Shared Value, CSV, Corporate Social Responsibility, CSR, Bekleidungsindustrie, H&M, Nachhaltigkeit, Wertschöpfungskette, Produktivität, Lokale Cluster, Fast Fashion, Lieferkettenmanagement, Soziale Verantwortung, Unternehmensstrategie, Innovationskraft
Die Arbeit analysiert die Strategie "Creating Shared Value" (CSV) und untersucht, inwieweit Modeunternehmen, konkret H&M, diese zur Verbindung von gesellschaftlichem Mehrwert und ökonomischem Erfolg nutzen können.
Die zentralen Themen umfassen die Abgrenzung von CSR zu CSV, die spezifischen Ausprägungsformen von CSV, Herausforderungen der Nachhaltigkeit in der Textilproduktion sowie die strategische Ausrichtung von Modekonzernen.
Das Ziel ist herauszufinden, wie Modeunternehmen das CSV-Konzept ausrichten müssen, um Wertschöpfung sowohl unternehmerisch als auch gesellschaftlich zu generieren und als nachhaltiges Geschäftsmodell zu etablieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu CSV und einer Fallstudie zum Modekonzern H&M, unter kritischer Berücksichtigung aktueller Nachhaltigkeitsberichte und Branchen-Kritiken.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen von CSV erläutert, die Nachhaltigkeitsinitiativen von H&M (wie die "Conscious Collection" und "fair living wages") detailliert vorgestellt und auf die CSV-Ausprägungsformen übertragen.
Zu den prägenden Begriffen zählen neben Creating Shared Value und CSR vor allem "Fast Fashion", "Wertschöpfungskette", "Lokale Cluster" sowie die kritische Auseinandersetzung mit "Greenwashing".
Die Autorin stellt fest, dass H&M zwar Ansätze zeigt, die dem CSV-Gedanken entsprechen, das Konzept jedoch bisher nicht als vertikal verankerte Unternehmensstrategie umsetzt, sondern es bei CSR-Maßnahmen verbleibt.
Kritisiert wird mangelnde Transparenz und das Fehlen verbindlicher Zahlen zu existenzsichernden Löhnen, was den Vorwurf des "Greenwashing" durch die Fokussierung auf Marketingvorteile statt echter tiefgreifender Veränderungen nährt.
NGOs werden als notwendige Partner und kritische Instanzen betrachtet, die mit Unternehmen und Regierungen verhandeln sollten, um etwa Mindestlöhne oder bessere Arbeitsstandards in Produktionsländern durchzusetzen.
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