Diplomarbeit, 2013
52 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1. Die Rating-Agenturen
1.1 Formen des Ratings
1.2 Die Chronologie der Rating-Agenturen
2. Das Rating-Verfahren
2.1 Der Prozess des Rating-Verfahren und dessen Mängel
2.2 Der Besorgnis erregend Einsatz des Gauss-Copula-Modells
2.3 Die Debatten um den IOSCO Code of Conduct
2.3.1 Transparenz der Ratingmethodik
2.3.2 Human Resources
2.3.3 Untersuchung der Ratings
2.3.4 Der Interessenkonflikt
2.4 Die Anwendung von Angaben aus Säule III
2.5 Die Bedeutung von Ratings für die Determinierung der Eigenkapitalunterlegung
3 Zwischenfazit
4. Strukturierte Finanzprodukte
4.1 Arten der Verbriefung
4.2 Grundstruktur und Beteiligte des Verbriefungsprozesses am Beispiel von Asset Backed Securities
4.2.1 True-Sale-Verbriefungen
4.2.2 Synthetische Verbriefungen
4.2.3 Tranchierung
4.2.4 Risikoadjustierte Renditen
4.2.5 Mehrfach-Tranchierung
5. Analyse des Risikos
5.1 Transferrisiko
5.2 Perfektionierung der Sicherheiten durch Credit Enhancement
5.3 Die Schwierigkeit der systematisierten Finanzprodukte
6 Die Finanzkrise
6.1 Die Chronologie
6.2 Die Machtstellung der systematischen Finanzprodukte
7 Ausblick und Fazit
Diese Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Rating-Agenturen im Vorfeld, während und nach der Finanzkrise. Dabei wird analysiert, wie deren Bewertungsverfahren und der Einsatz komplexer Finanzprodukte wie Verbriefungen zur Entstehung und Verschärfung der Krise beigetragen haben.
2.2 Der Besorgnis erregend Einsatz des Gauss-Copula-Modells
Traditionelle Finanzprodukte, wie z. B. festverzinsliche Wertpapiere, haben normalerweise nur einen Emittenten. Das Wagnis eines Zahlungsausfalls zieht sich nur auf den einen Debitoren. Die neuen Structured-Finance-Artikel bündelten allerdings eine erhebliche Menge an Risiken in einem Blatt (JPMorgan). Als einer der ersten Emittenten fasste es dazu über 300 Einzelkredite aus ihrem Coporate Finance-Bereich zusammen. Die Aufgabenstellung der Korrelation war demnach allen am Risikobewertungsprozess beteiligten gegenwärtig. Um die Unsicherheit prophezeien zu können, wird - symbolisch gesprochen - unterstellt, wie viele Äpfel in einem Korb in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn ein einziger Apfel erste Anzeichen von Fäulnis aufweist.
Im Jahr 2000 befasste sich der Vizepräsident der Risikomanagementabteilung des AXA-Konzerns in Weltstadt, David X. Li. mit dieser Frage in einem vielbeachteten Aufsatz. Er bemängelte die Vorgehensweise, Kreditereignisse mit Wahrscheinlichkeiten ihres Auftretens binnen eines gewollten Zeitraums (in der Regel ein Jahr,) zu versehen. Zur Veranschaulichung führte er an, dass die Autokovarianzfunktion der unabhängigen Episoden, in den beide Partner eines 50jährigen Paares binnen eines Jahres versterben, sehr gering ist.
1. Die Rating-Agenturen: Beleuchtung der historischen Entwicklung der wichtigsten Rating-Agenturen und ihrer Rolle bei Anlageentscheidungen.
2. Das Rating-Verfahren: Analyse der methodischen Vorgehensweise bei Ratings, kritische Betrachtung der Mängel und der Rolle von Regulierungsstandards.
3 Zwischenfazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit regulatorischer Eingriffe in die bestehenden Rating-Prozesse.
4. Strukturierte Finanzprodukte: Erläuterung der verschiedenen Arten von Verbriefungen und der technischen Konstruktion von Produkten wie ABS und CDOs.
5. Analyse des Risikos: Untersuchung der Risikotransfers, der Rolle von Credit Enhancements und der durch Komplexität entstehenden Systemrisiken.
6 Die Finanzkrise: Chronologischer Abriss der Krise und Analyse der negativen Auswirkungen durch die Machtstellung strukturierter Finanzprodukte.
7 Ausblick und Fazit: Zusammenfassende Schlussfolgerung über das Versagen des bestehenden Systems und Lösungsansätze zur Erhöhung der Transparenz und Stabilität.
Rating-Agenturen, Finanzkrise, Verbriefung, Asset Backed Securities, CDO, Gauss-Copula-Modell, Basel II, Kreditrisiko, Finanzmarktstabilität, Tranchierung, Subprime-Krise, Credit Enhancement, Risikoanalyse, Eigenkapitalunterlegung, Transparenz.
Die Arbeit analysiert die Rolle und den Einfluss von Rating-Agenturen im Kontext der globalen Finanzkrise und die damit verbundene Nutzung komplexer strukturierter Finanzprodukte.
Im Fokus stehen Rating-Methoden, die Entwicklung von Verbriefungstechniken (wie ABS und CDOs) und die daraus resultierenden Risiken für das globale Finanzsystem.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Rating-Agenturen und die Verwendung von strukturierten Finanzprodukten zur Entstehung der Subprime-Krise beigetragen haben und welche regulatorischen Lehren daraus zu ziehen sind.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Daten zur Finanzmarkt-Entwicklung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Rating-Verfahren, die Funktionsweise von Verbriefungsinstrumenten und die chronologische Untersuchung der Finanzkrise.
Die wichtigsten Begriffe sind Rating-Agenturen, Finanzkrise, Verbriefung, ABS, CDO, Risikoanalyse und Basel II.
Das Modell wird als eine kritische Komponente bei der Risikobewertung von strukturierten Finanzprodukten dargestellt, da es die Korrelationen zwischen den Ausfallrisiken der einzelnen Kredite nur unzureichend erfassen konnte.
Er dient als Maßstab für geforderte Standards in Bezug auf Transparenz und Interessenkonflikte bei Rating-Agenturen, deren Einhaltung für eine objektive Bewertung essenziell ist.
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