Bachelorarbeit, 2013
62 Seiten, Note: A
1. Die Einleitung
2. Die Zielsetzung und Forschungsmethode
3. Der Anfang der Atomkraft
3.1.Die Erfindung der Atomenergie
3.2.Die Lage Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg
4. Im Laufe der Zeit
4.1.Die goldene Ära
4.1.1. Offizieller Beginn
4.1.2. Gründung des Forschungszentrums Karlsruhe
4.1.3. Der erste Reaktor Deutschlands
4.1.4. Der erste Atomstrom aus der Steckdose
4.1.5. Die Inbetriebnahme neuer AKWs
4.1.6. Ölkrise 1973
4.2.Der Umbruch in den 70er Jahren
4.3.Die Ereignisse in Harrisburg 1979 und Tschernobyl 1986
5. Der Einstieg in den Ausstieg
5.1.Im Jahre 2000
5.2.Im Rückblick auf die letzten 5 Jahre
6. Die Sorgen der Öffentlichkeit mit der Zeit
7. Die energetische Zukunft Deutschlands
7.1. Die Elektrizitätserzeugung aus Atom
7.2. Erneuerbare Quellen im Trend
8. Die Stellung Tschechiens zur Atomkraft
9. Die Recherche von Zeitungsartikeln
10. Schlussfolgerung
Die Arbeit analysiert die historische und gegenwärtige Entwicklung der Atomenergie in der Bundesrepublik Deutschland und dem wiedervereinigten Deutschland, wobei ein besonderer Fokus auf der Reflexion dieser Atompolitik in tschechischen Medien liegt, um die öffentliche Wahrnehmung und die grenzüberschreitenden Auswirkungen zu untersuchen.
4.2.Der Umbruch in den 70er Jahren
Die Begeisterung über die Kernenergie begann langsam zu Beginn der 70er Jahre zu senken. Man dachte über einen längeren Zeitraum hinweg an die Vorteile der Kernenergie, die ausschlaggebend waren. Nach und nach wuchs der Gedankenaustausch, was die Nutzung der Kernenergie angeht. Alle fragten sich nach Vor- und Nachteilen dieser Technologie und wiesen darauf hin, dass jede technische Anlage irgendwelche Mängel aufweist. Zunächst nahmen diese Debatten keinen Einfluss auf die energetische Politik der Bundesrepublik, weil immer neue AKWs ans Netz gingen. Erst später, aufgrund zunehmender Genehmigungsprobleme kam es zu zeitlichen Verzügen und Preisanhebungen, die den Gegnern als ein wichtiger Nachteil zugutekamen.
Als Symbol des ersten Widerstandes wird der geplante Bau von AKW Wyhl angesehen. Vor allem die Bauern und Anrainer aus umliegenden Dörfern befürchteten große Gefahren und Umweltzerstörung, die ein solcher Bau mit sich bringen konnte. So nahmen die Protestaktionen ihren Lauf und der geplante Bauplatz wurde von ihnen mehrmals besetzt, wobei mehrere Leute dabei verhaftet wurden, bis das Verwaltungsgericht Freiburg die Bauarbeiten einstellte. Diese Ereignisse gingen in die Geschichte ein, denn der Baustopp wurde erstaunlicherweise durchgesetzt und das AKW Wyhl niemals erbaut, also man kann es als Erfolg der Protestler betrachten.
Als ein anderes Projekt dieser Zeit gilt das AKW Brokdorf. Auch dort versammelten sich viele Bewohner aus der Umgebung, die sich in der Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe (BUU) zusammenschlossen und verlangten das Gleiche wie in Wyhl – einen sofortigen Baustopp. Leider ist es ihnen nicht gelungen, das schon bekannte Szenario zu wiederholen und der Bau wurde aufgrund eines Sofortvollzugs von damaligem Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Gerhard Stoltenberg (CDU) durchgesetzt. Mehrere Proteste in Brokdorf wurden von der Polizei aufgelöst. Die Lage spitzte sich dadurch noch zu und am 13.11.1976 erreichte ihren Höhepunkt, als sich ungefähr 30000 Protestler vor dem Standort Brokdorf versammelten. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei, die die ganze Aktion mit Einsatz von Tränengas und anderen Mitteln niederschlug, infolgedessen an dem Staat heftige Kritik geübt wurde.
1. Die Einleitung: Beschreibt die historische Relevanz der Atomkraft, unterteilt in die Nutzung als Waffe und zur friedlichen Energiegewinnung, und begründet die Themenwahl für diese Bachelorarbeit.
2. Die Zielsetzung und Forschungsmethode: Legt das Ziel fest, die Entwicklung der Atomenergie in Deutschland geschichtlich zu untersuchen und deren Wahrnehmung in tschechischen Medien zu analysieren.
3. Der Anfang der Atomkraft: Beleuchtet die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und die nukleare Ausrichtung der Weltpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg.
4. Im Laufe der Zeit: Dokumentiert den Aufbau der Atomindustrie in Deutschland, die Ölkrise 1973 als Wendepunkt sowie die wachsenden Proteste und Reaktorunfälle wie Harrisburg und Tschernobyl.
5. Der Einstieg in den Ausstieg: Analysiert den gesetzlichen Atomausstieg seit dem Jahr 2000 und die politischen Auseinandersetzungen um Laufzeiten.
6. Die Sorgen der Öffentlichkeit mit der Zeit: Erörtert die Ängste der Bevölkerung bezüglich Sicherheit, Terroranschlägen und der komplexen Endlagerfrage.
7. Die energetische Zukunft Deutschlands: Untersucht den Übergang zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen und die langfristigen Ziele der Bundesregierung.
8. Die Stellung Tschechiens zur Atomkraft: Vergleicht die tschechische Haltung zur Atomkraft mit der deutschen und zeigt die tschechischen Ambitionen zum Ausbau der Kapazitäten.
9. Die Recherche von Zeitungsartikeln: Präsentiert die Analyse von 20 tschechischen Internet-Zeitungsartikeln hinsichtlich der deutschen Atompolitik.
10. Schlussfolgerung: Fasst die Erkenntnisse über die historische Entwicklung und die unterschiedlichen nationalen Haltungen zur Atomkraft zusammen.
Atomkraft, Kernenergie, Atomausstieg, Deutschland, Tschechien, Energiewende, Tschernobyl, Fukushima, Radioaktiver Abfall, Endlager, Erneuerbare Energien, AKW, Energiepolitik, Strompreis, Protestbewegung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der geschichtlichen Entwicklung der Atomenergienutzung in Deutschland sowie deren politischer und gesellschaftlicher Rezeption im Zeitverlauf bis zum beschlossenen Atomausstieg.
Zentral sind der Aufbau der deutschen Atomindustrie, die sicherheitspolitische Problematik durch Unfälle (z.B. Tschernobyl, Fukushima), die gesellschaftlichen Proteste und der Übergang zur Energiewende.
Das Ziel ist die Analyse der historischen Entwicklung der Atomenergieerzeugung in Deutschland und die Untersuchung, wie tschechische Medien über diese deutsche Atompolitik berichten.
Die Arbeit nutzt eine geschichtliche Untersuchung des theoretischen Teils sowie eine Inhaltsanalyse von 20 tschechischen Zeitungsartikeln aus dem Internet im praktischen Teil.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der deutschen Atompolitik von den Anfängen bis 2013 sowie eine detaillierte Recherche zur Rezeption dieser Politik in der Tschechischen Republik.
Kernbegriffe sind Atomkraft, Atomausstieg, Deutschland, Tschechien, Energiewende, öffentliche Meinung und Reaktorsicherheit.
Während Deutschland einen konsequenten Ausstieg anstrebt, ist die Haltung in Tschechien mehrheitlich positiv, wobei die Atomkraft als tragende Säule der künftigen Energieversorgung gesehen wird.
Temelín wird als Beispiel für die tschechischen Ausbaupläne genannt, die trotz Widerstandes angrenzender Länder (insb. Österreich) und sicherheitspolitischer Bedenken weiterverfolgt werden.
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