Bachelorarbeit, 2016
74 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Boehringer Ingelheim
2.2 Entwicklungen der Arbeits- und Lebenswelt
2.2.1 Strukturwandel der Arbeitswelt
2.2.2 Auswirkungen des Strukturwandels
2.2.3 Entwicklungen bei Boehringer Ingelheim
2.3 Stressbelastung
2.3.1 Definition von Stress
2.3.2 Stressreaktion nach Kaluza
2.3.3 Wissenschaftliche Stresskonzepte
2.3.4 Stressbelastung am Arbeitsplatz
2.3.4.1 Häufige Belastungen bei Beschäftigten
2.3.4.2 Erklärungsmodelle
2.3.5 Stressfolgen
2.3.5.1 Auswirkungen auf den Organismus
2.3.5.2 Auswirkungen am Arbeitsplatz
2.3.6 Strategien zur Stressbewältigung
2.3.6.1 Wege der individuellen Stressbewältigung
2.3.6.2 Strukturelles Stressmanagement
2.4 Rahmenbedingungen für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung
2.4.1 Gesetzliche Bestimmungen
2.4.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.4.2.1 Motive von Unternehmen zur Einführung eines BGM
2.4.2.2 Grundlagen und Kernprozesse eines BGM
2.4.2.3 Das BGM bei Boehringer Ingelheim
2.4.3 Gefährdungsbeurteilung
2.4.3.1 Grundlagen zur Gefährdungsbeurteilung
2.4.3.2 Umsetzung im Unternehmen Boehringer Ingelheim
2.5 Mindfulness-Based Stress Reduction
2.5.1 Verbreitung des MBSR-Programms
2.5.2 Achtsamkeit als Grundlage für MBSR
2.5.3 Achtsamer Umgang mit Stress
2.5.4 Aufbau und Inhalte des MBSR Programms
2.5.4.1 Formaler Acht-Wochen-Übungsplan
2.5.4.2 Nichtformaler Acht-Wochen-Übungsplan
2.5.4.3 Anforderungen an die Teilnehmenden
2.5.4.4 Einsatzmöglichkeiten und Formate für MBSR
3 Methodisches Vorgehen
4 Ergebnisse: Effekte von MBSR
5 Diskussion
6 Ausblick: Adaption auf Boehringer Ingelheim
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob sich das Programm „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (MBSR) als Präventionsmaßnahme zur Bewältigung von Stressbelastungen bei Beschäftigten des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim eignet, wobei gesundheitsökonomische Aspekte explizit in die Betrachtung einbezogen werden.
2.3.4.1 Häufige Belastungen bei Beschäftigten
Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen des wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) belegen, dass psychische Belastungsfaktoren im Arbeitsalltag eine größere Rolle spielen als körperliche. Fast jeder Dritte fühlt sich durch Anforderungen wie ständige Aufmerksamkeit und Konzentration sowie Termin- und Leistungsdruck stark belastet. Außerdem geben 55,5% der Befragten an, sich durch das Risiko drohender Arbeitslosigkeit belastet zu fühlen. Auch das hohe Arbeitstempo, große Arbeitsmenge sowie hohe Verantwortung werden von fast einem Viertel der Beschäftigten als stark belastend angesehen. Unter den zehn der am häufigsten benannten Belastungsfaktoren sind nur drei Faktoren körperlich oder klimatisch bedingt, nämlich Lärm, ständiges Sitzen und schlechte Belüftung/Klimaanlage. Ähnliche Ergebnisse sind dem Stressreport Deutschland aus dem Jahr 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu entnehmen. Demnach treten bei den Arbeitnehmern vor allem das Betreuen verschiedenartiger Arbeiten gleichzeitig (58%), der starke Termin- und Leistungsdruck (52%), Arbeitsunterbrechungen (44%) sowie sehr schnell arbeiten zu müssen (39%) häufig auf (auf einer Skala von nie, selten, manchmal, häufig). Am häufigsten belastet fühlen sich Beschäftigte bei starkem Termin- und Leistungsdruck (34%) sowie Arbeitsunterbrechungen (26%), aber auch die anderen Anforderungen werden als belastend empfunden.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmenden psychischen Belastungen in der modernen Arbeitswelt und führt in die Kooperation mit Boehringer Ingelheim zur Untersuchung von Achtsamkeitstraining ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert ein fundiertes Fundament zu Unternehmensstrukturen, Stressmodellen, betrieblichem Gesundheitsmanagement, gesetzlichen Arbeitsschutzvorgaben und den Prinzipien der Mindfulness-Based Stress Reduction.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird der methodische Ansatz der Arbeit beschrieben, der auf einer systematischen Literaturrecherche und -bewertung basiert, um Praxisbezüge zum Unternehmen abzuleiten.
4 Ergebnisse: Effekte von MBSR: Das Kapitel präsentiert die Analyse von fünf ausgewählten Studien, die den signifikanten positiven Effekt von MBSR auf den subjektiv empfundenen Stress der Teilnehmenden belegen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, wobei die Eignung von MBSR als Präventionsmaßnahme bejaht und die Bedeutung für eine nachhaltige Unternehmenspraxis hervorgehoben wird.
6 Ausblick: Adaption auf Boehringer Ingelheim: Abschließend werden die Erkenntnisse auf die spezifische Situation von Boehringer Ingelheim übertragen und konkrete Empfehlungen für eine Implementierung ausgesprochen.
Stress, Achtsamkeit, MBSR, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, Boehringer Ingelheim, Gesundheitsökonomie, Resilienz, Coping, Mitarbeiterberatung, Arbeitswelt, Stressbewältigung, Gefährdungsbeurteilung.
Die Arbeit befasst sich mit der steigenden psychischen Stressbelastung von Beschäftigten in der modernen Arbeitswelt und prüft, ob Achtsamkeitstraining eine geeignete präventive Maßnahme für ein Pharmaunternehmen darstellt.
Das zentrale Thema ist der Nutzen des Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) Programms als betriebliche Präventionsstrategie zur Förderung der psychischen Gesundheit.
Die Forschungsfrage lautet, ob sich MBSR im Umgang mit Stressbelastung bei Beschäftigten unter gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten als Möglichkeit der Prävention eignet.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturarbeit, bei der vorhandene Studien und Daten systematisch gesucht, bewertet und in einer Übersichtsarbeit diskutiert werden.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung des Stressgeschehens, der rechtlichen Grundlagen des Arbeitsschutzes, der Konzepte des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie eine detaillierte Analyse der MBSR-Methode und ihrer Wirksamkeit.
Wichtige Begriffe sind Stress, Achtsamkeit, MBSR, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention und Arbeitsbelastung.
Das Unternehmen dient als praktischer Bezugspunkt, für den die gewonnenen Erkenntnisse über MBSR analysiert und Empfehlungen für eine mögliche Adaption in das bestehende Betriebliche Gesundheitsmanagement abgeleitet werden.
Die Analyse zeigt, dass MBSR-Programme konsistent zu einer signifikanten Reduktion des subjektiv empfundenen Stresses beitragen und somit eine wirksame präventive Option für Unternehmen darstellen.
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