Bachelorarbeit, 2010
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Bedeutung des Englischen und sein Einfluss auf andere Sprachen
2.1 Englischer Einfluss auf die deutsche Sprache
2.2 Englischer Einfluss auf das Spanische
3. Anglizismen
3.1 Zum Forschungsstand
3.2 Anglizismusbegriff
4. Entlehnungen
4.1 Ursachen und Gründe für Entlehnungen aus dem Englischen
4.2 Entlehungstypen
4.2.1 Evidentes Lehngut
5. Textkorpus
5.1 Hintergrundinformationen zum verwendeten Textkorpus
5.2. Auswahl und Begründung des Textkorpus
5.3 Vorgehen
6. Quantitative Analyse
6.1 Die Anglizismen im Textkorpus
6.2 Die häufigsten Anglizismen
7. Qualitative Analyse – Integration der Anglizismen
7.1 Qualitative Analyse des deutschen Textkorpus
7.1.1 Grammatische Integration
7.1.1.1 Genusintegration
7.1.1.2 Numerusintegration
7.1.1.3 Morphosyntaktische Integration – Kasus
7.1.1.4. Wortbildung
7.1.1.4.1 Komposition
7.1.1.4.2 Derivation
7.1.2 Orthografische und phonetische Integration
7.1.3 Typografische Integration
7.1.4 Scheinanglizismen
7.2. Qualitative Analyse des spanischen Textkorpus
7.2.1 Grammatische Integration
7.2.1.1 Genusintegration
7.2.1.2 Numerusintegration
7.2.1.3 Wortbildung
7.2.1.3.1 Komposition
7.2.1.3.2 Derivation
7.2.2 Orthografische Integration
7.2.3 Typografische Integration
7.2.4 Scheinanglizismen
8. Zusammenfassung der Ergebnisse
9. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Anglizismengebrauch in der deutschen und spanischen Ausgabe der Frauenzeitschrift Cosmopolitan mittels einer komparativen Analyse, um Unterschiede im Integrationsgrad englischer Lexeme sowie in der Sprachloyalität der jeweiligen Kulturen aufzuzeigen.
4.2.1 Evidentes Lehngut
Unter evidentem, für den Benutzer leicht erkennbarem Lehngut werden lexikalische Einheiten verstanden, die fremdes Morphemmaterial enthalten. Direkte Übernahmen aus Fremd- und Lehnwort sind die am häufigsten vorkommenden Entlehnungstypen (vgl. Carstensen 1965:90). Ein Fremdwort wird definiert als lexikalisches Element, das unverändert in die Nehmersprache übernommen wird und als fremdes Wort zu identifizieren ist, z. B. City, Coach, Cowboy (vgl. Glahn 2000:36). Ein Lehnwort hingegen weist orthografische (vgl. klicken, chequear) und/oder morphologische (vgl. shoppen, flirtear) und/oder phonologische (vgl. Tipp, míster) Anpassungen an die Zielsprache auf. Die Unterscheidung zwischen Fremd und Lehnwort erscheint zuweilen als problematisch, da die Grenzen zwischen beiden sehr fließend verlaufen und sich das Sprachverständnis weiterentwickelt und somit verändert.
Mischkomposita und Scheinentlehnungen werden dem evidenten Lehngut als indirekte Entlehnungen zugeordnet. Da auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich ist, wann es sich um ein Mischkompositum und wann um eine Scheinentlehnung handelt, werden die Begriffe im Folgenden voneinander abgegrenzt.
Mischkomposita sind hybride Bildungen aus englischen, deutschen bzw. spanischen oder anderen teils älteren fremdsprachlichen Lexemen. Sie werden entweder nach englischem Vorbild (vgl. dt. Haarspray nach engl. hair spray) oder ohne direkte englische Vorlage gebildet (vgl. Online-Prinz), was häufiger der Fall ist (vgl. Yang 1990:14).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Sprachkontakt und Sprachwandel dar und definiert das Ziel der Arbeit, den Anglizismengebrauch in der deutschen und spanischen Cosmopolitan zu vergleichen.
2. Die Bedeutung des Englischen und sein Einfluss auf andere Sprachen: Dieses Kapitel erörtert die Rolle des Englischen als Lingua franca und beleuchtet die historischen sowie kulturellen Hintergründe des Einflusses auf die deutsche und spanische Sprache.
3. Anglizismen: Hier wird der theoretische Forschungsstand zusammengefasst und der Anglizismusbegriff für die Arbeit eingegrenzt.
4. Entlehnungen: Dieses Kapitel untersucht die Ursachen für Entlehnungen und klassifiziert die verschiedenen Lehn- und Entlehnungstypen.
5. Textkorpus: Hier werden das verwendete Untersuchungsobjekt (Cosmopolitan), die Auswahlkriterien und das methodische Vorgehen bei der Korpusanalyse beschrieben.
6. Quantitative Analyse: In diesem Kapitel werden die ermittelten Vorkommen und die Häufigkeit der Anglizismen im Textkorpus statistisch ausgewertet.
7. Qualitative Analyse – Integration der Anglizismen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die grammatische, orthografische und typografische Integration der gefundenen Anglizismen im deutschen und spanischen Textkorpus.
8. Zusammenfassung der Ergebnisse: Hier werden die Resultate der quantitativen und qualitativen Analysen gegenübergestellt und interpretiert.
9. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und wirft einen Blick auf zukünftige Entwicklungen im Sprachgebrauch.
Anglizismen, Sprachkontakt, Sprachwandel, Cosmopolitan, komparative Analyse, Lehnwort, Fremdwort, Sprachloyalität, morphologische Integration, orthografische Integration, Entlehnung, Textkorpus, Lifestyle-Magazin, Internationalisierung, deutsch-spanischer Vergleich.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und dem Vergleich des Gebrauchs englischer Lehnwörter (Anglizismen) in der deutschen und der spanischen Ausgabe der Zeitschrift Cosmopolitan.
Die zentralen Felder umfassen den Einfluss des Englischen auf die deutsche und spanische Sprache, die Klassifizierung von Entlehnungstypen sowie die Untersuchung des Integrationsgrades dieser Fremdwörter.
Das Ziel ist es, deskriptiv zu erfassen, wie stark Anglizismen in das jeweilige Sprachsystem integriert sind und ob Unterschiede in der "Sprachloyalität" zwischen den beiden Sprachräumen bestehen.
Es wird eine komparative Korpusanalyse durchgeführt. Dabei werden die Ausgaben 03/2010 und 04/2010 beider Magazin-Varianten auf Anglizismenvorkommen, Frequenz sowie morphologische, orthografische und typografische Anpassungen hin untersucht.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der qualitativen Analyse der Integration, unterteilt in die grammatische Anpassung (Genus, Numerus, Kasus, Wortbildung), orthografische Aspekte sowie typografische Besonderheiten in beiden Sprachen.
Wichtige Begriffe sind Anglizismen, Sprachloyalität, Integrationsgrad, komparative Analyse, Sprachkontakt und Lehnwörter.
Die Zeitschrift wurde gewählt, da sie in beiden Ländern etabliert ist, ähnliche Themen (Mode, Beauty, Lifestyle) abdeckt und aufgrund ihrer Zielgruppe eine hohe Offenheit für fremdsprachliche Einflüsse vermuten lässt.
Die Analyse zeigt, dass die deutsche Ausgabe deutlich mehr Anglizismen aufweist und offener damit umgeht, während die spanische Ausgabe eine höhere Sprachloyalität zeigt und häufiger auf native Entsprechungen zurückgreift.
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