Examensarbeit, 2009
36 Seiten, Note: gut (2,0)
I Einleitung
1 Herkunft und Anlass des Themas
2 Der Bezug zu den Lehrerfunktionen: Unterrichten und Evaluieren, Innovieren und Kooperieren
II Planung, Durchführung und Evaluation eines außerschulischen Lernorts anhand einer Exkursion in das Bonner Haus der Geschichte durchgeführt mit einem Grundkurs 11
1 Theoretische Grundlagen
1.1 Zugrunde liegendes Verständnis und Definition von außerschulischer Lernort und Exkursion
1.1.1 Exkursion
1.1.2 Außerschulischer Lernort
1.2 Chancen und Grenzen eines Museumsbesuchs
1.3 Planungsüberlegungen – Der methodische Dreischritt
1.3.1 Mögliche Arbeitsformen im Museum
2 Die Planungs- und Vorbereitungsphase des Museumsbesuchs
2.1 Ausgangssituation und Erkenntnisinteresse
2.2 Die Wahl des Museums als Exkursionsziel und damit als außerschulischer Lernort und seine Stellung innerhalb des Unterrichtsvorhabens
2.3 Organisatorische Vorbereitungen der Exkursion zum außerschulischen Lernort Haus der Geschichte
2.4 Thematisch-methodische Vorbereitungen der Exkursion zum außerschulischen Lernort Haus der Geschichte
3 Die Durchführung des Museumsbesuch
4 Nachbereitung der Exkursion
4.1 Reflektion der Referate im Hinblick auf die Tauglichkeit für das Museum
4.2 Besprechung des Mitmachbogens und Erfahrungsaustausch
4.3 E-Mail an das Bonner Haus der Geschichte
5 Evaluation und Reflektion des Unterrichtsvorhabens
5.1 Evaluation durch die Schülerinnen und Schüler des Kurses
5.2 Reflektion durch die Geschichtslehrerin des Kurses
III Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von außerschulischen Lernorten im Geschichtsunterricht, konkret am Beispiel einer Exkursion in das Bonner Haus der Geschichte mit einem Grundkurs 11, um fachliche Kenntnisse zu vertiefen und methodische Kompetenzen, wie die Dekonstruktion von Geschichtsinterpretationen, zu fördern.
1.2 Chancen und Grenzen eines Museumsbesuchs
Schon seit der Reformpädagogik wird das Verlassen des Klassenraums als Lernmöglichkeit gefordert. Doch welche Chancen hat das historische Lernen außerhalb des Klassenraums? Zunächst sollen die geschichtsdidaktischen Vorzüge eines Museumsbesuchs beleuchtet werden, bevor die Grenzen des außerschulischen Lernens behandelt werden.
Da man im Museum Quellen in Form von Sachzeugnissen begegnen wird, soll besonders auf Sachzeugnisse eingegangen werden, da diese eng mit den Chancen eines Museumsbesuchs zusammenhängen. Zunächst muss angemerkt werden, dass es mobile und immobile Sachzeugnisse gibt. Für die immobilen Sachzeugnisse gilt, dass sie in einem Museum aufgesucht werden müssen, wohingegen mobile Sachzeugnisse theoretisch auch in die Schule mitgebracht werden können. Letzteres scheitert häufig an Wert und Größe der Objekte.
Auf verschiedenen Ebenen lassen sich Vorteile für die Arbeit mit historischen Sachzeugnissen und somit für einen Museumsbesuch finden. Als Erstes ist die illustrierende Form von Sachquellen zu nennen. Marc Bloch ist der Ansicht, dass es schwierig sei, schriftlichen Quellen und Vergangenem Leben einzuhauchen, d.h. Farbe einzuhauchen. Demnach hat der Geschichtsunterricht einen hohen Illustrationsbedarf. Sachquellen sind hilfreich, weil es SuS erleichtert wird, das Vergangene in ihren Köpfen zu reproduzieren. Sie haben, anders als schriftliche Quellen, z.B. im Schulbuch, dreidimensionale Ausdehnung und können vermitteln, dass Geschichte neben der zeitlichen auch eine räumliche Dimension hat. Jedoch dominieren schriftliche Quellen den Geschichtsunterricht.
I Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen und bildungspolitischen Kontext des Themas und leitet die Relevanz des außerschulischen Lernens für das Fach Geschichte ab.
II Planung, Durchführung und Evaluation eines außerschulischen Lernorts anhand einer Exkursion in das Bonner Haus der Geschichte durchgeführt mit einem Grundkurs 11: Das Hauptkapitel umfasst die theoretischen Grundlagen des außerschulischen Lernens, die detaillierte Planung und Durchführung des Museumsbesuchs inklusive der Mitmachbögen sowie die abschließende Evaluation und Reflexion des gesamten Unterrichtsvorhabens.
III Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert das Unterrichtsvorhaben als Erfolg und bestätigt den Mehrwert des sorgfältig geplanten außerschulischen Lernens trotz des hohen Arbeitsaufwandes.
Außerschulischer Lernort, Exkursion, Haus der Geschichte, Geschichtsunterricht, Sachzeugnisse, Methodenkompetenz, Museumspädagogik, Mitmachbogen, Unterrichtsvorhaben, Didaktik, Deutschland nach 1945, Handlungskompetenz, Evaluation, Geschichtsinterpretation, Selbstständigkeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption, Durchführung und Evaluation einer Exkursion zum Bonner Haus der Geschichte als außerschulischem Lernort für einen Geschichts-Grundkurs der Jahrgangsstufe 11.
Im Fokus stehen die Verzahnung von theoretischen Grundlagen der Geschichtsdidaktik mit der Unterrichtspraxis, die Nutzung von Sachzeugnissen im Museum und die Förderung historischer sowie methodischer Kompetenzen der Lernenden.
Das Ziel ist es, den Schülern durch den Besuch eines authentischen außerschulischen Lernortes einen tieferen Zugang zur deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte zu ermöglichen und die Fähigkeit zur kritischen Analyse von musealen Geschichtsrekonstruktionen zu schulen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer empirischen Auswertung in Form von Schüler-Bewertungsbögen und eigener Reflexion, um das Unterrichtsvorhaben zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Planungs- und Vorbereitungsphase, die Beschreibung der Durchführung vor Ort sowie eine fundierte Nachbereitung und Evaluation der gewonnenen Erkenntnisse.
Wichtige Begriffe sind Außerschulischer Lernort, Geschichtsunterricht, Sachzeugnisse, Methodenkompetenz, Museumspädagogik, Mitmachbogen und Geschichtsbewusstsein.
Es wurde gewählt, da es einen thematisch passenden und kostenfreien Überblick über die Geschichte ab 1945 bietet, von der Schule aus gut erreichbar ist und als moderne Institution für die Schüler attraktiv ist.
Die selbst erstellten Mitmachbögen dienen als Lernhilfe, um die Wahrnehmung der Schüler zu fokussieren, sie zum Beobachten und Kombinieren anzuregen und sie von passiven Konsumenten zu aktiven Forschern zu machen.
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