Masterarbeit, 2013
137 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Einleitung
1. Einführung in das Thema
1.1. Untersuchungsgenstand – Mobilität, Mobilitätsverhalten und Jugendliche
1.1.1. Mobilitätsverhalten
1.1.2. Jugendliche und Mobilität
1.2. Stand der Forschung
1.3. Ziele und Forschungsfrage
1.4. Methodischer Aufbau
2. Mobilität in Deutschland
2.1. Das Automobil und die Gesellschaft
2.2. Das Automobil in Deutschland ab dem Zweiten Weltkrieg
2.3. Verkehrsinduzierte Umweltprobleme in (Groß-) Städten
2.3.1. Klimawandel
2.3.2. Luftverschmutzung
2.3.3. Lärm
2.4. Verkehrsmaßnahmen in Städten zur Reduzierung von negativen Umweltauswirkungen durch den MIV
2.4.1. Multimodaler- und Intermodaler Verkehr
2.4.2. Mobilitätsmanagement
2.4.3. Städtische Siedlungsstrukturen als Voraussetzung umweltwirksamer Maßnahmen
2.5. Mobilität von Jugendlichen
2.6. Trends im Mobilitätsverhalten bei Jugendlichen in Deutschland zu Anfang des 21. Jahrhunderts
2.6.1. Rückgang bei der Nutzung des Automobils
2.6.2. Jugendliche und Alternative Verkehrsangebote zum MIV
2.6.3. Smartphones
2.7. Verkehrsraum Hamburg
2.7.1. Bevölkerungsentwicklung in Hamburg
2.7.2. Verkehrsangebot in Hamburg
2.7.2.1. ÖPNV
2.7.2.2. StadtRad
2.7.2.3. Car-Sharing-Angebote in Hamburg
2.7.3. Mobilitätsverhalten Jugendlicher in Hamburg
3. Mobilitätsverhalten
3.1. Deterministische Ansätze zur Beschreibung des Mobilitätsverhaltens
3.2. Nichtdeterministische Ansätze
3.2.1. Rational Choice
3.2.2. Psychoanalytischer Ansatz
3.2.3. Soziodemographische Typologien
3.2.4. Lebensstile und soziale Milieus
3.2.5. Mobilitätsstile
3.3. Einstellungsbasierte Mobilitätstypen
3.4. Sozialpsychologische Handlungstheorien der der einstellungsbasierten Mobilitätsstypen
3.4.1. Die Theorie des geplanten Verhaltens
3.4.1.1. PMN – Perceived Mobility Necessities
3.4.1.2. Norm-Aktivations-Theorie
3.4.1.3. Symbolische Einstellungsdimensionen
3.5. Einstellungsbasierte Mobilitätstypen bei Jugendlichen
4. Zwischenfazit
5. Analyse des Mobilitätsverhaltens Hamburger Studierender
5.1. Befragter Personenkreis
5.2. Untersuchungsgebiet
5.3. Vorgehensweise
5.3.1. Erstellung des Fragebogens
5.3.2. Auswertungsdesign des Fragebogens
5.4. Auswertung der empirischen Daten
5.4.1. Allgemeine Auswertung
5.4.1.1. Herkunft der Studierenden
5.4.1.2. Wohnort der Studierenden
5.4.2. These 1: Studierende die keinen Führerschein oder Pkw besitzen, wohnen tendenziell in der inneren Stadt
5.4.3. These 2: Studierende greifen aufgrund des Wohnortes und den damit verbundenen Verkehrsangeboten auf Alternativen zum MIV zurück
5.4.4. These 3: Mitfahrgelegenheiten und Car-Sharing-Angebote machen den Besitz eines eigenen Pkw überflüssig
5.4.5. These 4: Der Nicht-Besitz von Pkw und Führerschein ist bei Studierenden vor allem auf die ökonomische Situation zurückzuführen
5.4.6. These 5: Das Smartphone wird für viele Hamburger Studierende als Statussymbolersatz für das Auto angesehen, wodurch Nutzung und Anschaffung des Pkw sinken
5.4.7. These 6: Der Einfluss durch Kommilitonen und Freunde auf die Einstellung zu Verkehrsmitteln schlägt sich in der Verkehrsmittelwahl nieder
5.4.8. These 7: Das Smartphone erleichtert die Nutzung von ÖPNV, Fahrradverleihsystem und Car-Sharing Angeboten
5.4.9. These 8: Die Vernetzung von Verkehrsträgern wird durch das Smartphone erleichtert und führt zu einer veränderten Verkehrsmittelwahl zugunsten des NMIV
5.5. Faktorenanalyse
5.6. Clusteranalyse
5.6.1. Beschreibung der einstellungsbasierten Mobilitätstypen
5.6.2. Mobilitätsverhalten Hamburger Studierender
6. Handlungsempfehlungen
6.1. Einfluss auf die Verkehrsmittelnutzung
6.1.1. Instrumente zur Förderung umweltschonenden Verhaltens
6.1.2. Beispielhafte Maßnahmen zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens
6.1.2.1. Maßnahmen ZIMONA
6.1.2.2. Maßnahmen MOBILANZ
6.2. Konzept
6.2.1. Das Mobilitätsmanagement als Organisationsform
6.2.2. Abwägung geeigneter Handlungsempfehlungen
6.2.3. Ausgestaltung der Handlungsempfehlungen
6.2.3.1. Typ 1: Moderner Smartphone-Nutzer
6.2.3.2. Typ 2: Wetterresistenter Rad-Fan
6.2.3.3. Typ 3: Konservativer Pkw-Nutzer
6.2.3.4. Typ 4: Der umweltbewusste ÖV- und Mitfahrgelegenheits-Nutzer
6.2.3.5. Typ 5: Der Indifferente
6.3. Mehrwert für die Stadt Hamburg
7. Zusammenfassung/ Kritik und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das veränderte Mobilitätsverhalten Hamburger Studierender durch eine Typenbildung auf Basis einstellungsbasierter Mobilitätstypen zu charakterisieren und die primären Gründe für den Verzicht auf Pkw und Führerschein zu identifizieren. Dabei wird untersucht, inwiefern Smartphone-Nutzung, Wohnort und sozioökonomische Faktoren sowie psychosoziale Einflüsse dieses Verhalten erklären können, um daraus zielgruppenspezifische Handlungsempfehlungen für städtische Verkehrsplanung und Mobilitätsdienstleister abzuleiten.
Die Theorie des geplanten Verhaltens
Die Theorie des geplanten Verhaltens, bzw. Theory of Planned Behavior (TPB) von Ajzen (1991), ist ein häufig verwendeter Ansatz, um eine Kohärenz zwischen Einstellung und Verhalten zu erklären. Dabei stammt diese Theorie von dem RTC-Ansatz ab, legt den Fokus aber auf subjektive Maßstäbe, anstatt objektive Größen heranzuziehen. Innerhalb der Verkehrsforschung wird die TPB genutzt, um die Verkehrsmittelwahl auf Grundlage von persönlichen Faktoren zu ermitteln. Sie gründet auf der zuvor entwickelten Theorie des überlegten Handelns, Theorie of Reasoned Action (TRA, Ajzen und Fishbein 1980), welche zur Verhaltensvorhersage von Individuen genutzt wird, wenn diese das geplante Verhalten ohne externe Einflüsse ausüben können.
Im Gegensatz dazu ist es mit der TPB möglich das Verhalten eines Individuums vorherzusagen, wenn das Verhalten nicht vollkommen von der Person kontrolliert werden kann, da auch externe Einflüsse berücksichtigt werden. Insgesamt besteht die TPB aus drei Einstellungsdimensionen, welche als Prädiktor des Verhaltens fungieren: die Einstellung, die subjektive Norm und die wahrgenommene Verhaltenskontrolle. Auf diesen drei Einstellungsdimensionen beruht die Intention, bei der alle positiven und negativen Argumente herangezogen werden, um abzuwägen, ob ein Verhalten ausgeführt werden soll oder nicht.
Einleitung: Einführung in die Thematik der veränderten Mobilität bei Jugendlichen, Problemstellung und Definition des Forschungsrahmens.
1. Einführung in das Thema: Begriffsdefinitionen von Mobilität und Mobilitätsverhalten sowie die theoretische Verortung der Jugendphase.
2. Mobilität in Deutschland: Analyse des historischen Wandels der Mobilität, Umweltprobleme und neuartige Mobilitätstrends, mit Fokus auf Hamburg.
3. Mobilitätsverhalten: Theoretische Auseinandersetzung mit deterministischen und nichtdeterministischen Erklärungsmodellen zur Verkehrsmittelwahl.
4. Zwischenfazit: Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse als Überleitung zum empirischen Teil und Aufstellung der zentralen Thesen.
5. Analyse des Mobilitätsverhaltens Hamburger Studierender: Durchführung der empirischen Untersuchung, Auswertung der Daten und Identifizierung der Mobilitätstypen mittels Clusteranalyse.
6. Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Maßnahmen für die identifizierten Mobilitätstypen und Skizzierung eines Mobilitätsmanagements für Hamburg.
7. Zusammenfassung/ Kritik und Ausblick: Resümee der Arbeit, kritische Reflexion der Methodik und Einordnung der Ergebnisse in den stadtplanerischen Kontext.
Mobilitätsverhalten, Hamburger Studierende, Einstellungsbasierte Mobilitätstypen, Theory of Planned Behavior, Smartphone-Nutzung, Multimodalität, Mobilitätsmanagement, Verkehrsmittelwahl, Umweltbewusstsein, Stadtplanung, Clusteranalyse, Verkehrsverhaltensforschung, Nachhaltige Mobilität, Autoverzicht, Hamburg.
Die Arbeit untersucht das Mobilitätsverhalten von Hamburger Studierenden, insbesondere den Trend hin zu weniger Pkw-Nutzung und Führerscheinbesitz, und analysiert, welche Einstellungen und Faktoren dieses Verhalten beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Jugendmobilität im städtischen Raum, der Einfluss moderner Kommunikationstechnologien (Smartphones) auf die Verkehrsmittelwahl sowie die psychologische Fundierung von Mobilitätstypen.
Das Ziel ist die Identifizierung von einstellungsbasierten Mobilitätstypen bei Hamburger Studierenden, um zu verstehen, welche Gründe zum Pkw-Verzicht führen und wie darauf basierend Mobilitätsangebote verbessert werden können.
Es wird eine quantitative empirische Methode angewandt, gestützt durch eine Online-Befragung, deren Ergebnisse mittels Faktoren- und Clusteranalysen statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Mobilitätstypen (u.a. TPB-Modell), die detaillierte Beschreibung des Hamburger Verkehrsraums und die umfassende Auswertung der empirischen Daten zu den aufgestellten Thesen.
Mobilitätsverhalten, einstellungsbasierte Mobilitätstypen, Hamburger Studierende, Smartphone-Nutzung, Multimodalität, Mobilitätsmanagement und Nachhaltige Mobilität.
Das Smartphone fungiert als Statussymbolersatz und Flexibilisierungsinstrument, das die Nutzung von ÖPNV und Sharing-Diensten durch vereinfachte Informationsbeschaffung und Routing unterstützt.
Der Wohnort innerhalb Hamburgs (innere vs. äußere Stadt) korreliert stark mit dem Pkw-Besitz und der ÖPNV-Affinität; Studierende in der inneren Stadt nutzen tendenziell weniger den Pkw.
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