Masterarbeit, 2010
97 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemdefinition
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung der Arbeit
1.3 Gang der Arbeit
1.4 Definition der wesentlichen Termini
1.4.1 Wertorientierung und wertorientierte Unternehmensführung
1.4.2 Anreizsysteme
1.4.3 Nachhaltigkeit
2. Die Historik variabler Vergütungssysteme
3. Bonussysteme der Gegenwart
3.1 Grundstruktur von Vergütungssystemen
3.2 Wertorientierte Systeme
3.2.1 Das Verfahren des Discounted Cashflow
3.2.1.1 Die Ermittlung des Cashflows und freien Cashflows
3.2.1.2 Die Ermittlung der ewigen Rente
3.2.1.3 Der Diskontierungszinssatz
3.2.1.4 Werttreiber des DCF als Stellgröße und somit Basis für Bonus
3.2.1.5 Kritik am System des DCF
3.2.2 Das EVA Prinzip
3.2.2.1 Die Zusammensetzung der Kennzahl EVA
3.2.2.2 Die Conversions
3.2.2.3 Werttreiber des EVA und Interpretation des Ergebnisses in Relation zum Bonus
3.2.2.4 Kritik am System EVA
3.3 Welche Fragen im Anschluss des gewählten Systems zu klären sind
3.3.1 Die Zielgrößenbestimmung
3.3.2 Die Vergütungshöhe und Verlustbeteiligung
3.3.3 Die Gestaltungsspielräume bei der Auszahlung
3.3.4 Exkurs: Ausgestaltung der kurzfristigen Incentive‐Komponente
3.4 Bestandsanalyse ausgewählter Unternehmen
3.5 Problemfelder bestehender Bonussysteme unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeit
3.6 Aus den Problemen resultierende Überlegungen und aktuelle Gesetzesentwicklungen
4. Anforderungen an zukunftsweisende Bonussysteme
4.1 Principal-Agenten-Theorie als Basis für Bonuszahlungen
4.2 Die neuen Leitprinzipien der Nachhaltigkeit
4.3 Funktionen und Anforderungen an zukünftige Anreizschemata
4.3.1 Der Zweck von Incentivesystemen
4.3.2 Anforderungen an Vergütungsmodelle
4.3.2.1 Allgemeine Anforderungen und Ergänzungen zum Nachhaltigkeitsaspekt
4.3.2.2 Spezielle Anforderung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
4.3.2.3 Ergänzende Anforderungen speziell zu dem Terminus Nachhaltigkeit
5. Modellierung von Bonussystemen durch Intervention einer Bonusbank
6. Kritische Würdigung der Arbeit
7. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit analysiert die Gestaltung von Anreizsystemen für das Topmanagement unter besonderer Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsaspekts. Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie Kritikpunkte bisheriger Systeme durch eine wertorientierte Modellierung gelöst werden können, um eine langfristige Orientierung zu fördern und einseitige Shareholder-Value-Fokussierungen zu vermeiden.
3.2.1.1 Die Ermittlung des Cashflows und freien Cashflows
Der Cashflow definiert sich als positiver/negativer, periodisierter Zahlungsmittelüberschuss/ -abfluss der wirtschaftlichen Tätigkeit. Der Bezug ist dabei Ertrag und Aufwand, welche erfolgs- und zahlungswirksam sind, also in derselben Periode zu Einnahmen oder Ausgaben führen. Ziel ist es, einen Maßstab bei der Bewertung der Performancesteigerung abzubilden. Der Begriff des Cashflows entstand als Instrument für finanz- und ertragswirtschaftliche Darstellungen, zeitgleich gab es jedoch keine theoretische Fundierung und daher entstand ein Abgrenzungsproblem des Terminus. Einerseits dient er als bilanzanalytische Kennzahl, welcher aus den Daten des Jahresabschlusses hergeleitet wird. Andererseits soll er eine Größe darstellen, um das Potential der Innenfinanzierung in der Finanzierungsrechnung abbilden zu können. Und schließlich kann er zur Evaluierung von Investitionsalternativen herangezogen werden. Zur Ermittlung des Cashflows kann die direkte oder auch indirekte Methode gewählt werden. Erstere leitet den Cashflow aus der Differenz der unmittelbaren Zahlungsvorgänge ab. Dieses Vorgehen ist in der Praxis aber nur schwer bis überhaupt nicht anwendbar für externe Analysten, da in den meisten Fällen die detaillierten Daten zur Herleitung fehlen. Daher wird hier auch nur auf die indirekte Methode der Cashflow-Ermittlung eingegangen. Er ergibt sich, indem der Jahresüberschuss/ -fehlbetrag um die zahlungsunwirksamen Positionen korrigiert wird. Auch bei dieser Methode existiert eine Problemstellung, die der Trennung von betrieblichen Vorgängen die sowohl eine zahlungswirksame als auch eine zahlungsunwirksame Komponente innehaben können. Diese sind wiederum für externe Analysten schwer zu separieren.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung im Kontext der Finanzkrise und legt Zielsetzung, Abgrenzung und Gang der Arbeit dar.
2. Die Historik variabler Vergütungssysteme: Betrachtet die historische Entwicklung von Lohnformen und den Trend hin zu aktienbasierten Vergütungsmodellen in Deutschland.
3. Bonussysteme der Gegenwart: Analysiert die Grundstruktur von Vergütungsmodellen, wertorientierte Systeme wie DCF und EVA sowie zentrale Fragen der Zielgrößenbestimmung und Verlustbeteiligung.
4. Anforderungen an zukunftsweisende Bonussysteme: Diskutiert die Principal-Agenten-Theorie sowie Leitprinzipien der Nachhaltigkeit und formuliert Anforderungen an zukünftige Anreizschemata.
5. Modellierung von Bonussystemen durch Intervention einer Bonusbank: Erläutert die Konstruktion und Funktionsweise von Bonusbanksystemen zur langfristigen Anreizgestaltung.
6. Kritische Würdigung der Arbeit: Reflektiert die methodischen Ergebnisse und die praktische Anwendbarkeit der diskutierten Konzepte.
7. Zusammenfassung und Fazit: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Transparenz in der Vergütungspolitik.
Bonussysteme, Nachhaltigkeit, Wertorientierte Unternehmensführung, Anreizsysteme, Shareholder Value, Principal-Agenten-Theorie, Discounted Cashflow, Economic Value Added, Bonusbank, Vergütungsmodell, Leistungsorientierung, Transparenz, Risikomanagement, Corporate Governance, Variable Entlohnung
Die Arbeit untersucht, wie Bonussysteme für Führungskräfte so gestaltet werden können, dass sie nicht nur kurzfristige finanzielle Ziele verfolgen, sondern auch Aspekte der Nachhaltigkeit und langfristigen Wertschaffung berücksichtigen.
Zu den Schwerpunkten zählen wertorientierte Kennzahlen, die Principal-Agenten-Theorie, die Gestaltung von Bonusbanken sowie die Rolle von Stakeholdern und die Transparenz in Vergütungsberichten.
Ziel ist es, ein Modell für Anreizsysteme zu entwickeln, das Interessenkonflikte zwischen Managern und Anteilseignern minimiert und eine nachhaltige, risikobewusste Entscheidungsfindung fördert.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu wertorientierten Steuerungsmodellen und einer Bestandsanalyse ausgewählter Unternehmen, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit der gängigen Vergütungspraxis.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung von Vergütungssystemen, detailliert die Funktionsweise von DCF- und EVA-Modellen und erörtert Anforderungen an moderne, nachhaltige Anreizschemata.
Die wichtigsten Begriffe sind Nachhaltigkeit, Wertorientierte Unternehmensführung, Anreizsysteme, Economic Value Added (EVA) und Principal-Agenten-Theorie.
Das Modell friert erzielte Boni über einen bestimmten Zeitraum ein und verzinst sie, wodurch Manager an langfristigen Ergebnissen partizipieren und Anreize für eine risikofreudige Kurzfristoptimierung gedämpft werden.
Der Autor sieht Benchmarking zwar als notwendiges Instrument zur Transparenz, warnt jedoch davor, dass es zu einem reinen "Nachziehen" der Gehälter führen könnte und somit den eigentlichen Zusammenhang zur Unternehmensleistung schwächt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

