Bachelorarbeit, 2016
56 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 GRUNDLAGEN DES ISLAMIC BANKING
2.1 Definition
2.2 Die Entstehung des Islamic Banking
2.3 Scharia: Das islamische Recht
2.3.1 Koran
2.3.2 Sunna
2.4 Aufsichts- und Dienstleistungsorgane
2.4.1 Sharia Board
2.4.2 Accounting and Auditing Organization for Islamic Financial Institutions (AAOIFI)
2.4.3 Islamic Financial Services Board (IFSB)
2.4.4 Islamic Development Bank (IDB)
3 PRINZIPIEN DES ISLAMIC BANKING
3.1 Riba: Das Zinsverbot
3.2 Gharar: Das Spekulationsverbot
3.3 Maysir und Qimar: Das Verbot des Glücksspiels
3.4 Weitere Rahmenbedingungen des Islamic Banking
4 ISLAMKONFORME FINANZIERUNGS- UND INVESTITIONSINSTRUMENTE
4.1 Eigenkapitalbasierte Instrumente
4.1.1 Mudaraba
4.1.2 Musharaka
4.2 Fremdkapitalbasierte Instrumente
4.2.1 Murabaha
4.2.2 Tawarruq
4.2.3 Salam
4.2.4 Istisna´a
4.2.5 Arbun
4.2.6 Quard-Hassan
4.3 Ijara: Leasing
5 ISLAMKONFORME FINANZPRODUKTE UND FINANZDIENSTLEISTUNGEN
5.1 Konten und Karten
5.1.1 Girokonto
5.1.2 Sparkonto
5.1.3 Investmentkonto
5.1.4 Islamische Kreditkarten
5.2 Kapitalmarktprodukte
5.2.1 Sukuk: Islamische Anleihen
5.2.2 Islamische Aktien
5.2.3 Islamische Investmentfonds
6 ISLAMIC BANKING IN DEUTSCHLAND
7 AUSBLICK
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Besonderheiten des Islamic Banking zu analysieren, sein theoretisches Fundament auf Basis der Scharia zu beleuchten und die verschiedenen islamkonformen Finanzinstrumente sowie deren praktische Anwendung zu untersuchen, um zu klären, wie sich dieses System vom konventionellen Bankwesen unterscheidet.
4.2.1 Murabaha
Murabaha ist das am häufigsten angewendete Finanzierungsinstru ment im islamischen Bankensystem mit einem Anteil von ca. 75 % aller abgeschlossenen Verträge. Bei diesem fremdkapitalbasierten Instrument kauft die islamische Bank zunächst im Auftrag seines Kunden einen Gegenstand. Der Gegenstand wird dem Kunden sofort nach dem Kauf zur Verfügung gestellt und der Kunde muss der Bank den Kaufpreis mit einem zuvor festgelegten Aufschlag zu einem späteren Zeitpunkt zahlen. Den Betrag zuzüglich der Profit marge zahlt der Kunde in der Regel in Raten zurück. Das Versprechen des Kunden, die Ware von der Bank zu kaufen, ist in der Praxis als rechtsverbindlich anzusehen. Es kann im Vertrag vereinbart werden, dass bei Zahlungsverzügen ein bestimmter Betrag an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet werden muss. Die Bank darf aber keinen Ertrag durch diese Verzugszahlung erzielen. Der ursprünglich vereinbarte Verkaufspreis darf sich laut dem islamischen Recht dadurch nicht verändern, wie es bei den konventionellen Banken durch Verzugszinsen der Fall wäre. Im Gegensatz zu einem verbindlichen Darlehen erhält der Kunde keine flüssigen Mittel für den Erwerb der Ware, sondern die Bank kauft den Gegenstand zunächst selbst und wird dadurch vorübergehend Eigentümer der Ware. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Schließung eines Murabaha-Vertrages sind, dass der Vertragsgegenstand beim Vertragsabschluss existiert und dass es der Scharia entspricht.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Finanzkrise 2008 als Ausgangspunkt und Definition der Relevanz des Islamic Banking als alternative, zinsfreie Finanzmethode.
2 GRUNDLAGEN DES ISLAMIC BANKING: Erläuterung der Definition, der historischen Entstehung, der Bedeutung von Koran und Sunna sowie der Rolle aufsichtsführender Organe wie Sharia Boards und AAOIFI.
3 PRINZIPIEN DES ISLAMIC BANKING: Detaillierte Darstellung der fundamentalen Verbote im islamischen Finanzwesen, namentlich Riba (Zins), Gharar (Spekulation) und Maysir/Qimar (Glücksspiel).
4 ISLAMKONFORME FINANZIERUNGS- UND INVESTITIONSINSTRUMENTE: Analyse der verschiedenen vertraglichen Instrumente, unterteilt in eigenkapitalbasierte (z.B. Mudaraba, Musharaka) und fremdkapitalbasierte Ansätze (z.B. Murabaha, Tawarruq, Salam).
5 ISLAMKONFORME FINANZPRODUKTE UND FINANZDIENSTLEISTUNGEN: Beschreibung der praktischen Anwendung der Instrumente in Bankprodukten wie Konten, Sparkonten, Investmentkonten und Kapitalmarktprodukten wie Sukuk.
6 ISLAMIC BANKING IN DEUTSCHLAND: Untersuchung des Potenzials und der aktuellen Marktentwicklung des islamischen Bankwesens im deutschen Finanzmarkt.
7 AUSBLICK: Zusammenfassende Einschätzung der künftigen Rolle des Islamic Banking als wachsende internationale Industrie mit spezifischen Herausforderungen und Innovationsbedarf.
Islamic Banking, Scharia, Riba, Zinsverbot, Gharar, Mudaraba, Musharaka, Murabaha, Sukuk, Islamic Finance, Profit and Loss Sharing, Banken, Investitionen, Deutschland, Finanzmarkt.
Es ist ein Finanzsystem, das strikt auf den ethischen und rechtlichen Normen der Scharia basiert, wobei insbesondere Zinsen (Riba) und Spekulationen (Gharar) verboten sind.
Die Arbeit deckt die religiösen Grundlagen, die Prinzipien des Zins- und Spekulationsverbots, die spezifischen Vertragsinstrumente sowie die Umsetzung dieser in konkreten Bankprodukten ab.
Das Ziel ist die Darstellung der Funktionsweise und Besonderheiten des Islamic Banking, um das Verständnis für dieses alternative System gegenüber dem konventionellen Bankwesen zu vertiefen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, um die theoretischen Konzepte des islamischen Rechts und die Praxis der verschiedenen Vertragsinstrumente systematisch aufzubereiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Prinzipien (Kapitel 3), die konkreten Finanzierungs- und Investitionsinstrumente (Kapitel 4) und die daraus abgeleiteten Finanzprodukte für Kunden (Kapitel 5).
Wichtige Begriffe sind unter anderem Riba, Scharia, Mudaraba, Musharaka, Murabaha, Sukuk sowie das Prinzip des "Profit and Loss Sharing".
Bei Murabaha kauft die Bank die Ware selbst und verkauft sie mit einem Gewinnaufschlag an den Kunden weiter, anstatt Bargeld gegen Zins zu verleihen.
Es ist die einzige Form von Darlehen im Islam, die explizit ohne Gewinnabsicht und zinslos als Wohltätigkeitsinstrument vorgesehen ist.
Die BaFin spielt eine Schlüsselrolle, da sie durch die Erteilung von Lizenzen (wie an die KT Bank) den regulatorischen Rahmen für das Angebot islamkonformer Finanzdienstleistungen in Deutschland schafft.
Neben der aktuellen Anfangsphase ist es die Herausforderung, Produkte zu entwickeln, die über die bloße Nachahmung konventioneller Bankprodukte hinausgehen und echte, innovative islamkonforme Mehrwerte bieten.
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