Masterarbeit, 2015
148 Seiten, Note: 0,7
1. Einleitung und Problemstellung
2. Zielsetzung
3. Gegenwärtiger Kenntnisstand
3.1 Entstehung und Verlauf von Stressprozessen
3.1.1 Definition von Stress
3.1.2 Stressoren
3.1.3 Die Stressreaktion
3.1.4 Biopsychosoziale Grundlagen der Stressreaktion
3.1.4.1 Biologische Perspektive
3.1.4.2 Soziologische Perspektive
3.1.4.3 Psychologische Perspektive
3.1.5 Stressmodelle
3.1.5.1 Cannon und Selye
3.1.5.2 Stressmodell von Lazarus
3.1.5.3 Salutogenetischer Ansatz
3.1.6 Stressbewältigung
3.1.6.1 Proaktive Bewältigung
3.1.6.2 Individuelle und strukturelle Stressbewältigung
3.1.6.3 Das Zwei-Prozess-Modell
3.2 Adipositas: Begriff, Entstehung, Stresspotentiale und Therapiemethoden
3.2.1 Definition und Klassifikation von Übergewicht und Adipositas
3.2.2 Prävalenz der Adipositas
3.2.3 Ursachen und Folgen
3.2.3.1 Lebensqualität und Barrieren im Alltag
3.2.3.2 Ernährungs- und Bewegungsverhalten
3.2.3.3 Psychosoziale Aspekte
3.2.4 Herkömmliche Bestandteile einer Adipositastherapie
3.2.4.1 Ernährungsmodifikation
3.2.4.2 Körperliche Aktivität/Training
3.2.4.3 Verhaltensmodifikation
3.2.4.4 Kombinierte Interventionen
3.2.5 Therapieziele und Voraussetzungen für den Therapieerfolg
3.2.6 Aktuelle Forschungslage bzgl. des Zusammenhangs von Stress und Adipositas
3.2.7 Status quo der Wirksamkeit von Stressmanagement-Programmen für adipöse Erwachsene
4. Methodik
4.1 Literaturrecherche
4.1.1 Recherchethemen und Definition der Fragestellung
4.1.2 Aufstellung der Suchbegriffe
4.1.3 Bestimmung der Recherchedatenbanken
4.1.4 Suchstrategie
4.1.5 Ein- und Ausschlusskriterien
4.1.6 Auswahl der relevanten Studien
4.2 Entwicklung eines Stressmanagement-Programms für adipöse Erwachsene
4.2.1 Zielsetzung und Nutzen des Programms
4.2.2 Zielgruppe
4.2.3 Einsatzbereiche
4.2.4 Rahmenbedingungen
4.2.5 Aufbau, Inhalte und Lernziele
4.2.6 Detaillierte Darstellung der Programmeinheiten
4.2.7 Mögliche Probleme bei der Programm-Durchführung
4.2.8 Verhaltensmodifikation
4.2.9 Sicherstellung der Programmqualität und des Programmerfolges
5. Ergebnisse
5.1 Ergebnisdarstellung der Literaturrecherche
5.2 Darstellung der Kernaspekte des konzipierten Stressmanagement-Programms
6. Diskussion
6.1 Gesamtdiskussion und praktische Implikationen für zukünftige Interventionen
6.2 Interpretation der Ergebnisse unter den Aspekten der Problemstellung
6.3 Grenzen der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit
6.4 Schlussfolgerung und Ausblick
7. Zusammenfassung
8. Literaturverzeichnis
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Stress und Adipositas zu untersuchen und auf Basis der aktuellen Forschungslage ein maßgeschneidertes Stressmanagement-Programm für adipöse Erwachsene zu konzipieren, um deren Stressbewältigungskompetenzen zu stärken, den psychosozialen Leidensdruck zu mindern und damit langfristig das Wohlbefinden und die Lebensqualität zu verbessern.
Die Stressreaktion
Die Stressreaktion umfasst alle Prozesse, die vom menschlichen Organismus als Antwort auf den Stressor in Gang gesetzt werden (Greiner, Langer & Schütz, 2012, S. 20 f.; Kaluza, 2011, S. 13). Ob ein Stressor tatsächlich eine Stressreaktion auslöst, hängt im Allgemeinen von der subjektiven Einschätzung eines Menschen ab und ob dieser eine Situation als bedrohlich oder leicht zu bewältigen beurteilt. Die Stressreaktion signalisiert somit das Erreichen der individuellen Leistungsgrenze (Rusch, 2012, S. 31). Die Antworten auf eine Stressreaktion können auf der körperlichen, auf der behavioralen und auf der kognitiv-emotionalen Ebene ablaufen (Kaluza, 2011, S. 13 f.): Auf der körperlichen Ebene der Stressreaktion kommt es zu verschiedenartigen Veränderungen, die insgesamt zur körperlichen Aktivierung sowie Energiemobilisierung führen. Spürbar sind diese Veränderungen beispielsweise an einem schnelleren Herzschlag, erhöhter Muskelspannung oder einer schnelleren Atmung. Hält diese Aktivierungssituation über einen längeren Zeitraum an, so führt dies u. U. zu negativen Folgen für die Gesundheit.
Die behaviorale Ebene der Stressreaktion umfasst jegliches „offene“ Verhalten, das von Außenstehenden zu beobachten ist und somit alles, was die betreffende Person sagt und wie sie handelt. Oft sind folgende Stressverhaltensweisen erkennbar: Hastiges und ungeduldiges Verhalten, Betäubungsverhalten, unkoordiniertes Arbeitsverhalten und konfliktreicher Umgang mit anderen Menschen.
Die kognitiv-emotionale Ebene der Stressreaktion umfasst hingegen das so genannte „verdeckte“ Verhalten und bezeichnet intrapsychische Vorgänge, die für Außenstehende nicht direkt erkennbar sind. Dazu zählen alle Gedanken und Gefühle, die bei einer mit Stress konfrontierten Person ausgelöst werden können. Häufige Stressreaktionen auf dieser Ebene sind: Gefühle der inneren Unruhe, der Nervosität und des Gehetztseins, Gefühle der Unzufriedenheit und des Ärgers, Angst, Gefühle und Gedanken der Hilflosigkeit, Selbstvorwürfe, kreisende, „grüblerische“ Gedanken, Leere im Kopf („black out“), Denkblockaden, Konzentrationsmängel und ein „Tunnelblick“.
1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die gesundheitspolitische Herausforderung durch Adipositas und den damit verbundenen psychischen Leidensdruck, der häufig durch Stress verstärkt wird.
2. Zielsetzung: Hier wird das Ziel der Arbeit definiert, den Zusammenhang zwischen Stress und Adipositas zu beleuchten und daraus ein effektives Stressmanagement-Programm zu entwickeln.
3. Gegenwärtiger Kenntnisstand: Dieser Abschnitt schafft die wissenschaftliche Grundlage, indem er Stressprozesse, Stressmodelle und die spezifischen Belastungen bei Adipositas analysiert.
4. Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen bei der systematischen Literaturrecherche beschrieben und das Stressmanagement-Programm „Entspannt mit Gewicht“ konzipiert.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel stellt die Ergebnisse der Literaturrecherche dar und präsentiert die Kernaspekte des entwickelten Stressmanagement-Programms.
6. Diskussion: Es folgt eine kritische Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage, eine Reflexion der Grenzen der Arbeit sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
7. Zusammenfassung: Abschließend wird der Inhalt der Master-Thesis in kompakter Form rekapituliert.
Adipositas, Stressmanagement, Stressreaktion, Basistherapie, Gewichtsreduktion, Achtsamkeitstraining, Progressive Muskelrelaxation, psychische Gesundheit, Lebensqualität, Essverhalten, Stressoren, Coping-Strategien, Verhaltenstherapie, Prävention, Gesundheitsverhalten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen psychischen Belastungen bzw. Stress und der Entstehung sowie Aufrechterhaltung von Adipositas und wie stressreduzierende Interventionen diesen Prozess positiv beeinflussen können.
Zu den zentralen Themen gehören die physiologischen Grundlagen von Stress, die psychologischen Mechanismen bei Adipositas, verschiedene Stressmodelle sowie Ansätze der Verhaltens- und Basistherapie.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Literaturanalyse ein Stressmanagement-Programm („Entspannt mit Gewicht“) für adipöse Erwachsene zu entwerfen, das als effektive Ergänzung zur Adipositastherapie fungieren kann.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed und Google Scholar durchgeführt, ergänzt durch die Methode des Rückwärtssuchens, um relevante klinische Studien und randomisierte kontrollierte Studien zu identifizieren.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Stressforschung dargelegt, die aktuelle Forschungslage zur Wirksamkeit von Stressmanagement-Programmen bei Adipösen ausgewertet und das Programmkonzept detailliert ausgearbeitet.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Adipositas, Stressmanagement, Progressive Muskelrelaxation, Coping, Gewichtsreduktion und psychosoziale Gesundheit charakterisiert.
Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) hilft, körperliche Spannungszustände abzubauen. Da Betroffene häufig in emotionalen Situationen aus Spannungsabbau essen, stellt die erlernte Entspannung eine funktionale Alternative zum dysfunktionalen Essverhalten dar.
Das Programm richtet sich an motivierte erwachsene Adipöse. Personen mit schwerwiegenden psychischen oder psychosomatischen Beschwerden sind jedoch ausgeschlossen, da das Programm keine Psychotherapie ersetzt, sondern als begleitendes Angebot konzipiert ist.
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