Bachelorarbeit, 2016
50 Seiten, Note: 1,2
0 Einleitung
0.1 Aufgabenstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise
1 Finanzierung in der Immobilienwirtschaft
1.1 Betriebswirtschaftliche Einordnung der Immobilienwirtschaft
1.1.1 Bedeutung der Immobilienwirtschaft
1.1.2 Charakteristik des Wirtschaftsgutes Immobilie
1.2 Besonderheiten der Immobilienfinanzierung
1.2.1 Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung
1.2.2 Aktuelle Finanzierungssituation
1.2.3 Die wesentlichen Kreditgeber
1.2.4 Finanzierungsarten
1.2.5 Zinsvereinbarungen
1.2.6 Kreditsicherheiten
2 Crowdinvesting
2.1 Definitionen Crowdinvesting und Crowdfunding
2.2 Entwicklungshistorie
2.3 Funktionsweise des Crowdinvestings
2.4 Rechtlicher Rahmen
2.5 Gängige Finanzierungsformen des Crowdinvestings
2.6 Vor- und Nachteile des Crowdinvestings
3 Immobilienfinanzierungen mit der Crowd - Beispiele
3.1 Umbau und Restaurierung eines Wohn- und Atelierhaus in Frankfurt
3.2 Grundstücksentwicklung am Starnberger See
3.3 Hotelprojekt an der Ostsee
3.4 Erfolglose Projekte
4 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, inwieweit Crowdinvesting als eigenständige Finanzierungsalternative fungieren kann oder primär als ergänzendes Instrument zur traditionellen Immobilienfinanzierung dient, wobei insbesondere Möglichkeiten, Grenzen und Erfolgsfaktoren beleuchtet werden.
1.2.6 Kreditsicherheiten
Die Bestellung von Sicherheiten ist unmittelbar an eine Kreditvergabe gebunden. Diese sollen bei Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunwilligkeit des Kreditnehmers genutzt werden. Zudem muss es damit möglich sein, den gewährten Kredit möglichst vollständig zurückzuzahlen (vgl. Brauer 2013, S. 488). Von den Personensicherheiten wie Bürgschaften oder Garantien lassen sich die Real- oder auch Sachsicherheiten wie Verpfändung, Sicherungsabtretung oder Grundschuld abgrenzen, die vor allem in der Immobilienwirtschaft entscheidend sind (vgl. GdW 2012, S. 16).
Bei der Verpfändung von Rechten und Forderungen lassen sich nur die übertragbaren Rechte und Forderungen verpfänden, so zum Beispiel Aktien, GmbH-Anteile, Patentrechte, Erbanteile, Wertpapiere u. a. Typische Beispiele in der Immobilienwirtschaft sind das Mietkautionskonto, die Verpfändung eines Wertpapiervermögens oder die Verpfändung der Auszahlungsansprüche aus einer Kapitallebensversicherung (vgl. Brauer 2013, S. 492).
Rechte und Forderungen können auch abgetreten werden (Sicherungszession). Hier wird zwischen stiller und offener Zession unterschieden. Bei der stillen Zession wird dem Drittschuldner die Abtretung nicht mitgeteilt, wobei sich der Gläubiger das Recht vorbehält, unter bestimmten Voraussetzungen dieses doch offen zu legen. In der Immobilienfinanzierung sind typische Anwendungen die Abtretung von Mietforderungen, von Kaufpreiszahlungsansprüchen des Bauträgers, von Wertpapiervermögen oder Sparguthaben, „…wenn eine Deckungslücke zwischen Kreditbedarf und Beleihungswert der Immobilie besteht (offene Zession)…“ (Brauer 2013, S. 492), oder die Abtretung von Auszahlungsansprüchen aus einer Lebensversicherung, damit ein Festdarlehen getilgt werden soll (auch offene Zession).
Die größte Bedeutung bei der Absicherung von Krediten in der Immobilienwirtschaft haben allerdings die Grundpfandrechte, also die Rechte an Grundstücken, aufgrund der prinzipiellen Werthaltigkeit eines Grundstücks. So ist beispielsweise die Hypothek und die Grundschuld ein Grundpfandrecht. Die Hypothek ist immer an eine konkrete Forderung gebunden.
0 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Finanzierung für Immobilienunternehmen, skizziert die Problematik durch verschärfte Regularien wie Basel III und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle von Crowdinvesting.
1 Finanzierung in der Immobilienwirtschaft: Dieses Kapitel ordnet die Immobilienwirtschaft betriebswirtschaftlich ein, analysiert die Besonderheiten der Immobilienfinanzierung und beschreibt gängige Kreditgeber sowie Finanzierungsarten und Kreditsicherheiten.
2 Crowdinvesting: Der theoretische Rahmen des Crowdinvestings wird definiert, wobei die Abgrenzung zum Crowdfunding, die Entwicklungshistorie, die Funktionsweise sowie der rechtliche Rahmen und die verschiedenen Finanzierungsinstrumente dargelegt werden.
3 Immobilienfinanzierungen mit der Crowd - Beispiele: Anhand konkreter Projekte wie einem Atelierhaus, einer Grundstücksentwicklung und einem Hotelprojekt wird die praktische Anwendung und Eignung von Crowdinvesting in der Immobilienwirtschaft illustriert.
4 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, die betont, dass Crowdinvesting vorrangig als ergänzende Finanzierungsform für Projekte mit besonderem Charakter fungiert und weitere Rahmenbedingungen wie Standards benötigt.
Crowdinvesting, Immobilienwirtschaft, Finanzierungsalternative, Immobilienfinanzierung, Nachrangdarlehen, Crowd, Eigenkapital, Fremdkapital, Bankkredit, Regulierung, Prospektpflicht, Anlegerschutz, Projektfinanzierung, Rendite, Kapitalbindung.
Die Bachelorarbeit untersucht das Thema Crowdinvesting als alternative oder ergänzende Finanzierungsform speziell innerhalb der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.
Die zentralen Felder umfassen die betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Immobilienfinanzierung, die Definition und Funktionsweise von Crowdinvesting sowie die Analyse realer Immobilienprojekte im Kontext dieser Finanzierungsform.
Das Ziel ist es zu hinterfragen, ob Crowdinvesting als vollwertige Finanzierungsalternative für die Immobilienwirtschaft dienen kann oder ob es lediglich als sinnvolle Ergänzung zu etablierten Finanzierungsquellen zu sehen ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Finanzierungsformen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie einer explorativen Fallstudienanalyse von drei Immobilienprojekten, die mittels Crowdinvesting finanziert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung der Immobilienfinanzierung, die systematische Darstellung von Crowdinvesting (Recht, Funktion, Instrumente, Vor- und Nachteile) sowie die empirische Untersuchung von drei konkreten Fallbeispielen.
Wichtige Begriffe sind Crowdinvesting, Immobilienwirtschaft, Nachrangdarlehen, Prospektpflicht, Anlegerschutz, Mezzanine-Kapital und Finanzierungsstrategie.
Das Gesetz führte neue Regularien ein, um Kleinanleger besser vor intransparenten Finanzprodukten zu schützen, etablierte Prospektpflichten ab bestimmten Volumina, schuf aber gleichzeitig Ausnahmeregelungen für Crowdinvesting-Projekte.
Diese Instrumente (z. B. partiarische Darlehen, stille Beteiligungen) vereinen Elemente von Eigen- und Fremdkapital, was eine flexible Gestaltung für die Projektentwickler ermöglicht, ohne zwingend Mitspracherechte an die Crowd abgeben zu müssen.
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