Masterarbeit, 2015
101 Seiten, Note: 2,0
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Leibniz´ epistemologische Rahmensetzung
1.1 Vernunftwahrheiten
1.1.1 Der Satz des auszuschließenden Widerspruchs
1.1.2 Der Satz des ausgeschlossenen Dritten
1.1.3 Der Satz des zureichenden Grundes
1.1.4 Die Identität des Ununterscheidbaren und die Ununterscheidbarkeit des Identischen
1.2 Tatsachenwahrheiten
2. Die Annahme von Monaden
2.1 Das Problem der Annahme von Monaden in der Monadologie
3. Eigenschaften von Monaden
3.1 Monaden sind Einheiten per se
3.2 Perzeption und Apperzeption
3.2.1 Perzeptionsgrade
3.3 Appetition und Entelechie
3.4 Die punktuelle Struktur von Monaden
4. Eigenschaften von Körpern
4.1 Räumliche Ausdehnung
4.2 Besitz von Masse
5. Wie können Monaden Körper konstituieren?
5.1 Wie ist es möglich, dass Monaden Körper konstituieren?
5.1.1 Wie ermöglichen Monaden räumliche Ausdehnung?
5.1.2 Wie ermöglichen Monaden Masse?
5.1.2.1 Rekonstruktion von Saviles Argumentation
5.1.2.2 Reflexion der Rekonstruktion von Saviles Argumentation
6. Wie sind Körper zu begreifen?
6.1 Körper als Phänomene
6.1.1 Das Verhältnis zwischen Monaden und Körpern als Phänomene
6.1.1.1 Rekonstruktion der Entwicklung des Phänomenbegriffs anhand des Regenbogenbeispiels
6.2 Körper als „well‐founded phenomena“
7. Emanation oder Emergenz?
8. Reflexion
Die Arbeit untersucht das ontologische Verhältnis zwischen Leibniz’ Monaden als unteilbaren, immateriellen Substanzen und den daraus konstituierten, ausgedehnten materiellen Körpern, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie Monaden einerseits physische Körper konstituieren und wie diese andererseits als wohlbegründete Phänomene begrifflich zu fassen sind.
3.1 Monaden sind Einheiten per se
In „2. Die Annahme von Monaden“ haben wir bereits wesentliche Merkmale von Monaden kennengelernt: Monaden sind einfache Substanzen, das heißt, Monaden haben weder Teile noch eine Ausdehnung und sind somit Einheiten, im Sinn eines Ganzen, die ihre Einheit per se (durch sich selbst) haben. Das Einheit-per-se-Sein von Monaden ist das Merkmal, das in Bezug auf die Monaden alles festlegt und daher ist das Einheit-per-se-Sein dasjenige, das alle Eigenschaften von Monaden gemeinsam haben oder auf das alle Eigenschaften hinauslaufen. In diesem Kontext ist auch die häufig zitierte „Fensterlosigkeit“ von Monaden zu verstehen: „Die Monaden haben keine Fenster, durch die etwas in sie hineintreten oder sie verlassen könnte.“
Durch ihr Einheit-per-se-Sein ist weder eine kausale Einwirkung auf die Monade noch eine kausale Einwirkung durch die Monade möglich. Monaden sind somit kausal unabhängig.
Was soll das Einheit-per-se-Sein von Monaden jedoch genau bedeuten? Wir werden im Folgenden fünf Gründe betrachten, die dafür sprechen, dass Monaden Einheiten per se sind.
1. Leibniz´ epistemologische Rahmensetzung: Darlegung des rationalistischen Rahmens anhand von Vernunft- und Tatsachenwahrheiten, die als Grundlage für Leibniz' Erkenntnistheorie dienen.
2. Die Annahme von Monaden: Logische Herleitung der Notwendigkeit von Monaden als fundamentale, unteilbare Elemente des Seins zur Erklärung zusammengesetzter Dinge.
3. Eigenschaften von Monaden: Analyse der wesentlichen Merkmale von Monaden, einschließlich ihrer Einheit per se, Perzeption, Apperzeption und ihres Status als Entelechien.
4. Eigenschaften von Körpern: Definition physischer Körper durch die notwendigen Bedingungen der räumlichen Ausdehnung und des Besitzes von Masse.
5. Wie können Monaden Körper konstituieren?: Untersuchung der Konstitutionsproblematik mittels der Veränderungsbegriffe Transformation, Emanation und Emergenz.
6. Wie sind Körper zu begreifen?: Erläuterung des Körperbegriffs als „well-founded phenomena“, wobei Körper als sinnliche Erscheinungen auf der Realität von Monaden basieren.
7. Emanation oder Emergenz?: Diskussion des Abhängigkeitsverhältnisses zwischen physischen und nichtphysischen Eigenschaften unter Berücksichtigung des Emanationsbegriffs.
8. Reflexion: Zusammenfassende Rückschau auf die beiden zentralen Fragestellungen und deren Bedeutung für das Leibniz'sche System.
Leibniz, Monadologie, Monaden, Körperkonstitution, Materie, Phänomenalismus, well-founded phenomena, Emanation, Emergenz, Substanzdualismus, Perzeption, Apperzeption, Metaphysik, Ontologie.
Die Arbeit untersucht das metaphysische und ontologische Verhältnis zwischen immateriellen Monaden und materiellen Körpern im Spätwerk von Gottfried Wilhelm Leibniz.
Zentrale Themen sind die Monadenlehre, die Konstitution von Materie, der Status von Körpern als Phänomene sowie die Frage nach dem Veränderungsbegriff, der das Abhängigkeitsverhältnis zwischen den ontologischen Ebenen beschreibt.
Die Arbeit verfolgt zwei Hauptfragen: Wie können immaterielle Monaden physische Körper konstituieren und wie sind diese Körper erkenntnistheoretisch als Phänomene zu begreifen?
Die Arbeit nutzt eine philosophisch-analytische Methode, die auf der exegese zentraler Schriften von Leibniz (insbesondere der Monadologie) und der kritischen Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Leibniz-Forschung basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der epistemologischen Rahmensetzung, der Definition der Eigenschaften von Monaden und Körpern, der Konstitutionsproblematik von Körpern sowie der Theorie der wohlbegründeten Phänomene.
Leibniz, Monadologie, Körperkonstitution, Emanation, Emergenz, Phänomenalismus, well-founded phenomena und Substanzdualismus.
Die Fensterlosigkeit verdeutlicht, dass Monaden kausal unabhängig sind, was die Frage nach der Konstitution materieller Körper aus diesen Einheiten besonders problematisch macht.
Er beschreibt Körper als reale, wohlbegründete Erscheinungen, deren Realität aus der Voraussagbarkeit ihres Verhaltens resultiert, was sie von rein imaginären Phänomenen unterscheidet.
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