Diplomarbeit, 2010
73 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung und Motivation
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Piezo-, Pyro- und Ferroelektrizität
2.1.1 Piezoelektrizität
2.1.2 Pyroelektrizität
2.1.3 Ferroelektrizität
2.2 Perowskitstruktur
2.3 Domänenkonfiguration und Polarisation
2.4 Dielektrische und elektromechanische Klein- und Großsignaleigenschaften
2.4.1 Elektromechanische Kleinsignaleigenschaften
2.4.2 Dielektrisches Kleinsignalverhalten
2.4.3 Dielektrisches und elektromechanisches Großsignalverhalten
2.5 Stand der Technik
2.5.1 Chemische Modifikation von KNN
2.5.2 Herstellung von polykristallinen KNN-Keramiken
2.6 Spark Plasma Sintering (SPS)
3 Experimentelles
3.1 Herstellung von KNN
3.1.1 Variante 1 [PKM (3 h/4 h); Fritte; 800 °C/ 5 h; 2 h; Labor]
3.1.2 Variante 2 [PKM (3 h/4 h); TS; 650 °C/ 12 h; 2 h; Labor]
3.1.3 Variante 3 [PKM (3 h/4 h); TS; 800 °C/ 5 h; 2 h; Labor]
3.1.4 Variante 4 [PKM (3 h/4 h); TS; 800 °C/ 5 h; 2 h; Glovebox]
3.1.5 Variante 5 [PKM (6 h/6 h); TS; 800 °C/ 5 h; 6 h; Labor]
3.1.6 Variante 6 [RWKM (6 h/6 h); TS; 800 °C/ 5 h; 6 h; Labor]
3.2 Sinterung
3.3 Kontaktierung und Polung
3.4 Kleinsignalmessung
3.5 Temperaturabhängige Kapazitätsmessung
3.6 Gefügeanalyse mittels Feldemissions-Rasterelektronen-Mikroskop (FESEM)
3.7 Phasenanalyse mittels Röntgenbeugung (XRD)
3.8 Dehnungsmessung
3.9 Hysteresemessung
4 Ergebnisse und Auswertung
4.1 Voruntersuchungen
4.2 Variante 1 [PKM (3 h/4 h); Fritte; 800 °C/ 5 h; 2 h; Labor]
4.2.1 Luftsinterung
4.2.2 Sauerstoffsinterung
4.2.3 Sinterung mit SPS
4.3 Variante 2 [PKM (3 h/4 h); TS; 650 °C/ 12 h; 2 h; Labor]
4.3.1 Luftsinterung
4.3.2 Sauerstoffsinterung
4.4 Variante 3 [PKM (3 h/4 h); TS; 800 °C/ 5 h; 2 h; Labor]
4.4.1 Luftsinterung
4.4.2 Sauerstoffsinterung
4.5 Variante 4 [PKM (3 h/4 h); TS; 800 °C/ 5 h; 2 h; Glovebox]
4.5.1 Luftsinterung
4.5.2 Sauerstoffsinterung
4.6 Variante 5 [PKM (6 h/6 h); TS; 800 °C/ 5 h; 6 h; Labor]
4.6.1 Luftsinterung
4.6.2 Sauerstoffsinterung
4.6.3 Sinterung mit SPS
4.7 Variante 6 [RWKM (6 h/6 h); TS; 800 °C/ 5 h; 6 h; Labor]
5 Diskussion
6 Zusammenfassung
7 Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Erforschung und Etablierung einer zuverlässigen Synthese- und Verarbeitungstechnologie für bleioxidfreie Piezokeramiken auf Basis von Kalium-Natrium-Niobat (KNN), um diese als ökologisch verträgliche Alternative zu PZT-basierten Werkstoffen im industriellen Maßstab verfügbar zu machen. Die Forschungsarbeit konzentriert sich dabei primär auf die Optimierung der technologischen Parameter zur Erreichung reproduzierbarer Materialeigenschaften.
2.6 Spark Plasma Sintering (SPS)
Das Spark Plasma Sinterverfahren (SPS), auch bekannt unter dem Namen Field Assisted Sintering Technology (FAST), ist ein mit dem uniaxialen Heißpressen vergleichbares Sinterverfahren. Die Sinterung erfolgt bei diesem Verfahren in dem durch das Presswerkzeug (Graphitmatrize und Stempel) und den Sinterkörper gepulster Gleichstrom mit hoher Stromstärke und niedriger Spannung geleitet wird. Als Mechanismus wird vermutet, dass an den vergleichsweise kleinen Kontaktpunkten zwischen den Pulverteilchen Entladungen auftreten. Dabei kommt es zu einem kurzen und räumlich begrenzten Anstieg der Temperatur und des Drucks [Hun09]. Dadurch sind Heizraten von > 300 K und kurze Prozesszeiten von wenigen Minuten möglich. Es können somit dichte Proben bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen hergestellt werden.
Ein weiterer Vorteil des SPS-Verfahren ist die Entkopplung von Sinterung und Kornwachstum. Durch den, während der Sinterung herrschenden hohen Druck und der damit verbundenen niedrigeren Temperatur kommt es kaum zu Mischkristallbildung und Kornwachstum [Sem06]. Diese Effekte können durch eine anschließende Temperung der Proben eingestellt werden, um somit die Eigenschaften zu steuern. Abbildung 7 zeigt den schematischen Aufbau einer SPS-Anlage.
Einleitung und Motivation: Umreißt die Notwendigkeit, bleihaltige Piezokeramiken wie PZT durch umweltfreundlichere KNN-basierte Alternativen zu ersetzen und definiert das Ziel, diese für industrielle Anwendungen technologisch nutzbar zu machen.
Theoretische Grundlagen: Erläutert die physikalischen Prinzipien der Piezo-, Pyro- und Ferroelektrizität sowie die strukturellen Eigenschaften der Perowskite, inklusive Domänenbildung und Einfluss chemischer Modifikationen.
Experimentelles: Beschreibt die konkreten Herstellungsschritte der KNN-Proben, von der Pulvervorbehandlung über verschiedene Mahlvarianten und Sintertechniken bis hin zu den Messmethoden der Charakterisierung.
Ergebnisse und Auswertung: Präsentiert die experimentellen Daten der sechs Herstellungsvarianten, analysiert die Einflüsse von Sinteratmosphäre und Prozessparametern auf Gefüge sowie elektromechanische Kennwerte.
Diskussion: Vergleicht die eigenen Messergebnisse mit Literaturwerten, identifiziert Ursachen für Schwankungen in der Materialqualität und bewertet die Eignung der gewählten Fertigungsverfahren.
Zusammenfassung: Fasst die gewonnenen Erkenntnisse zur technologischen Umsetzbarkeit zusammen und identifiziert die erfolgreichsten Ansätze für die Herstellung von KNN-Piezokeramiken.
Ausblick: Formuliert Ansätze für künftige Forschungsarbeiten, insbesondere zur Verbesserung der Homogenität und der Reproduzierbarkeit der Keramikeigenschaften.
Piezokeramik, Kalium-Natrium-Niobat, KNN, Perowskitstruktur, Spark Plasma Sintering, SPS, Phasenübergang, Ferroelektrizität, Materialwissenschaft, Synthesetechnologie, Homogenisierung, Sinterung, Kornwachstum, Koppelfaktor, Remanente Polarisation
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Optimierung von bleioxidfreien Piezokeramiken im System Kalium-Natrium-Niobat (KNN) als Ersatz für umweltschädliche bleihaltige Materialien.
Die zentralen Themen sind die effiziente Herstellung von KNN-Keramiken durch optimierte chemische Modifikation, verschiedene Mahlprozesse und fortschrittliche Sintertechnologien wie SPS.
Das Hauptziel ist es, eine reproduzierbare Synthese- und Verarbeitungstechnologie zu finden, die KNN-Keramiken mit definierten Eigenschaften für industrielle Anwendungen am Fraunhofer IKTS verfügbar macht.
Die Arbeit nutzt experimentelle Methoden wie die thermogravimetrische Analyse (DTA/DTG), Feldemissions-Rasterelektronenmikroskopie (FESEM), Röntgenbeugung (XRD) sowie diverse elektrische Messverfahren zur Charakterisierung.
Im Hauptteil werden sechs verschiedene Herstellungsvarianten für KNN-Pulver und deren anschließende Sinterung unter Luft- oder Sauerstoffatmosphäre sowie mittels SPS detailliert analysiert und gegenübergestellt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie KNN, Piezokeramik, Perowskitstruktur, Sinterung, Phasenübergang und Materialcharakterisierung geprägt.
Die Sauerstoffsinterung wurde untersucht, um ein dichteres Gefüge zu erzielen, da Stickstoff aus der Luft in der Perowskitstruktur problematisch sein kann und Sauerstoff die Anzahl von Fehlstellen im Gitter reduziert.
Eine zentrale Herausforderung war die Erzielung einer homogenen Verteilung der dotierten Elemente wie Tantal, da Inhomogenitäten in der Zusammensetzung direkt zu schwankenden elektromechanischen Messwerten führen.
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