Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten
1. Einleitung
1.1. Themenwahl
1.2. Hypothesen
2. Die öffentlich-rechtliche Rundfunklandschaft in Deutschland im Jahr 2015
2.1. Definition von „Rundfunk“
2.2. Definition „öffentlich-rechtlicher Rundfunk“
2.3. Finanzierung
2.3.1. Gebühren
2.3.2. Werbung und Sponsoring
2.4. Geschichtlicher und rechtlicher Hintergrund des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
2.4.1. Weitere rechtliche Grundlagen
2.5. Aufbau öffentlich-rechtlicher Rundfunkprogramme
2.6. Öffentlich-rechtlicher Programmauftrag
2.7. Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)
2.8. Unabhängige Kontrolle durch Leitungsgremien
2.9. Das duale Rundfunksystem
3. Der Rundfunkbeitrag in Deutschland
3.1. Die ehemalige Rundfunkgebühr bis Ende 2012
3.2. Der neue Rundfunkbeitrag seit 2013
3.2.1. Aufteilung des Rundfunkbeitrages
3.2.2. Kritik
4. Chancen und Risiken
4.1. Chancen
4.2. Risiken
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das deutsche Rundfunksystem im Jahr 2015, analysiert die Hintergründe der Finanzierung durch den Rundfunkbeitrag und bewertet kritisch die Chancen und Risiken einer möglichen Abschaffung der Gebührenpflicht.
2.9. Das duale Rundfunksystem
„Meinungsvielfalt ist auch von der Vielfalt und der Vielzahl der Programmanbieter abhängig.“ Das vielfältige Programmangebot in der Bundesrepublik ist dank des Gestatten und Hinzukommen von privaten und kommerziellen Rundfunksendern seit dem Jahr 1984 möglich. Das Nebeneinander der öffentlich-rechtlichen und den privaten auf Gewinn gerichteten Rundfunksendern wird als ein sog. „Duales Rundfunksystem“ bezeichnet, da man sie bildhaft als „duale“ tragende Säulen des deutschen Rundfunks ansieht: Diese duale Rundfunkordnung ermöglicht die Koexistenz öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland. Laut Rundfunkstaatsvertrag sollen sie sich gegenseitig ausbalancieren und ergänzen, wobei die privaten Programme gesetzlich ungebundener bei der Gestaltung des Programmes sind. Dies ist einerseits als Chance, aber auch als Risiko für den Rundfunkmarkt zu betrachten, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk nun vor der Aufgabe steht, ein besseres Programm anzubieten, umgekehrt aber dem privaten Rundfunk geringere Restriktionen aufgebunden sind. Beide Rundfunkanbieter konkurrieren um Zuschauer.
1. Einleitung: Diese führt in die Thematik des geräteunabhängigen Rundfunkbeitrags ein, erläutert die anhaltende gesellschaftliche Kontroverse und formuliert das Ziel der Arbeit.
2. Die öffentlich-rechtliche Rundfunklandschaft in Deutschland im Jahr 2015: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet die historische Entwicklung und rechtliche Grundlage sowie den Aufbau und die Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Systems.
3. Der Rundfunkbeitrag in Deutschland: Dieser Abschnitt beschreibt den historischen Übergang von der geräteabhängigen Rundfunkgebühr hin zum modernen Rundfunkbeitrag und thematisiert die damit verbundene Kritik.
4. Chancen und Risiken: Hier werden die möglichen Konsequenzen einer Abschaffung der Gebührenpflicht sowie alternative Finanzierungsmodelle im Hinblick auf den Rundfunkmarkt analysiert.
5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Rundfunkfinanzierung in Deutschland bis 2020 und darüber hinaus.
Rundfunkbeitrag, GEZ, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, duales Rundfunksystem, Programmauftrag, Medienfinanzierung, KEF, Gebührenpflicht, Medienkonzentration, Rundfunkstaatsvertrag, Medienpolitik, Medienökonomie, Rundfunkfreiheit, Reformalternativen, Grundversorgung.
Die Arbeit analysiert das deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunksystem und die Kontroverse um dessen Finanzierung durch den Rundfunkbeitrag im Jahr 2015.
Zu den zentralen Themen gehören die Struktur des dualen Systems, die gesetzliche Legitimation des Rundfunkbeitrags und die wirtschaftlichen sowie politischen Auswirkungen einer möglichen Abschaffung.
Ziel ist es, die Chancen und Risiken einer Abschaffung der Gebührenpflicht objektiv zu verdeutlichen und auf Basis von Reformalternativen zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von rechtlichen Rahmenbedingungen, Medienökonomie sowie politischen Gutachten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des öffentlich-rechtlichen Systems, die historische Entwicklung der Rundfunkgebühr und eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken einer Umstrukturierung.
Zentrale Begriffe sind Rundfunkbeitrag, duales Rundfunksystem, öffentlich-rechtlicher Auftrag, Finanzierungsmodelle und Medienpolitik.
Die Umstellung sollte der modernen Mediennutzung gerecht werden, da das alte System aufgrund der Vielzahl an internetfähigen Geräten als nicht mehr zeitgemäß und schwer kontrollierbar galt.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ist ein unabhängiges Gremium, das den Finanzbedarf der Sender prüft und Empfehlungen zur Beitragshöhe abgibt, um die Staatsferne zu wahren.
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