Bachelorarbeit, 2014
49 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Mögliche Ursachen für den Heimvorteil
2.1.1 Beeinflussung durch das heimische Publikum
2.1.2 Kenntnis der Spielstätte
2.1.3 Anreise der Gastmannschaft
2.1.4 Beeinflussung des Schiedsrichters
2.1.5 Heimvorteil als Ergebnis von Erwartungen
2.1.6 Resümee
2.2 Fragestellung und Hypothesen
3. Untersuchungsmethode
3.1 Datenauswahl
3.2 Verfahren der Datenauswertung
4. Ergebnisdarstellung
5. Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Unterschiede in den Jugendaltersklassen
5.3 Lernprozess von Kindern zum Phänomen Heimvorteil
5.3.1 Lernen durch soziale Beziehungen
5.3.2 Der Heimvorteil in den Medien
5.4 Vergleich des Heimvorteils im Junioren- und Seniorenfußball
6. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht empirisch, ob im Kinder- und Jugendfußball ein Heimvorteil existiert, wie dieser sich in verschiedenen Altersklassen darstellt und ob ein Anstieg mit zunehmendem Alter feststellbar ist. Zudem wird ein Vergleich zum Seniorenbereich gezogen und der mögliche Lernprozess von Kindern bezüglich dieses Phänomens diskutiert.
2.1.1 Beeinflussung durch das heimische Publikum
Die in der Literatur am häufigsten diskutierte und schon sehr früh untersuchte Ursache für den Heimvorteil in allen Mannschaftssportarten ist der Einfluss des heimischen Publikums. Das lautstarke Anfeuern wird seitens der Zuschauer, Trainer und auch von den Sportlern selbst oft als ein wesentlicher Grund für hohe sportliche Leistungen der Spieler und somit als entscheidend für den Vorteil im eigenen Stadion gesehen. Auch in den Medien wird die Beeinflussung durch das heimische Publikum häufig als Ursache für den Vorteil aufgeführt (Bray & Widmeyer, 2000; Smith, 2005). Die UEFA betitelte im Juni 2004 den 1:0 Sieg Portugals gegen Spanien im Achtelfinale der Europameisterschaft in Portugal mit den Worten „Fans tragen Portugal ins Viertelfinale“. Auch Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari geht von einem Ansporn seiner Mannschaft durch die Fans aus (UEFA.com, 2004).
Es ergibt sich die Frage, ob das Anfeuern der Heimmannschaft, die Anzahl der Personen im Stadion oder die bloße Anwesenheit von Zuschauern die sportliche Leistung der heimischen Mannschaft überhaupt beeinflussen. Dieser Frage wird im Folgenden nachgegangen.
Einige Studien belegen, dass die bloße Gegenwart von Personen bei konditionellen Fähigkeiten und gut gelernten Fertigkeiten häufig eine Leistungssteigerung mit sich bringt. Die Anwesenheit von Zuschauern kann bei anderen sportlichen Aufgaben jedoch auch leistungsmindernd sein. So wirkt sich bei koordinativen Aufgaben die Anwesenheit von Personen eher negativ auf die sportliche Leistung aus (Hewstone & Martin, 2007). Schlicht und Strauß (2003) schlussfolgern, dass sich die positiven und negativen Effekte der Anwesenheit von Zuschauern ausgleichen, da beim Fußball konditionelle und koordinative Fähigkeiten von Bedeutung sind.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas Heimvorteil im Fußball, Hinführung zur Fragestellung und Erläuterung der Relevanz für den Kinder- und Jugendbereich.
2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung des Forschungsstandes zum Heimvorteil bei Senioren, Diskussion möglicher Einflussfaktoren wie Publikum, Spielstätte und psychologische Aspekte.
3. Untersuchungsmethode: Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Datenerhebung und -auswertung der untersuchten Juniorenspiele.
4. Ergebnisdarstellung: Präsentation der erhobenen Daten zu verschiedenen Heimvorteilsmaßen in den untersuchten Altersklassen.
5. Diskussion und Interpretation der Ergebnisse: Kritische Analyse der Ergebnisse, Untersuchung der Altersunterschiede und Diskussion von Lernprozessen sowie Medieneinflüssen.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Heimvorteil, Fußball, Juniorenfußball, Seniorenfußball, Sportsozialisation, Zuschauer, Schiedsrichter, Psychologie, Erwartungshaltung, Leistung, Datenauswertung, empirische Untersuchung, Altersklassen, Heimspiel, Auswärtssieg
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der empirischen Untersuchung des Heimvorteils im Fußball, wobei der Schwerpunkt speziell auf dem Kinder- und Jugendbereich liegt.
Zentral sind die Analyse von Spielergebnissen hinsichtlich eines Heimvorteils, die Untersuchung von Unterschieden zwischen Jugendaltersklassen sowie die psychologische Erforschung der Ursachen für diesen Vorteil.
Das Ziel ist zu überprüfen, ob ein Heimvorteil im Juniorenfußball existiert, ob dieser mit dem Alter zunimmt und ob er sich von dem im Seniorenfußball unterscheidet.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie durchgeführt, bei der knapp 7.000 Fußballspiele der A- bis F-Junioren sowie Vergleichsdaten aus dem Profibereich statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil deckt den theoretischen Hintergrund des Phänomens, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der empirischen Ergebnisse sowie eine ausführliche Diskussion dieser Ergebnisse ab.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Heimvorteil, Juniorenfußball, Sportsozialisation, Leistung, empirische Untersuchung und Erwartungshaltung.
Die Arbeit diskutiert, dass Medien den Heimvorteil oft als gegeben darstellen, was bei Kindern zu einer Erwartungshaltung führen kann, die wiederum Einfluss auf ihre Leistung bei Heimspielen haben könnte.
Die Unterschiede werden unter anderem auf eine abweichende Varianz der Leistungsstärken zwischen den Ligen, unterschiedliche Rahmenbedingungen sowie differierende Sozialisations- und Lernprozesse zurückgeführt.
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